Sonntag, 11. Februar 2018

In 90 Tagen um die Welt / Tag 37

11. Februar, Samstag
Puerto Chacabuco, Chile

Heute Nacht steuerten wir einen Hafen am Ostende eines tiefen Einschnitts ins chilenische Festland an. Seit Ushuaia haben wir wohl etwa die Entfernung zwischen Sizilien und Süddeutschland zurückgelegt. Man kann sich gar nicht vorstellen wie "gottverlassen" der patagonische Teil Chiles ist.

Hier in Puerto Chacabuco zeigt sich die geografische Höhe, nämlich wieder deutlich näher Richtung Äquator, in üppiger Vegetation. Das Wetter ist feucht und mild.


Hafen von Puerto Chacabuco





Hier wächst alles das, was ich aus dem südwestlichen Teil Irlands kenne: Fuchsien, Chilenische Myrte, der Riesenrhabarber Gunnera manicata etc. In den Wiesen viele Wildblumen.



Vielleicht die schönste Araukarie, die ich bisher gesehen habe.


In den Gärten der meist sehr einfachen Holz- oder Wellblechhäuschen überbordende Blütenpracht.


...und eine einfache Kirche. Paz en la Tierra. Ein Wunsch den wir teilen...


Waren die in Irland, oder die Iren hier?


Lecker und teuer, Kaffee aus dem Beutel.


Mein Erinnerungsstück an Patagonien habe ich dieser lieben Frau abgekauft. Ein gefilzter Baumgeist mit echtem Altmännerbart (Baumbart). Sie winkte ihm nochmals Adios, dann machte er sich auch den Weg nach Europa (und steht seither bei mir zuhause auf dem Fensterbrett)

T: Ihr schaut unglaublich erholt aus!!!
U: Schließe mich T an: Euch sieht man die Welt an :-)
D: Genau das habe ich mir auch gedacht. Ihr habt so eine gesunde Gesichtsfarbe und seht so unglaublich relaxt aus. Toll!
M: Egal wo auf der Welt, der nachmittägliche Kaffee und Kuchen darf nicht fehlen :-)

Alles andere wäre auch komisch oder? Man muss nichts (außer zahlen und das schon vorher), wird bedient, durch die Botanik (in diesem Fall durch die Weltmeere) geschippert und hat den absoluten Lenz. 
M. hehe, ned jeden Tag (was den Kuchen angeht) aber die Highlights wollen wir euch nicht vorenthalten ;-)
 

 




*****

Hierher verirren sich selten große Schiffe, dementsprechend freut man sich in diesem kleinen Hafenort über uns Besucher. In einigen extra für uns aufgestellten Zelten, nur ein paar Schritte vom Hafen entfernt können wir allerlei Kunsthandwerk bestaunen und natürlich auch kaufen.

Die Tenderboote legen an einem kleinen modernen Hafenterminal an. In ganz Südamerika, aber besonders hier in Chile wird peinlich genau kontrolliert, dass keinerlei Obst und Gemüse an Land gebracht wird. Jeder Apfel wird konfisziert, Beamte mit Spürhunden gehen die Reihen ab und kontrollieren jeden. Man will verhindern, dass Pflanzenkrankheiten eingeschleppt werden.

Im Hinterland kann ein Nationalpark mit landschaftlichen Besonderheiten besucht werden. Wir begnügen uns mit einem Spaziergang durch den Ort und einem Lunch in einem kleinen Haus in dem der Küchendunst direkt neben ein paar einfachen Tischen den Appetit anregt. Frischer gebratener Lachs, der ohne viel Aufhebens direkt mit der Küchenschürze serviert wird. Wir fühlen uns fast wie zu Hause :-)




Unser Kaffeehaus :-)


Tante Emma Laden, einer der wenigen im Ort


Farbenlehre:-)


.. und noch einmal Farbenlehre

Wir haben gegessen und getrunken, etwas eingekauft, im Verhältnis viel Geld (gerne) da gelassen, ein bisschen mit Einwohnern geplaudert und die wunderbare Luft eingeatmet. Einfach und schön!


In dieser Serie könnt ihr unsere Weltreise mit einem Kreuzfahrtschiff um die Südhalbkugel Tag für Tag nachverfolgen. Im ersten Teil jeweils die überarbeitete Fassung einer WhatsApp Gruppe, im zweiten Teil Ergänzungen und weitere Fotos. Ich freute mich immer über Feedback aus der Gruppe, es ergaben sich Impulse und weitere Informationen durch den Austausch, weswegen auch manches davon hier (anonym) mit aufgenommen wurde. Alle Fotos im ersten Teil sind daher Handyfotos.

Diese Serie ist nicht dazu angetan Reiseführer zu ersetzen. Viel eher persönliche Schlaglichter auf Orte, Menschen, Pflanzen und Tiere, die uns für sich eingenommen haben zu zeigen und ein klein wenig nachvollziehbar und lebendig werden zu lassen, was wir auf dieser Reise erlebt haben.

Kommentare:

  1. Toll, dass ich durch deine Berichte so weit über den Tellerrand schauen kann :)

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  2. Und ganz hübsch siehst du auf dem Foto aus :)

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