Montag, 19. Februar 2018

In 90 Tagen um die Welt / Tag 45

19. Februar, Sonntag
4. Seetag Richtung Osterinsel




Heute schnell wechselndes Wetter, gibt fototechnisch mehr her :-)



Langsam nähern wir uns dem südlichen Wendekreis, Luft und Wasser Mitte 20°. Inzwischen haben wir 104° westliche Länge erreicht, morgen früh hoffen wir mit günstigen Wetterbedingungen auf der Osterinsel anzukommen. Der dortige Hafen ist klein, es kann immer nur ein Tenderboot anlegen. Wir planen auf der Insel zu übernachten und uns die inzwischen gar nicht mehr so geheimnisvollen Moai am Tagesrand anzuschauen und freuen uns, wiedermal ein bisschen Grün unter die Füße zu bekommen.



D: Ein tolles Himmelbild. Das Blau ist einzigartig, das gibts bei uns nicht und das tiefblaue Meer zum träumen und versinken.
Schätze, es fehlt der Smog vom Wiener Becken...
D: Genau, das haben wir auch festgestellt.


Sonnenuntergang heute Abend


*****

 
Sonnenaufgang kurz nach 8 Uhr morgens



Sonnenuntergang kurz nach 8 Uhr abends






Das Navi zeigt unsere Position, es ist nicht mehr weit nach Hanga Roa, so heißt die Hauptstadt der Osterinsel.



Mit dem heutigen Tag sind wir bei der Halbzeit unserer Reise angelangt, da wir von Dubai aus nachhause zurückfliegen werden und die letzten 16 Tage der Reise nicht mehr mitmachen werden. Schon bisher hatten wir extrem viele, auch sehr unterschiedliche Eindrücke. Ein paar Tage gab es jetzt ja seit Südamerika zum verschnaufen und entspannen. Die Welt, die uns jetzt erwartet, nämlich Inseln im weiten Ozean, erzeugt große Vorfreude. Was erwartet uns, wie passen unsere Erlebnisse mit den idealen Bildern, die wir von der Südsee und Polynesien haben, zusammen?! Jetzt aber erstmal für zwei Tage Aufenthalt auf der Osterinsel!! Wir sind aufgeregt!!


In dieser Serie könnt ihr unsere Weltreise mit einem Kreuzfahrtschiff um die Südhalbkugel Tag für Tag nachverfolgen. Im ersten Teil jeweils die überarbeitete Fassung einer WhatsApp Gruppe, im zweiten Teil Ergänzungen und weitere Fotos. Ich freute mich immer über Feedback aus der Gruppe, es ergaben sich Impulse und weitere Informationen durch den Austausch, weswegen auch manches davon hier (anonym) mit aufgenommen wurde. Alle Fotos im ersten Teil sind daher Handyfotos.

Diese Serie ist nicht dazu angetan Reiseführer zu ersetzen. Viel eher persönliche Schlaglichter auf Orte, Menschen, Pflanzen und Tiere, die uns für sich eingenommen haben zu zeigen und ein klein wenig nachvollziehbar und lebendig werden zu lassen, was wir auf dieser Reise erlebt haben.




Sonntag, 18. Februar 2018

In 90 Tagen um die Welt / Tag 44

18. Februar, Samstag
3. Seetag Richtung Osterinsel



Guten Morgen :-)

W und ich, aber auch andere haben gerade ein unwirkliches Gefühl. Ich kann es nicht anders ausdrücken. Die Robinsongeschichten, die Meutereigeschichten, die Piraten- und Südseegeschichten aus unserer Kindheit, von einer so fernen und fremden Welt rücken gerade stündlich näher. Derweil sehen wir außerhalb unseres Kastens Wasser und Himmel, sonst nichts. Kein Schiff, keine Vögel und auch sonst keine Tiere. Auf dem Bildschirm unsere Position, eine abstrakte Größe. Das Meer ist friedlich. Bis auf seine wechselnde Färbung keine Änderungen. Übermorgen sollen wir dann auf der Osterinsel aussteigen. Wir glauben es erst, wenn es soweit ist...




G: Ooooch, mag auch dort sein...
Vor zwei Jahren hätte ich nie gedacht, dass ich mal hierher kommen würde...
G: Ja das stimmt...wer weiß was noch alles kommt. Werde einen Wunsch ans Universum senden.

Inzwischen ist die Husterei auf dem Schiff ziemlich abgeebt. In Südamerika wurden hafennahe Apotheken gestürmt, dort war alles ohne Rezept zu bekommen. Drei Ärzte auf dem Schiff im Dauereinsatz, mit wem man geredet hat, Antibiotika... Meine Theorie: Es werden wohl einige hübsche resistente Keime an Bord sein, wie in einem Krankenhaus. Es wird dauernd alles desinfiziert, die Stärksten überleben alle diesbezüglichen Attacken. Ich hatte zweieinhalb Wochen Halsschmerzen, das war für meine Verhältnisse relativ hartnäckig, W hat den Hustenkeim getestet ;-) Mit sanften Mitteln sind wir wieder gesund geworden, aber es hat gedauert... Es gab gefühlt niemanden, der nicht betroffen gewesen wäre.



Die Farbe passt genau: Mittagspazifisches Blau

T: Unglaubliche Farbe! Hätte gerne ein Kleid in dieser Farbe :-)
D: Das Blau ist wirklich wunderbar und ich muss T. recht geben. Ein Kleid in der Farbe wäre toll. Werde mit dem Bild als Muster Stoff kaufen gehen.
Freu mich auf unsere Rückkehrparty mit euch :-)

W: Hier nochmal einige technische Daten:
3 Dieselmotoren erzeugen Strom und treiben bewegliche Antriebseinheiten an. Am Bug sind 3 Querstrahlantriebe mit ca 9000 PS. 2 Antriebseinheiten gemeinsam mit dem Querstrahlantrieb ermöglichen es, das Schiff seitlich zur Anlegestelle zu bewegen. Manchmal nicht ganz einfach, weil die Seitenfläche ca 10.000m² groß ist. Bei Wind also quasi wie ein riesiges Segel. Die Trinkwasseraufbereitung erfolgt durch Umkehrosmose. Es werden täglich etwa 120t Trinkwasser erzeugt. Für heute aber genug der Technik.

G: Das sind 40l/Person und Tag. Das ist dann ca 1x duschen.
W:Du hast recht, das wäre nicht genug. Es gibt allerdings riesige Wassertanks, die auch für die Trimmung bei Winddruck zum ausgleichen der Schräglage eingesetzt werden. Ich glaube gehört zu haben, dass der Inhalt der Tanks für 3 Wochen reichen würde.


*****

Im Tagebuch habe ich vermerkt: Es ist sonnig, von früh weg. Wir frühstücken auf dem hinteren Sonnendeck, das bei schönem Wetter zu unserem Lieblingsaufenthaltsort geworden ist. Ich esse morgens immer frische Früchte. Grapefruit, Mango, Ananas, Papaya, Melonen. Schmecken fast immer sehr gut, reif und süß. Das werde ich zuhause vermissen. Hier treffen wir auch immer wieder zwanglos zu einem Plausch mit netten Mitreisenden zusammen, mit einigen haben wir uns inzwischen angefreundet.



Und immer wieder wunderbare Sonnenuntergänge. Wir kommen regelmäßig ein bisschen zu spät zum Abendessen, auf diese Szenerie wollen wir einfach nicht verzichten. 














In dieser Serie könnt ihr unsere Weltreise mit einem Kreuzfahrtschiff um die Südhalbkugel Tag für Tag nachverfolgen. Im ersten Teil jeweils die überarbeitete Fassung einer WhatsApp Gruppe, im zweiten Teil Ergänzungen und weitere Fotos. Ich freute mich immer über Feedback aus der Gruppe, es ergaben sich Impulse und weitere Informationen durch den Austausch, weswegen auch manches davon hier (anonym) mit aufgenommen wurde. Alle Fotos im ersten Teil sind daher Handyfotos.

Diese Serie ist nicht dazu angetan Reiseführer zu ersetzen. Viel eher persönliche Schlaglichter auf Orte, Menschen, Pflanzen und Tiere, die uns für sich eingenommen haben zu zeigen und ein klein wenig nachvollziehbar und lebendig werden zu lassen, was wir auf dieser Reise erlebt haben.

Samstag, 17. Februar 2018

In 90 Tagen um die Welt / Tag 43

17. Februar, Freitag
2. Seetag Richtung Osterinsel

Manchmal, wenn die Wolken von einer tiefstehenden Sonne beschienen werden bekommt das Wasser einen intensiv gelbgrauen Ton mit einem wunderbar bleimetallischen Schimmer und ich verstehe jetzt die Farbanstriche auf Holzvertäfelungen, die ich oft in England und Irland gesehen habe. Eine Farbe, die es in meinem vertrauten Umfeld zuhause in der Natur so nicht gibt, die auf dem Wasser wunderschön ist! (und auf Fotos leider gar nicht so gut wiedergegeben wird).

Wir sind nun 6 Stunden hinter euch und nein, wir fahren nicht so schnell, manchmal sind die Zeitzonen aus praktischen Gründen etwas deformiert. Im Moment passt es wohl zur Position der Breitengrade besser als gestern, wir sind auf 32° südlicher Breite, hier sind Tag und Nacht etwa gleich lang.


Heute morgen

Das Wasser scheint ruhig, aber es gibt lange Wellen aus seitlicher Richtung von Süd. Das bringt unser Schiff seit Valparaiso beständig zum schaukeln. Mehr als man es vom Bild her erwarten würde.


Wir: Heute mal ein paar technische Infos über unser Schiff.

Der rote Punkt markiert unsere Kabine

Wir: Eine kleine Schätzfrage, oder wer will kann auch rechnen: Das Schiff hat einen Tiefgang von 8,5m. Es sind ca 3000 Personen an Bord. Nun die Frage: Um wieviel cm verändert sich der Tiefgang, wenn 1000 Personen das Schiff verlassen? Los geht´s :-) Noch eine kleine Hilfe: Sind es 1cm, 10cm oder 100cm?

M: 1cm - das Lebendfleisch an Bord wiegt vernachlässigbar wenig. Ich glaube, es würde sich mehr tun, wenn man den gesamten Proviant über Bord wirft.
Ma: Jaaa, werft das Gemüse über Bord.

G: Ihr seid wohl am Schiff der Voluminösen! Bei 1cm muss jeder der 1000 Personen 100kg haben!

M: Die Frage ist ja, ob die 1000 komplett auschecken und auch ihr ganzes Gepäck mitnehmen oder nur für einen Landausflug weg sind.

P: Die Aufgabe ist so unvollständig und spielt hier keine Rolle. Entscheidend ist der Wasserspiegel! Schätzen würde ich bei einem so großen Schiff eher 1cm.

(bisher kommentierten fast ausschließlich unsere weiblichen LeserInnen in dieser WhattsApp Gruppe. Bei dieser technischen Frage wurden plötzlich die Männer aktiv :-), es freute mich zu sehen, dass auch sie mit uns "mitfuhren")

Also M., sag nicht, das Lebendfleisch spielte keine Rolle, das wiegt von Tag zu Tag mehr, bei gleichbleibender Anzahl von Reisenden ;-) 

@Ma: ich wäre eh bald soweit, Möhren brauch ich dann das restliche Jahr keine mehr ;-), aber die frischen Früchte am Frühstücksbuffet lassen so manche Einseitigkeit vergessen.



Heute wieder mal eine Ausnahme von der Süßabstinenz, Mango/Bananenstrudel


Sonnenschutz ist für so Weißhäutige wie mich in diesem Breiten unumgänglich

D: Vielen Dank für eure Karte, wir haben sie heute bekommen. Jetzt haben wir eine vom südlichsten Postamt und waren selbst schon am nördlichsten :-)

M: Mir hat wer gesagt, dass eine Luxusyacht ca 1Mio Euro pro Laufmeter kostet. Das wäre dann ein Wert von 300 Mio Euro für die Costa Luminosa? Wenn jeder Gast also 100.000 Euro bezahlen würde -  gehörte dann diesen Leuten das Schiff und könnten sie bis zum Lebensende damit reisen?

Was machen wir mit der Crew, oder selbst kochen und putzen? W meint, die Luminosa hat ca 600 Mio gekostet. Einfach nur mal mitfahren ist sicher nervenschonender.

Wir: Also es ist nur ca 1cm Änderung im Tiefgang, wenn 1000 Personen das Schiff verlassen.

*****

Um nicht heillos an Gewicht zuzulegen, hatten wir uns schon vorab eine Strategie zurechtgelegt und ein Teil davon beinhaltete den allgemeinen Verzicht auf Süßes. Es ist leichter, gar nicht zuzugreifen, als sich zu beschränken, so dachten wir und es fiel uns gar nicht so schwer! Ab und zu eine Ausnahme, da schmeckte es dann besonders gut!





In dieser Serie könnt ihr unsere Weltreise mit einem Kreuzfahrtschiff um die Südhalbkugel Tag für Tag nachverfolgen. Im ersten Teil jeweils die überarbeitete Fassung einer WhatsApp Gruppe, im zweiten Teil Ergänzungen und weitere Fotos. Ich freute mich immer über Feedback aus der Gruppe, es ergaben sich Impulse und weitere Informationen durch den Austausch, weswegen auch manches davon hier (anonym) mit aufgenommen wurde. Alle Fotos im ersten Teil sind daher Handyfotos.

Diese Serie ist nicht dazu angetan Reiseführer zu ersetzen. Viel eher persönliche Schlaglichter auf Orte, Menschen, Pflanzen und Tiere, die uns für sich eingenommen haben zu zeigen und ein klein wenig nachvollziehbar und lebendig werden zu lassen, was wir auf dieser Reise erlebt haben.

Freitag, 16. Februar 2018

In 90 Tagen um die Welt / Tag 42

16. Februar, Donnerstag
1. Seetag Richtung Osterinsel

Bei der Umrundung Südamerikas legten wir einen Ritt über die Breitengrade der Erde zurück. Damit wurde uns ihre Neigung zur Sonne unmittelbar vor Augen geführt!
In Unkenntnis dachten wir zuhause, wir würden dann im Pazifik die Sonne untertags am Balkon haben. Da wir uns aber schon wieder relativ nah am Äquator befinden, steigt und fällt sie rasant und beschreibt einen unglaublich hohen Bogen über den Himmel. Im Deutschen heißt es ja: "Die Sonne GEHT auf und unter". Das spiegelt ihre gemächliche Wanderung über den Himmel in Mitteleuropa wider. Hier muss sie sich beeilen sonst kommt sie nicht rum ;-)
Vorgestern Abend konnten wir den Aufgang des Mondes beobachten. Es war so, als ob jemand einen leuchtenden Luftballon senkrecht in die Höhe ziehen würde, soooo schnell! Außerdem war die Delle eindeutig auf der falschen Seite!!!!! Ist das zu glauben? Ich dachte, was im Himmel ist, darauf kann man sich verlassen ;-)

Ab nun reiten wir zur Abwechslung die Längengrade :-) Seit heute Nacht sind wir 5 Stunden hinter MEZ (Mitteleuropäischer Zeit) und bis zur Datumsgrenze vor Neuseeland in ca 3 Wochen werden wir einen halben Tag hinter euch her hinken.


Der Pazifik heute Morgen

T: So ein unglaubliches Blau habe ich noch nie gesehen!!!!
Es ist noch schöner als auf dem Bild! So ein riesiger Wasserkörper, es ist eigentlich unvorstellbar...
T: WO ist mein Bikini??
Hier ist Wasser und Luft noch nicht so warm wie im Atlantik, aber zum sonnen geht es schon :-)


*****

In Bezug auf die Zeitzonen und die Lage der amerikanischen Kontinente hatte ich spätestens hier ein großes AHA Erlebnis. Auf der Karte unten, die ich hinter der Rezeption eines kleinen Hotels in Valparaiso fotografiert habe, ist sehr schön zu sehen wie relativ nahe von den Längengraden her auch noch die Westseite Südamerikas zu uns in Europa liegt. In meinem Bewusstsein war der Kontinent ziemlich gerade unter Nordamerika liegend abgespeichert gewesen. Ich hatte mich schon die ganze Zeit gewundert, warum wir immer noch nur 4 Stunden hinter unserer Zeit zuhause zurücklagen.






Morgens bei Sonnenaufgang. Der erste Blick nach dem Aufstehen gilt dem Meer. Aus dem Bett steigen, drei Schritte zu Balkontüre und die Nase hinaushalten. Meist hatten wir während der Nacht die Balkontüre ein wenig offen und so die ganze Nacht frische Meeresluft, ein Gefühl von absolutem Luxus!! (wo ich wohne sind die Feinstaubwerte oft über dem zulässigen Grenzwert und der Himmel selten richtig blau).


In dieser Serie könnt ihr unsere Weltreise mit einem Kreuzfahrtschiff um die Südhalbkugel Tag für Tag nachverfolgen. Im ersten Teil jeweils die überarbeitete Fassung einer WhatsApp Gruppe, im zweiten Teil Ergänzungen und weitere Fotos. Ich freute mich immer über Feedback aus der Gruppe, es ergaben sich Impulse und weitere Informationen durch den Austausch, weswegen auch manches davon hier (anonym) mit aufgenommen wurde. Alle Fotos im ersten Teil sind daher Handyfotos.

Diese Serie ist nicht dazu angetan Reiseführer zu ersetzen. Viel eher persönliche Schlaglichter auf Orte, Menschen, Pflanzen und Tiere, die uns für sich eingenommen haben zu zeigen und ein klein wenig nachvollziehbar und lebendig werden zu lassen, was wir auf dieser Reise erlebt haben.



Donnerstag, 15. Februar 2018

In 90 Tagen um die Welt / Tag 41

15. Februar, Mittwoch
Valparaiso

Die Hafenarbeiter streiken, wir können nicht von Bord. In manchen Hafenstädten tun sie alles um uns schnell und leicht in die Stadt kommen zu lassen (gratis Shuttlebusse beispielsweise): In anderen gehts so, naja.
Hier in Valparaiso kommt man vom Hafengelände in die Stadt erst nach einer langwierigen Prozedur, anschließend Schlange stehen für Shuttlebusse, zwei verschiedene hintereinander, zu Fuß gehen ist im Hafenareal (aus gutem Grund) verboten. Dann, endlich draußen ist man im Nirgendwo, weit weg vom Stadtzentrum. (Taxifahrer müssen auch von etwas leben)

M: zu "die Hafenarbeiter streiken, wir können nicht von Bord": Klingt nach einer Gelegenheit einen Gratisausflug abzustauben.
Du kennst die Costa nicht, aber prinzipiell eine gute Idee.




Wir liegen im Containerhafen. Später werden wir zwischen Straßen von hoch gestapelten Containern durchfahren, um aus dem Hafenareal zu gelangen. Wenn man sich vorstellt, dass man für jeden einzelnen einen eigenen Sattelschlepper zum Abtransport braucht, frag ich mich, wie sie die jeweils richtigen jemals wiederfinden (ihr seht schon, ich hab nicht Logistik studiert).


Neben den riesigen Hafenkränen wirkt unser Schiff plötzlich gar nicht mehr so groß...



Sie haben uns dann doch noch an Land gelassen, aber es war pures Chaos, zuletzt also doch noch südamerikanisches Wasauchimmer.



Vor unsere Weiterfahrt in den Südpazifik, wo wir für viele Tage kein Land sehen werden, müssen hier nochmal viele Waren an Bord gebracht und gleichzeitig auch viel Abfall da gelassen werden. So genau will man das dann gar nicht wissen, sonst meldet sich das schlechte Gewissen...


Marktgetriebe im Stadtviertel hinter der Hafenausfahrt

Die Ware fantastisch, frisch, große Früchte, sauber. Allerdings neben, hinter, vor dem Obst und Gemüse: Abfälle, Kisten, Verkehr. In den Straßenzügen außerhalb des Zentrums wird viel auf der Straße verkauft. Es gibt auch Geschäfte, aber die sind hier klein.
Den Lärm, das Gedränge können die Fotos kaum widergeben, es ist so eine andere Welt, es muss hier wohl kaum Beschränkungen geben, sonst wäre das so nicht möglich.


Unser letzter Kaffee in Südamerika. In Chile haben wir uns verliebt, obwohl wir es nur oberflächlich kennenlernen konnten (sagte ich das schon ;-)? Ich fürchte ja, mehrfach!! ).



Wir verabschieden uns mit dem Bild von unserem Balkon, aufgenommen heute früh kurz vor SonnenAUFgang mit den vielen Lichtern von Valparaiso. Bis morgen :-)

R: Totaler Wahnsinn deine Bilder, Danke
K: Danke für die wunderschönen Impressionen. Chile wäre sicher auch etwas für mich, wenn ich den langen Flug bestehen würde. Genießt die Seetage!


*****

Gestern gingen wir mehrere Kilometer vom Hafenausgang ins Stadtzentrum, was sehr interessant war, aber auch anstrengend!

Dabei gab es dann ab und zu einen schönen Fund, wie hier Jugendstilfliesen in einem Hauseingang.

Auf die steilen Hügel kommt man über richtig steile Treppen oder auch mit den Ascensores, einige der vor etwa 100 Jahren erbauten 26 Standseilbahnen werden auch heute noch betrieben und führen mitten ins Herz dieser faszinierenden Stadt.



Irgendwann hat sich auch der Nebel verflüchtigt...




Die riesigen Kräne des Hafens, welcher zu den wichtigsten Häfen ganz Südamerikas und des Pazifischen Raumes zählt, sieht man von fast überall in der Stadt.

Heute treiben wir uns also in der Nähe des Hafenausgangs herum, hier noch ein paar Bilder, in den nächsten Tagen wird es nicht so viele geben, wenn wir erst mal auf dem Pazifik nach Westen unterwegs sein werden...








Roher Fisch wird gleich neben dem Gemüse verkauft. Rohes Fleisch (natürlich ungekühlt) auch.



Ein paar Straßen weiter liegen allerlei Waren zwischen Trottoir und Straße ausgebreitet.





Auch hier Häuser im Kolonialstil und Murals, Murals, Murals...








Dieses Bild zählt zu meinen Lieblingsbildern unserer Reise. Eingefangene Augenblicke wie dieser lassen mich einfach nur dankbar sein! Ein Glück, wenn die Kamera prompt zur Hand und sie auch noch halbwegs richtig eingestellt ist...

Dazu fiel mir gleich folgendes Zitat ein, das in sozialen Netzwerken ein immerwiederkehrender Selbstläufer ist. Plakativ ausgedrückt, beinhaltet es doch grundlegende, in weiten Teilen der Welt gültige Lebenserfahrungen:

"Egal was du einer Frau gibst, sie wird es schaffen etwas Größeres daraus zu machen. Gib ihr Sperma: Sie gibt dir ein Baby. Gib ihr ein Haus: Sie gibt dir ein Zuhause. Gib ihr Lebensmittel: Sie gibt dir eine Mahlzeit. Gib ihr Liebe: Sie schenkt dir ihr Herz. Sie vermehrt und vergrößert alles was man ihr gibt. Achte also darauf, was du ihr gibst!"
Egal was Du einer FRAU gibst, sie wird es schaffen etwas Größeres daraus zu machen. Gib ihr Sperma, gibt sie Dir ein Baby. Gib ihr ein Haus, gibt sie Dir ein zuhause. Gib ihr Lebensmittel, gibt sie dir eine Mahlzeit. Gib ihr Liebe, sie wird Dir ihr Herz schenken! Sie vermehrt & vergrößert alles, was man ihr gibt! Also wenn du sie wie Dreck behandelst, sei bereit eine Tonne SCHEISSE zu erhalten!

Spruch gefunden auf http://www.sprüche.cc
Egal was Du einer FRAU gibst, sie wird es schaffen etwas Größeres daraus zu machen. Gib ihr Sperma, gibt sie Dir ein Baby. Gib ihr ein Haus, gibt sie Dir ein zuhause. Gib ihr Lebensmittel, gibt sie dir eine Mahlzeit. Gib ihr Liebe, sie wird Dir ihr Herz schenken! Sie vermehrt & vergrößert alles, was man ihr gibt! Also wenn du sie wie Dreck behandelst, sei bereit eine Tonne SCHEISSE zu erhalten!

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Mittwoch, 14. Februar 2018

In 90 Tagen um die Welt / Tag 40

14. Februar, Dienstag
Valparaiso, Chile




Eine faszinierende Stadt!

Ich: Was ist heute für ein Wochentag? (manchmal verliert man die Tage hier)
Er: Valendienstag (wie aus der Pistole geschossen)
So einer kann nur aus einem bayrischen Himmel geplumpst sein :-)

Wir bekommen liebe Valentinstagsgrüße von zuhause, nebst Bildern von Frühlingsblumen aus dem Garten. Das freut mich, inzwischen sind wir doch schon lange weg von zuhause, ein bisschen verbunden zu sein tut gut!

Ahhh, das ging jetzt aber schnell mit dem Frühling bei euch :-) Danke für die Bilder und auch, dass ihr uns begleitet! Valentinstagsgrüße :-)



Valparaiso empfängt uns mit dicker Nebelsuppe und einer Flotte von Kriegsschiffen vorm Balkon. Mal schauen wohin das noch geht, heute und morgen...




Im Künstlerviertel bunte Häuser und viele viele Murals.
Überall steile Treppen, die Stadt breitet sich über mehrere Hügel aus. Streunende, aber ganz friedliche Hunde und fehlende Straßenreinigung (olfaktorisch dazudenken). Aber alle zwei Meter was zum staunen und entdecken!











Mein Bein verdeckt leider das "H" (in diesem Fall ist das angeschlossene Emoticon: Gesicht mit Heiligenschein wichtig ;-)  )


Eins geht noch, hab mich wiedergefunden... (ich denke gerade daran, dass die versendete Bilderflut zuhause auf den Handys ein ordentliches Gebimel auslösen wird, bisher hat sich zum Glück noch niemand darüber beschwert)


Ok, das noch, I like :-)

T: Bunt macht fröhlich!!!!

Aber die Sensation des Tages war für mich dieser Gummibaum (könnte ein Ficus elastica sein) Ecke Viktoria Plaza/ Plaza Bolivar



 Kronenraum etwa 2000m²


U: Ich glaub Wahhhnsinn wird jetzt mein Lieblingswort, oder unpackbar phantastisch eventuell auch.
Kronenfläche sagt der W. und er hat recht ;-)
G: In jedem Fall gewaltig! Liebe Grüße :-)


 
Wir üben das jetzt und kommen morgen mit mehr Bildern ;-)


*****


"Im Juli 2003 wurde der historische Stadtkern mit seiner Architektur aus dem 19. und 20. Jahrhundert von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt." (weiß Wikipedia)

Die Stadt fasziniert durch ihre Buntheit und Geschäftigkeit. Viele junge Menschen in den Straßen und eine alte verfallende Bausubstanz bilden einen fast unwirklichen Gegensatz. Alter abgeblätterter Glanz wird durch bunte, durchaus künstlerisch für sich einnehmende Bemalung auf allen möglichen Flächen fast ungesehen gemacht. Morbider Charme vom Feinsten...

 






Nur ein bisschen davon in unseren Städten? Was meint ihr? Mir würde das gefallen...


In dieser Serie könnt ihr unsere Weltreise mit einem Kreuzfahrtschiff um die Südhalbkugel Tag für Tag nachverfolgen. Im ersten Teil jeweils die überarbeitete Fassung einer WhatsApp Gruppe, im zweiten Teil Ergänzungen und weitere Fotos. Ich freute mich immer über Feedback aus der Gruppe, es ergaben sich Impulse und weitere Informationen durch den Austausch, weswegen auch manches davon hier (anonym) mit aufgenommen wurde. Alle Fotos im ersten Teil sind daher Handyfotos.

Diese Serie ist nicht dazu angetan Reiseführer zu ersetzen. Viel eher persönliche Schlaglichter auf Orte, Menschen, Pflanzen und Tiere, die uns für sich eingenommen haben zu zeigen und ein klein wenig nachvollziehbar und lebendig werden zu lassen, was wir auf dieser Reise erlebt haben.

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