Freitag, 18. Mai 2018

Nicht nur / doch nur *11*

Hauswand (Museum)


                                      in Funchal, Madeira


Dienstag, 15. Mai 2018

Blauer Spiegel da unten

Ich brauche immer wieder einmal den Rückzug in die Stille. Öfter wäre besser, aber einmal im Jahr ist auch schon gut. Damit eine bestimmte Referenz für innere Ruhe erinnerlich bleibt.

Alles in mir macht auf und entspannt sich. Nicht nur das Fehlen von Lärm, Geschäftigkeit, auch das Fehlen von anderen Menschen tut gut, obwohl ich wirklich nicht menschenscheu bin.
Allein in der Natur zu sein wirft mich zurück in mich selbst. Zeigt mir, was gerade los ist, was mich beschäftigt, was ich lösen möchte oder muss, was mich stärkt und wohin mein Weg weiterführt. Und es hilft mir als ein Empath loszulassen, was ich von anderen unbewusst aufgeschnappt habe und mit mir herumschleppe. Mit jedem Tag der vergeht werde ich ruhiger, ich denke weniger, ich nehme mehr wahr.

Zunächst fühlt es sich ungewohnt an, die Zeit dehnt sich. Ist Stille mit einer Verlangsamung des Zeitempfindens verbunden? Ich weiß es nicht, aber vielleicht hängt es damit zusammen, dass ich nirgendwohin hetze, meine Energie und Aufmerksamkeit nicht in viele Richtungen zerfransen lasse.


                                                    Selfie mit Selbstauslöser :-)

Hier also der 55ste Beitrag über Irland auf  *kleine freude* mit den schönsten Fotos aus zwei Wochen im April. In einer Landschaft, in der man viele Kilometer gehen kann, ohne auch nur einem anderen Menschen zu begegnen, gerade noch keine Saison für Wanderer. Die Iren im ländlichen Irland gehen nicht wandern und Touristen sind praktisch noch nicht da.

Alle Fotos sind von Westcork und Kerry, von beliebten Orten dort. An Wochenenden trifft man Einheimische auch zu dieser Zeit an den Stränden oder ab und zu mal einen Farmer.


Im Killarney Nationalpark, einem der touristischen Hauptanziehungspunkte Irlands


Strand von Derrynane, Caherdaniel (Ring of Kerry)





Bray Head, Valentia Island



Killarney Nationalpark
Ein paar hundert Meter weiter beim Herrenhaus und im Park ist es busy :-) Geht man Richtung See trifft man niemanden mehr. 



Church Island, Derrynane



Sheeps Head mit Blick auf Beara

Ab und zu in der Stille zu sein ist nicht nur für die Seele und das Gemüt, sondern auch für den Körper wichtig, denn Lärm erzeugt Stress. Dauerstress wird oft gar nicht mehr bewusst wahrgenommen. Soweit eh bekannt. In diesem Link könnt ihr mehr darüber lesen (in englischer Sprache), warum Stille wichtig für uns ist...



Panoramaaufnahme auf einem der Pässe am Sheeps Head (Seefin), links Blick auf Beara, rechts Blick auf Mizen Head.


Alte Straße am Sheeps Head

Das Meer liegt ruhig da, es ist nahezu windstill. Ich höre nur ab und zu eine Hummel. Sonst nichts. Die Luft ist klar, die Sicht weit. Später quellen Wolken, ein kurzer Schauer, dann scheint die Sonne wieder. Die Luft wird angenehm frisch, ich schaue auf den Weg. Dahin muss immer Aufmerksamkeit sein. Das bringt mich in die Gegenwart, zum Rhythmus meiner Schritte spüre ich den weichen Untergrund. Das Gras, das trocken aussieht aber satt Feuchte hat und nach dem langen Winter neu austreibt. Die Weiden, der Schwarzdorn und der Ginster blühen und die Blätter an Büschen und Bäumen beginnen sich zu entfalten. Mein Blick geht abwechselnd zu meinen Füßen und in die Ferne. Ich liebe diese Ausblicke, diese Weite. So gerne ich unter Bäumen und im Wald bin, so herrlich ist es auch in eine offene Landschaft sehen zu können. Irgendwann fühle ich mich als Teil von Allem was da ist, wo ich mich gerade bewege. Es ist groß und gleichzeitig geborgen.


Farm in Caherdaniel

Später im Jahr erscheinen die Hügel grün, jetzt sind es nur die Weiden.



Überall auf den Weiden grasen Schafe mit viel Wolle am Körper ( es ist noch zu früh für die Schur). Die Lämmchen liegen im Gras und dösen, weil sie ja noch kein Gras fressen und daher Zeit haben ;-) Wann immer man sich nähert, laufen sie aufgeregt zur Mutter.





Alte Straße nach Kilcrohane, Sheeps Head

Der schwache Wind treibt die Wolken noch von mir weg, aber ich muss da hinein, mein Auto steht hinter der Kuppe, etwa dort wo der Himmel am schwärzesten ist. Gerade als es heftig zu schütten und zu hageln beginnt, erreiche ich mein Auto. Ich habe über Stunden den Himmel und die schnell quellenden Wolken beobachtet, das Ende eines schönen Wandertages gerettet :-)
Ich genieße die Einfachheit dieser Tage. Die Naturerlebnisse befriedigen so viele Bedürfnisse. Machen mich ausgeglichen und glücklich...

Wieder zuhause merke ich im Laufe der Tage, dass ich mir ein bisschen innere Ruhe herüberretten konnte. Das soll so bleiben!!! Es liegt allerdings wohl nur an mir ;-)



 

Freitag, 11. Mai 2018

Dienstag, 8. Mai 2018

Nicht nur / doch nur *9*

...Wellenbrecher...


                                                Madeira, an der Südküste westlich von Funchal

Freitag, 4. Mai 2018

Leuchtkraft nach dem Regen

Puhhh, das muss noch schnell herein, bevor es hoffnungslos zu spät ist ;-) Kein Jahr ohne wenigstens ein paar Tulpenfotos! Ganz frisch aus Irland, von wo ich gerade erst wieder zurückgekommen bin. 

Ja, es mag so scheinen als wäre ich nur unterwegs, aber glaubt mir, die Sprünge aus dem Haus in dem ich lebe und arbeite folgen einer anderen Zeitlinie. Strudelteig versus Popcorn, oder so ähnlich. Madeira muss also etwas warten, ist eh schon hoffnungslos aus der passenden Zeit gefallen. Also dann gleich ein paar anbetungswürdige Blütengeschöpfe ins Bild!




Gerade als ich in Bantry House and Gardens angekommen war, fing es zu tröpfeln an, das regt eine Irlanderfahrene ja nicht weiter auf. Als es aber ein paar Minuten später heftig zu schütten und hageln anfing, flüchtete ich ins Teehaus, war sowieso auf dem Radar. Nach dem Schauer ist zwar vor dem nächsten Regen, zumindest an diesem späten Apriltag, aber der Leuchtkraft der Blütenblätter schadet das wenige Licht kaum. Im Gegenteil, man kann den Blick eigentlich nicht abwenden! Die Farben sind natürlich, hab sie nicht verstärkt.
  

Es scheint tatsächlich so zu sein, als störte Wärme die Lebensdauer der Blüten mehr als starker Regen, zumindest in der Phase wo die Blütenblätter erst am aufblühen sind... 



Ich bin fasziniert von der Inszenierung hier. Eigentlich denke ich darüber nach, Tulpen auch und nur mehr in Töpfe zu pflanzen.  
In diesen alten Terracottatöpfen die wunderbar mit dem Gebäude harmonieren, kommt die frische pralle Erscheinung dieser herrlichen Frühlingsblumen so gut zur Geltung.



Im versunkenen Gartenteil sind andere Sorten gepflanzt, sie waren noch nicht aufgeblüht, trotzdem schon elegante Erscheinungen!


In allen Töpfen sind frühe und späte, kurz- und langstielige Sorten kombiniert, das ergibt eine schöne Spannung und natürlich auch eine längere Blühzeit. Die Farben sind perfekt auf das Gebäude abgestimmt.



Apropos Inszenierung:
Unterwegs fand ich diese eine Tulpe auf einer Gartenmauer. Konkurrenzlos schön :-)



Ob ich allerdings das Herz haben werde meine Tulpen aus dem Beet zu holen und in Töpfe zu versenken, wird der nächste Herbst zeigen. Vielleicht wird aus dem "oder" ein "und". Könnte mich bitte jemand zu gegebener Zeit daran erinnern?!


Zuletzt eine Komposition aus dem Park von Muckross House. Da sieht man welche Kunst es ist, die richtige Mischung zu pflanzen. Mir jedenfalls gefiel das nicht. Mag sein, dass die Narzissen früher aufblühen sollten und mit den späten Frösten und ungewöhnlicher Kälte eine ähnliche Verzögerung passiert ist wie auf dem Kontinent. Wie auch immer, Tulpen vertragen Mischung nicht so gut, oder was meint ihr? Allein mag ich sie viel lieber...




Nicht nur / doch nur *8*

...eine Baumfrucht...

                          in Funchal, Madeira

Dienstag, 1. Mai 2018

Nicht nur / doch nur *7*

...eine Hausmauer...

                                                                in Funchal, Madeira
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