Mittwoch, 31. Oktober 2012

Ahnungsvoll

Kaum kommt jetzt die Sonne zum Vorschein, beginnt das Wasser alles rundum intensiv zu spiegeln. Es sieht fast so aus, als ob all die Farben und Formen herausquellen würden. So lebendig erscheint alles auf seiner Oberfläche. 
Die tiefstehende Sonne an der Wende zur Jahreszeit, die alles maximal reduziert, ruft einen Tanz hervor. Alles wirkt so satt und real, viel mehr als im Sommer, der Zeit der fahlen Farben. Und es passt so gut zu den Festen, die mit der Welt hinter dem Schleier, zu der wir nur teilweise Zutritt bekommen, zusammenhängen. Nicht grau und tot, sondern tiefgründig und weit, so weit, dass wir es nicht oder nur teilweise ahnungsvoll fassen können.
Schnell verändert sich jetzt die Welt in unseren Breiten, wir müssen uns anpassen und das gelingt langsamer oder schneller, je nach Einstellung. 
Ich brauche immer ein bisschen Zeit. Allerheiligen, Halloween und Samhain, ein Anstreifen an die Welt hinter der Oberfläche dieses Lebens. 

Tief? Weit? Wir sehen es in der Natur: Faszinierend, diese Kraft des Lebens, gerade weil es regelmäßig einer Wandlung unterliegt.




Das Foto ist von meinem Zweitblog, einem Fotoblog, auf dem fast täglich Bilder vom Schlosspark Laxenburg erscheinen. Dieser Landschaftspark in meiner unmittelbaren Nähe ist für mich Naherholungsgebiet und Quelle der Inspiration. Zum 2. Bloggeburtstag morgen sind es etwa 600 Posts und ebensoviele Fotos, die veröffentlicht sind. Es macht immer noch Freude und immer noch springen die Motive vor die Kamera. Besonders jetzt im Herbst.

Kommentare:

  1. liebe elisabeth,
    was soll ich sagen.... mir fehlen die worte.
    nur so viel: ein herrlicher post, wunderschöne worte!
    alles liebe
    margit

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  2. Hallo Elisabeth,
    vielleicht ist es das, was uns an der Jahreszeit so melancholisch macht. Eine Ahnung, dass nach all unserem Treiben, Wirken und Wollen etwas kommt, auf das wir überhaupt nicht vorbereitet sind. Und uns auch nicht vorbereiten sollen, sondern einfach leben, als gäbe es kein morgen. Ich freue mich über den Sonnenschein und die Farbspiegelungen im Wasser auf deinem Bild. Das strahlt gute Laune und Glanz aus. Schönen Dank für das friedliche Bild und die guten Gedanken.
    Herzliche Grüße, Johanna

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  3. Liebe Elisabeth - ein wunderschönes, tiefgründiges Foto. Wer weiß, was noch alles da unten ist? So schön.
    Ich war gestern wieder in diesem Moor, diesmal zeitig genug, um den Einflug der Kraniche zu beobachten. Der Wahnsinn. Zehntausende dieser imposanten Vögel kamen in Schwärmen an. Die rote Sonne ging über den Moorseen unter. Ich habe nicht fotografiert, weil ich nicht wusste, wie bei meiner edlen, neuen Kamera der Blitz ausgeschaltet wird, aber die Bilder hab ich in mir.
    Eine wunderschöne Zeit haben wir jetzt -noch-.

    Alles LIebe Heidi

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  4. Hallo Elisabeth,
    das ist ein fantastisches Herbstbild.
    Momentan allerdings alles Grau in Grau und gleich ist das Licht sowieso weg.
    Die kleine Duftpelarganie hat ein neues Blatt getrieben, ich glaube, das wird was mit ihr!
    Ich habe nachgelesen, und meine, dass es sich um Pelargonium tomentosum handeln könnte?
    VG
    Elke

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  5. Hallo liebe Elisabeth!Erstmal danke für deine netten Zeilen und die Grüße!Das ist eine traumhaft schöne Aufnahme,dachte mir gleich,dass es vom park ist,ja da kann man wirklich entspannen ,Kraft tanken und so vieles mehr!Glückwunsch zum 2. Bloggergeburtstag!Weiterhin viel Spaß hier beim Bloggen!LG Andrea!

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  6. Liebe Elisabeth ich finde Deine Bilder einfach genial. Bei uns war das Wetter heute leider nicht besonders schön, aber Gott sei Dank hat es nicht geregnet.

    lg kathrin

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