Sonntag, 21. Oktober 2012

Zartlila über braun


Die Zeit der Herbstzeitlosen ist fast schon wieder vorbei. Bei uns wachsen sie im September in den Wiesen, versteckt zwischen den kräftigen spätsommerlichen Halmen der Gräser und anderer Kräuter.



Hier ein gänzlich anderes Bild, das entsteht, wenn es auf einer griechischen Insel, wie hier auf Zakynthos wochenlang nicht regnet und es dann im September mal an drei hintereinander folgenden Tagen für eine kurze Zeit einen ordentlichen Guss vom Himmel macht.



Unterwegs zu einer alten Klosteranlage (Panagia Skopiotisa) oben auf dem Berg sehen wir diese anmutigen Herbstblumen an manchen Stellen flächendeckend auf dem Weg wachsen und blühen. Dazwischen keimt allerlei anderes Kraut. Es genügt ein bisschen Regen und alles ist grün, fast wie bei uns im Frühling. Und auf eine Art bedeutet das Ende des Sommers für diese Region, obwohl auch hier der Winter einkehren wird, trotzdem auch wieder einen kleinen Neubeginn für Leben. Die große Durststrecke ist vorbei, die Hitze, die dem Wachstum Hemmnisse auferlegt hat, ist gebrochen. Mit den ersten Regentropfen schießen Pflanzen aus dem Boden und nützen ihre Chance. Wenn der Winter mild verläuft werden sie es weit bringen.
Zakynthos liegt nicht sonderlich weit von uns entfernt und doch präsentiert sich hier eine gänzlich andere Welt, ein anderer Lebensrhythmus ist möglich. Wir am Rande der Alpen lebend stellen uns auf eine scharfe Zäsur ein und ich muss sagen, dass mich dieser Umstand wenig begeistert. Wie jedes Jahr übrigens.

Nun, bei uns wird über einige Zeit draußen nicht viel blühen können, aber *wir* waren das letzte halbe Jahr schlau und vor Allem emsig und haben viele Bilder zusammengetragen und manche finden hier Eingang, weil sie erinnern, gute Gefühle auslösen und manchmal fröhlich machen, wie diese kleinen, über den Weg schwebenden lila *Elfenkinder*. 

     

Kommentare:

  1. Schön zarte Geschöpfe sind das, liebstige Elisabeth! Und stimmt, in sonst recht heißen Regionen bedeutet der Winter Aufblühen, bei uns hingegen Absterben, so hab ich das noch nie betrachtet. Aber mir fällt heuer erstmals bei mir selber auf, dass ich den Herbst, so wie er HIER ist, in mich einsauge, denn dort, wo ich jetzt hinfahre, wird das Klima und somit der Herbst zumindest streckenweise ziemlich anders sein. Im Yosemite *) schneit's zum Beispiel dieser Tage und in LA und Las Vegas hat's zwischen 25 und 28 Grad. *) Übrigens, für dich werde ich dort und wo es sich sonst noch ergibt, bestimmt ein paar Bäume umarmen :o)! Mein Giveaway ist auch schon fertig, wenn du Lust hast, kannst du dich schon ins Lostopferl begeben ;o))
    Küschelbüschelchen von der fast reisefertigen trau.mau

    AntwortenLöschen
  2. Wie schön, Elisabeth. Ich freue mich auch nicht gerade riesig auf die farblose Zeit. Die wirst du uns dann ja verschönern mit deinen Fotos. (Ein paar hab ich auch in petto) - Noch goldet es ja überall vor sich hin, aber wenn das Gold erstmal gefallen ist... Nun ja, ein bisschen jammern gehört ja auch dazu.
    LG Heidi

    AntwortenLöschen
  3. Ganz ehrlich, ich habe bis jetzt noch nie Herbstzeitlose in freier Natur gefunden. Die sehen wirklich toll aus.

    lg kathrin

    AntwortenLöschen
  4. Oh, wie schön, was für eine Pracht!
    Ist das wohl dieselbe Art wie bei uns?
    VG
    Elke

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ich weiß es nicht, aber mir kam vor, die Blüten waren insgesamt zarter und kleiner als bei uns, sie wirkten sehr anders, auf dem nackten rotbraunen Boden.

      Löschen

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...