Dienstag, 6. September 2011

Trabant-ische Reminiszenzen

Es gab schon länger keinen Post über Autos. Jetzt ist es wieder soweit. 
Auf dem Weg in den Norden gondelten wir mit unserem langweilig heutigen Auto durch hügelige Landschaften, die ein wenig wie das österreichische Alpenvorland aussehen. Nur die riesigen Ackerflächen mit verfallenden landwirtschaftlichen Genossenschaftsgebäuden erinnerten laufend daran, dass wir uns hier durch ehemaliges Ostblockland bewegten. Mitten dort Zwickau, ein wunderhübsches Städtchen. Mittlerweile saubere Luft, die Bergwerke stillgelegt, keine Braunkohle mehr am heizen. Am Stadtrand das Automuseum Horch.
Sehr empfehlenswert. Ich bin sonst ja eher nicht technisch interessiert, aber hier gibt es jede Menge Style. Autos aus den Anfängen der Motorisierung, 25km/h eine Offenbarung. Die ausgestellten Motoren alle auf Hochglanz geputzt. No na.



Da wir hier im Osten sind, gibt es auch den Trabant zu sehen und die Herstellung desselben filmisch aufbereitet. Wusstet ihr, dass die Karosserie dieses Autos aus Baumwolle und eine Art Kunstharz hergestellt wurde? So was gab es wahrscheinlich sonst nirgends auf der Welt.
Mitten in der Stadt bekommen wir dann noch einen angemeldeten Trabant auf der Straße zu Gesicht, eine mittlerweile schon vom Aussterben bedrohte *Art*. Diese Autos sind mir recht vertraut, es gab sie ja auch in Ungarn in Mengen vor der Wende, meine Verwandten fuhren welche und ich kann mich noch jetzt an das Motorengeräusch erinnern und an den Gestank, den der Zweitaktmotor via Auspuff absonderte. 

Keiner kam dort allerdings je mit solch einer fröhlichen Farbe daher. Weiß, grau, beige und alle Farbtöne dazwischen sind es, woran ich mich erinnere.






Gut möglich, dass man diese Autos sehr bald nur mehr im Museum sehen wird können. Ein anderes Innenleben und ich würde damit fahren, dieser fahrbare Untersatz ist so oldschool, dass es schon wieder Style hat.  
Zu viel Schnickschnack? Mitnichten, Lenkrad, Bremse, Kupplung, Blinker und ab geht die Post!

Kommentare:

  1. Hallo Elisabeth,
    ja, die Trabis liegen wohl wieder voll im Trend. In Berlin kann man eine Trabi-Safari machen, eine Stadtrundfahrt mit quitschbunten Trabis. Leider hatten wir nicht genug Zeit, ist aber sicher eine lustige Sache! :-)
    LG Angelika

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  2. Liebe Elisabeth! Unser Fiat 500 hat auch einen Zweitaktmotor und es ist schon ein spezielles Erlebnis mit einem solchen Auto zu fahren - so ganz anders als mit einem modernen Wagen. In der Mongolei waren wir mit UAZ-Bussen unterwegs, die werden heute noch so gebaut wie vor 50 Jahren, dieses Fahrerlebnis ist geradezu unbeschreiblich.

    lg kathrin

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  3. haha, die farbe ist schon sehr augenkrebsig.. aber hat schon was irgendwie.. man kann sich diesem retro-charme ja kaum entziehen. :)

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  4. Das erste Foto ist sensationell, früher hab ich auch mal solche gemacht. Wir waren schon lange in keinem Auto- bzw. Motorradmuseum mehr.

    Und dieses Grün - herrlich!

    Sigrun

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