Sonntag, 19. Dezember 2010

Fröhlicher Advent / Vier

Da ist es nun schon, das letzte Adventwochenende, hinter meinem Bildschirm lassen die letzten Sonnenstrahlen des heutigen Tages den Schnee im Garten glitzern, dass es eine Freude ist.
Wir nähern uns dem Fest, an dem kaum in einer Familie nicht gesungen wird.


                                       aus dem Comicband Fröhliche Weihnachten von Uli Stein

Singen hat etwas schönes und verbindendes - und in unserer Familie etwas unfreiwillig komisches. So geht es bei uns zu Weihnachten ab dem Zeitpunkt, wo die Lichter am Christbaum brennen und wir zu singen beginnen, selten richtig ernst zu. Auch heute noch, nach all den Jahren.

Und das kam so: Drei Burschen, in den verschiedenen Stadien der Pubertät befindlich, gaben sich alle Mühe einmal im Jahr für eine Stunde ganz artig zu sein, der Mama nicht die Freude zu verderben und gute Miene zum bösen Spiel zu machen. Irgendwie klang das über mehrere Jahre, wie es eben in solchen Fällen klingen musste, schräg. Als sich dann die Lage stabilisiert hatte übernahm unser jüngster Sohn diese für Erheiterung sorgende Ehrenaufgabe, wir hatten uns ja schon so daran gewöhnt.
Nicht dass wir nie geübt hätten, viele Jahre und Adventabende bei Kerzenschein, basteln, vorlesen und singen mit Gitarrenbegleitung waren mit dem ersten Ton eines zu schnell wachsenden Stimmbandes zunichte gemacht worden. Da half auch das mehrjährige Mitwirken in einem großartigen Kinderchor fürs erste nichts. Vordergründig versteht sich. Aber Töne, besonders die falschen schieben sich nun mal gerne in den Vordergrund und in einer musikalischen Familie ganz besonders. 




In den darauf folgenden Jahren wurden verschiedenste Strategien angewendet. Keine hörbaren Töne zu produzieren war noch die harmloseste. Eine andere, auch gerne verfolgte war die, besonders laut zu singen, um damit vom sich genieren abzulenken. Nun, ihr könnt euch jetzt sicher vorstellen, dass wir fröhliche Weihnachtsabende hatten, denn auf das singen wollten wir doch nicht verzichten!

Zur Feier des nun letzten Wochenendes vor Weihnachten noch ein Comic von Uli Stein für alle, die mal eine Alternative zum bisher gewohnten aufputzen (schmücken) des Christbaumes suchen (mein liebster Mann konnte über dieses Bild nicht lachen, verzeiht alle Männer da draußen, ich will euch wirklich nicht nahetreten!).

Kommentare:

  1. Hi du Liebe!
    Also erst einmal DANKE für deine lieben und aufbauenden Zeilen - und ja, sowas wie diese Welse ist wohl einzigartig! Und dann: Zu deinem heutigen Posting fällt mir so einiges ein: Mein Mann ist ein echter Uli-Stein-Fan, und gerade Steins innovative Christbaum-Aufputz-Anregung gefiel ihm ganz besonders. Was für ein Pech, dass wir gar keinen "richtigen" Christbaum haben, sondern eher künstlerische Versionen davon - zum einen das aufgeputzte Eisenkunstwerk "Die Frau im Birnbaum", das unser Freund Edwin Strasser-Hölzl geschmiedet hat - ein Amstettner Metallbildhauer - zum anderen ein bizarr geformtes ehemaliges Hängeweidenbäumchen, das irgendwann mal abgestorben ist und das ich wegen seines hübschen Aussehens nicht entsorgen wollte. Es darf jetzt aus unserem Brennholzkorb "wachsen" und ist wunderhübsch weihnachtlich geschmückt. Für "mehr Baum" ist dann in unserem kleinen Haus schon kein Platz mehr, außerdem bin ich eh nicht so der Freund abgeschnittener Tannen (früher hab ich meinen Gummibaum aufgeputzt, dann gab es eine Lebende-Christbaum-Phase, die immer in der Frage "wohin damit nach dem Fest" mündete...) Ja, und zum Thema Gesang: In unserer Familie ist es leider so, dass keiner von uns wirklich gut (oder zumindest annehmbar) singen kann, aber einige Mitglieder ein ziemlich ausgeprägtes musikalisches Gehör haben. Wir reduzieren daher den weihnachtlichen Gesang auf das offenbar unvermeidliche "Stille Nacht" und lassen ansonsten Profis von der Konserve ran. Heuer werde ich allerdings vielleicht die Komposition ”4,33” von John Cage vorschlagen:
    http://www.sterneck.net/john-cage/sterneck/index.php
    Friedlicher und stiller kann Weihnachten dann wohl gar nicht sein ;o)
    Auch von mir an dich & deine Lieben ganz liebe Weihnachtsgrüße! Herzlichst Traude

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  2. Einfach wieder köstlich, liebe Elisabeth. Es macht mir immer riesigen Spaß, Deine Texte zu lesen.

    Liebe Grüße
    Jutta

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  3. also ich kann da ja absolut keine gemeinsamkeiten erkennen... du musst von einer anderen familie erzählen ;D

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  4. sagte der jüngste und singgeschulte spross, der dieses weihnachten ein mikrofon in die hand gedrückt bekommen wird

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