Montag, 24. Februar 2014

Vom Eintauchen und Ankommen

Reisen ist:
Immer wieder ankommen,
atmen,
das Herz öffnen.



Keinen Ort hinter sich lassen,
ohne wirklich dort gewesen zu sein.
             


Ankommen. Das Gefühl angekommen zu sein kommt merkwürdiger- weil unerwarteterweise mitten auf dem Wasser auf. Weniger an den Gestaden, an Land, das als Ziel einen Namen und ein wiedererkennbares Gesicht hat. Ein ganz bestimmtes, immer wieder Abrufbares. 
Inmitten des Meeres mit Blick auf die weite Ober-fläche fühle ich staunend eine intensive Verbindung mit diesem riesigen Körper, in dem man so schnell verloren gehen könnte und in dem keine Stelle festzumachen geht. Faszinierend die Kraft des Wassers, die wir im Alltag in Städten lebend nur gezähmt wahrnehmen. Ordnend und rückverbindend wirkt es in mir, obwohl ich mich in einer schützenden Schiffshaut darin mitbewege. 





Wo nichts den Blick verstellt, fühle ich mich verbunden mit der Größe und Kraft dieser Erde. Mit meinen eigenen Ressourcen. Angekommen im andauernden Fluss der Veränderung. Festhalten wollen wir was wir lieben, was uns scheinbar Sicherheit gibt, was uns nährt. Manchmal klappt das auch. Für eine Zeit. 

Wenn ich eine Reise machte rund um den Erdball, dann um einen Ein-druck zu bekommen: Von der Größe, Weite und Ausdehnung unserer Welt. Auch das gelänge wahrscheinlich eher nur zweidimensional. Kann man sich mehrere Kilometer in die Tiefe des Meeres überhaupt vorstellen? Immer nur Wasser, Salzwasser, das hin und her schaukelt, strömt? In meiner Kleinmädchenvorstellung sehe ich mich auf dem Schiff, wie in einem riesigen Stehaufmännchen. Vom Wind hin und her gedrückt, immer wieder sich selbst aufrichtend. Das Gewicht liegt dort, wo wir eingetaucht sind. Wir geben Gas, haben eine Richtung, ein Ziel. Das Auge glaubt nicht, was der Kopf weiß. Ist inmitten dieser endlos weit scheinenden Fläche mit dem Strich im Blickfeld ein Ankommen möglich? Vielleicht leichter als anderswo...

Ich musste immer schauen. Es tat so unendlich gut.




    

Kommentare:

  1. Liebstige Elisabeth,
    ja, das sind Weiten - und doch ... auch ich empfinde beim Meer etwas "Zuhausiges". Ich glaube, das sind die Urinstinkte der Zellen. Wir kommen alle aus dem Wasser. Deshalb die Sehnsucht danach - und nach dem Schaukeln, wie auf einem Boot, wie im Mutterleib, wie beim Treibenlassen auf sanften Wellen in Ufernähe. Fein! Ebenfalls fein: Die Stimmung in deinem muskkalischen Irlandpost! Hinwollen - sofort! Wird nix. Aber: Im nächsten Jahr scheint es damit jetzt wirklich was zu werden, unsere heurigen Pläne richten sich bereits danach aus! Und dann werde ich dich natürlich um Tipps fragen, damit ich wieder Neues und Anderes sehe als beim letzten Irlandbesuch! :o))
    Dafür kann ich mich möglicherweise mit einem Tipp revanchieren, der in eine ganz andere Richtung geht - du hast doch Schlafzimmer-Renovierungspläne mit Sonneuntergangsfarben-Tendenz - vielleicht findest du Petras posting daher so inspirierend wie ich:
    http://nostalgie-garten.blogspot.co.at/2014/02/bedroom.html#comment-form
    Ganz liebe rostrosige Montagsgrüße, Traude
    .•´ ♛ ¸.•*´¨) ♥ ¸.•*¨) ♬ ¸.•´¸.•*´¨) ♛

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  2. Liebe Elisabeth
    Deine "kleine Freude" ist für mich eine grosse Freude. So schöne Bilder, Erzählungen. Danke schön!
    liebe Grüsse, hier ist es sonnig und warm, das wünsch ich Dir auch
    Elisabeth

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  3. Die Bilder sind toll, Du hast wirklich einen super Blick für Naturaufnahmen!

    lg kathrin

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  4. Liebe Ingrid....herrlich, wundervoll!
    In sich Ankommen ist immer und überall möglich. ♥

    Liebste Grüessli
    Julia

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    1. Hab eben bemerkt, dass ich dich fälschlicherweise nicht mit deinem richtigen Namen angeschrieben hab. Tschuldigung liebe Elisabeth!
      Manchmal komme ich mit den Blogs und Namen durcheinander...aber ich hatte schon dich vom Bild im Kopf. ;-)
      Ziegt aber auch...unbedingt aufmerkamer sein.

      Grüessli
      Julia

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