Mittwoch, 29. Januar 2014

Reisen im Alltäglichen

Heute mal zum Alltäglichen. Alltäglich die gleiche Zeitung lesen, denselben Briefkasten öffnen, dieselben Leute in der Arbeit treffen, die gleichen Gewürze in die Suppe tun und das gleiche Waschmittel in dieselbe MASCHINE kippen.

Wenn da nicht immer wieder aufregende Türen wären, die zu öffnen sich lohnt um sich neue Welten lustvoll zu erschließen, müsste ich immerfort mein Leben hinterfragen und das endete in Frustrationen ohne Ende.

Wohl in einem früheren Leben als kleine Schaustellerin durch ganz Europa getingelt (mal halb erfroren und seither kälteempfindlich), aber den Anregungen immer neuer Blickwinkel hemmungslos ausgeliefert, gibt es kaum etwas, das ich immer auf die gleiche Weise tun kann. Oh Mann, nicht einmal eine einfache Speise genau gleich zubereiten oder zur selben Zeit jeden Tag aufstehen. Bin ich draußen in der Natur ist es anders, da ist Abwechslung Programm und das reisen per se sowieso eine einzige Quelle der Inspiration. Ich bin leidenschaftlich gerne unterwegs, das Alltägliche anderer Leute schauen.


Gott der Natur Pan hatte immer einen Platz im Volksglauben, hier als Türklopfer mit eichenlaubigen Augenbrauen und ehrfurchtgebietendem Blick. Gesehen im Burgenland bei Deutschschützen

In den Weiten der weltweiten Kommunikationswirklichkeit entdeckte ich vor einiger Zeit einen literaturafinen Blog, den auf Buchspezifisches einzugrenzen eine grobe Verkürzung wäre. Die Wildgans: Wildgans`s Weblog macht mir seither fast täglich eine kleine Freude, hier eine Empfehlung für diesen Blog (den ihr ab jetzt auch in der rechten Seitenleiste findet). Es tönt vergnüglich, wenn diese Türe aufgestoßen ist. Vielseitig, nicht berechenbar, zum nachdenken anregend, weitere Türen aufstoßend.

Ach, und Gerhard Polt macht wieder von sich reden, so hörte ich gestern beim bügeln in etliche seiner Programme rein und freue auf den neuen Film "Und Äktschn"! Realsatire beflügelt und eins zwei drei sind die Hemden fertig und ich fantastisch beflügelt unterwegs...


  

    

Kommentare:

  1. das sind ganz wunderschöne (und ach so wahre) zeilen, liebe elisabeth!
    glg
    margit

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  2. Liebe Elisabeth, wie oft beschweren wir uns über das Alltägliche, und wenn es dann mal unterbrochen wird, z.B. durch einen Krankenhausaufenthalt, erkennen wir, wie toll das Alltägliche doch ist. Sie gibt Sicherheit. Und wenn wir etwas daran ändern wollen, können wir das ja tun!
    Liebe Grüße von
    Nina

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  3. Ach liebstige Elisabeth,
    ich glaube, ich war auch eher eine herumfahrende Schaustellerin oder so, vielleicht reiste ja eine Ziege mit, aber das mit der Ziegenhirtin in Griechenland, das glaube ich nicht. ;o)) Nicht dass ich Griechenland nicht mögen würde, aber ich hatte kein "Nachhausekommen-Gefühl". Vielleicht bin ich mit Heidschnucken http://de.wikipedia.org/wiki/Heidschnucke durch norddeutsche Moorlandschaften gewandelt - das sind Schafe, die wie Ziegen aussehen und decken somit BEIDE Leidenschaften ab..., und ich liebe die Ruhe in diesem Gebiet und die Landschaft... Oder ich war einstens in und durch Irland unterwegs, die Begisterung für irische Musik und die Menschen und natürlich auch wieder die Landschaft dort, die Haarfarbe, die Vorliebe für Grün ... würden jedenfalls gut passen ;o))) Vielleicht sind wir sogar irgendwann mal gemeinsam herumgezogen. Parallelen gibt es jedenfalls einige. Ich versuche auch, meine Alltagswege immer ein bisserl anders zu gehen oder zu fahren - zu meinem Arbeitsplatz habe ich bestimmt schon 10 verschiedene Varianten ausprobiert, das gehört
    für mich zum Thema "Freiheit"... Und auch beim Kochen geht's mir so wie dir... Ich glaube, es gibt Menschen, die froh sind über das Alltägliche, das ihnen eine Stütze gibt, ein Grundgerüst fürs Leben... Für andere, und da zähl ich mich und nun auch dich dazu, ist der Wandel, die Abwechslung das Grundgerüst. Beides hat seine Exitsenzberechtigung, weil jeder Mensch (oder jeder "Menschenschlag") eben andere Bedürfnisse hat, aber für mich persönlich wäre es auch der Untergang, IMMER alles auf die gleiche Weise ablaufen zu lassen...
    Fühl dich geherzt, meine Liebe - und wenn du Zeit hast kannst du mal bei der Rostrose reinschauen, die hat da ein schrulliges grünes Modeshooting in Laxenburg gepostet ;o))
    Busserle, die trau.mau

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