Samstag, 3. März 2018

In 90 Tagen um die Welt / Tag 57

3. März, Freitag
Seetag Richtung Königreich Tonga, Südpazifik


Von diesem Tag gibt es keine Nachrichten nachhause.



*****

Mit dem halben Tag Zeitverschiebung zuletzt gab es die Bilder und Berichte von Bora Bora erst einen Tag später. Bald hechle ich auch nicht mehr den Tagen hinterher. Auch die Kamera darf sich heute ausruhen :-)



Der Pareo in halber Größe erweist sich als praktischer Rockersatz. Jetzt ein Jahr später bei eben erst durchgestandenen Dauerfrosttagen sehne ich mich nach der Zeit, wo frau genau so bekleidet unterwegs sein kann.

Wie auch immer, im Tagebuch habe ich vermerkt: Kaum einen Seetag haben wir zum ausruhen mehr gebraucht als den heutigen. Wir lassen den Tag gemütlich vergehen. Für den ausgeschriebenen Galaabend und den Ball der Offiziere habe ich zunächst keine Lust, aber einmal geduscht und angezogen macht es dann doch Spaß. Schön essen, dann tanzen, später auf dem Freideck mit netten Menschen in der angenehm warmen Abendluft zusammensitzen. Wunderbar!

In der Nacht passieren wir die Datumsgrenze und sind dann ab morgen genau 12 Stunden VOR Mitteleuropäischer Zeit. Wir verlieren also den 4. März, dieser Tag kommt in unserer Biografie nicht vor :-)

Interessanterweise gab es im Vorfeld unter den Reisenden einige Verwirrung: Würde ab der Datumsgrenze die Uhr zurück oder vorgestellt werden? Da wir ja beständig Richtung Westen fahren, zwar einen Kalendertag verloren, aber ab dem nächsten Tag wieder 12 Stunden gewonnen haben, kann ab nun getrost wieder an diesen Stunden geknabbert werden ;-)

Am Abend können wir den "Stern des Südens" sehen. An diesem Sternbild haben sich früher die Seefahrer orientiert. Im Norden ist das Sternbild des Orion gut zu erkennen. Er steht hier hoch am Himmel. Allerdings sieht er anders aus als zuhause! Die Gürtelsterne sind in die andere Richtung geneigt und Sirius mit dem Großen Hund steht oberhalb! Zuhause folgt er ja dem Himmeljäger links unterhalb auf dem Fuß und liegt so tief unten, dass man meist nur den Kopf des Hundes sehen kann. Das hat mich schon etwas platt gemacht, aber es ist logisch, man schaut von einer gänzlich anderen Seite auf den Himmel :-)


In dieser Serie könnt ihr unsere Weltreise mit einem Kreuzfahrtschiff um die Südhalbkugel Tag für Tag nachverfolgen. Im ersten Teil jeweils die überarbeitete Fassung einer WhatsApp Gruppe, im zweiten Teil Ergänzungen und weitere Fotos. Ich freute mich immer über Feedback aus der Gruppe, es ergaben sich Impulse und weitere Informationen durch den Austausch, weswegen auch manches davon hier (anonym) mit aufgenommen wurde. Alle Fotos im ersten Teil sind daher Handyfotos.

Diese Serie ist nicht dazu angetan Reiseführer zu ersetzen. Viel eher persönliche Schlaglichter auf Orte, Menschen, Pflanzen und Tiere, die uns für sich eingenommen haben zu zeigen und ein klein wenig nachvollziehbar und lebendig werden zu lassen, was wir auf dieser Reise erlebt haben.



Kommentare:

  1. Jetzt fange ich doch an mitzuverfolgen ;-) Und solch ein sommerliches Foto weckt die Hoffnung auf andere Jahreszeiten!
    LG
    Astrid

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  2. Was für ein schönes sommerliches Bild nach dem Dauerfrost. Hoffentlich wird es jetzt auch hier endlich Frühling.
    VG
    Elke

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