Sonntag, 17. April 2016

Nicht nur Tulpen

Nun sind wir schon mitten in der ersten vollen Saison mit unseren Bienen. Enkelbienen, denn nicht wir machen die Arbeit, wir genießen nur und stellen Leckerbissen zur Verfügung. Ja, besser gehts nicht. Als hätte ich es vor Jahren schon geahnt, pflanzte ich mit Vorliebe größere Flächen mit kleinblühenden, bodenbedeckenden Stauden oder Kräutern, vordergründig um weniger Arbeit zu haben. Als ich dann festgestellt hatte, dass mir das gefiel und außerdem die Pflanzungen im Garten so auch noch besser zur Geltung kamen blieb ich dabei. Perfekt als Bienenweide, Honig mit Kräuterwürze, quasi.



Dieses Jahr erleben wir eines der schönsten Frühjahre überhaupt! Es gab Jahre da wurden wir von heute auf morgen vom Winter in den Sommer versetzt. Ich kann mich nicht erinnern eine so langandauernde Blühperiode bei Bäumen und Sträuchern erlebt zu haben wie dieses Frühjahr. Die Kirsche blüht noch immer. Dazu kommt, dass vielleicht durch den milden Winter bedingt die Bäume eine enorme Blütenfülle zeigen. Wir hier im Wiener Raum erleben eine Pracht, wo immer wir uns bewegen, es leuchtet weiß, rosa, gelbgrün und inzwischen auch zartgrün von oben.
Im Bild unten seht ihr unser Wollziestbeet, das bald mit lila Blütenkerzen geschmückt summen und brummen wird. Die Bienen, Hummeln und Wespen lieben ihn!



Genauso ein Hit: Die Katzenminze, sie blüht jetzt schon auf. Ich bin froh, dass ich das jäten bereits im März erledigen konnte, wenn die Blüten erstmal da sind kann man kaum mehr ins Beet steigen, nur mit langer weiter, unten geschlossener Hose oder bei Regenwetter. Und wenn sich die Minze den ganzen Raum genommen hat, ist "Unkraut" kein großes Thema mehr.


Hier unser Gemüsebeet. Diese Einfassung mit Blech hält die Schnecken vom Festmahl ab (sorry meine Lieben), das klappt hervorragend, wenn nicht Zucchiniblätter eine elegante grüne Brücke darüber spannen, die Schnecken sind klug (alles schon gehabt). Wir verwenden kein Gift mehr, auch kein Schneckenkorn und ich muss sagen, es klappt erstaunlich gut auch so.
Das Gemüsebeet liegt an der Südwand des Hauses und bekommt nach einem sonnigen Tag die Wärmeabstrahlung während der Nachtstunden gratis geliefert. 
Ein Neuzugang: Eine weiße Johannisbeere auf Stamm. Im Hintergrund beginnen auch die Himbeeren schön zu treiben.


Den Lavendel habe ich ordentlich getrimmt, die Stöcke sind teilweise alt, aber sie treiben brav und die Bienen lieben ihn. Unser Duftschneeball am Bach im Bild rechts im Hintergrund gibt seinem Namen alle Ehre, es ist eine Freude in der Nähe zu werkeln.
Links hinten wächst der Giersch unter den Sträuchern, macht aber keine Probleme. Ich habe ihn akzeptiert, er macht das Unterholz grün. In all den schattigen Bereichen Stauden zu pflegen schaffe ich nicht, wir haben also Frieden geschlossen.



Hier also meine ältesten Tulpen im "Gierschbett". Die Zwiebeln sollen ja Wühlmäusen schmecken, in unserem Garten leben allerlei solcher Tiere, die Tulpen lassen sie in Ruhe, sie kommen jedes Jahr wieder. Ich liebe diesen Farbkontrast!



Nochmal die Himbeeren, darunter Erdbeeren und rechts an der Mauer die Feige, die diesmal wieder einen kräftigen Rückschnitt bekommen hat.



Ich lasse die Tulpenzwiebeln immer in der Erde, was zwar beim einziehen nicht so schön aussieht, aber keine Arbeit macht. Dafür kommen dann solche Exemplare vor, die Blüten werden unberechenbar scheckig oder melliert, zeigen so aber eine größere Vielfalt. Im Sommer kommen Sommerblüher an die Stelle. Auch die Tulpen blühen dieses Jahr vergleichsweise extrem lange. Ich bin total entzückt darüber!!! 



Die erste Knospe an der englischen Rose Lady Emma Hamilton. Ich mag diese Sorte für den herrlichen Duft der changierend tieforangen Blüten, aber auch der Blattfarbe beim austreiben. 


Ursprünglich hatte ich für diesen Beitrag nur Tulpenbilder aus dem Garten geplant gehabt. Wünsche zu erfüllen macht auch Freude und weil Sigrun von Hillside Garden darum bat teile ich hier meine Frühlingsgartenfreude mit euch allen. Zum Glück hatten wir auch immer wieder Regen in den vergangenen Wochen, sodass die Arbeit leicht fällt und die Luft von Pollen immer wieder freigewaschen wurde.
Frohes werkeln im Garten, auf der Terasse, Balkon oder beim Guerilla gardening, in diesem hoffentlich auch bei euch herrlichen Frühjahr, wünscht euch eure tulpenverliebte 
Elisabeth

Kommentare:

  1. Ein interessanter Gartenrundgang! Deine Beobachtung teile ich: Unsere Magnolie hat uns über 7 Wochen erfreut ( da gibt es auch einen Post bei mir dazu...), und die Kirsche im Anschluss daran. Ich kann mich nicht erinnern, dass das jemals so war...
    Grüße nach Wien!
    Astrid

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  2. So schöne Fotos aus deinem Garten, da haben die Bienchen eine bunte schöne Mischung zur Auswahl.
    Liebe Grüße
    susa

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  3. Liebe Elisabeth, vielen Dank für den tollen Rundgang durch den Garten. Ein Schneckenzaun hilft schon viel. Ohne diesen würden wir auch kein Gemüse ernten. Seit heute steht er wieder rund um den erweiterten Gemüsegarten.

    lg kathrin

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  4. Liebe Elisabeth,
    Deine Tulpen blühen wunderbar! Danke für den schönen Gang durch Deinen Garten! Unsere Rosen haben auch die ersten Knospen gebildet :O)
    Ich wünsche Dir einen guten Start in eine schöne neue Woche!
    ♥ Allerliebste Grüße, Claudia ♥

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  5. ein wahres Gartenparadies. man möchte eine Biene sein, wenn's nicht so ein kurzes Leben wäre!

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  6. ein kleines Paradies hast du da..
    wunderschöne Bilder
    die lange Blütedauer hängt wohl mit dem kühlen Wetter zusammen..wäre es schnell warm geworden
    dann wäre schon alles verblüht
    liebe Grüße
    Rosi

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  7. Was für ein schöner Garten. Da kannst Du die Arbeit bestimmt genießen. (Vorsicht, Rücken!!!)
    LG
    Magdalena

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