Sonntag, 27. Dezember 2015

Rauhnächtliche Gedanken

Von Jahr zu Jahr spüre ich ihn mehr: Den Zauber dieser Tage. Beginnend mit dem Weihnachtstag, an dem wunderbar großfamiliärer Trubel herrscht, hinübergleitend dann in freie Tage, die auch Raum haben für spontan aufkeimende Ideen oder Tätigkeiten die gerade aus dem Augenblick heraus Freude machen. Da ergeben sich Begegnungen oder Informationen kommen auf mich zu oder die eine oder andere unvorhergesehen Überraschung. Nichts Großes meist, aber vielleicht Bedeutungsvolles. Der Symbolkraft der Rauhnächte zwischen 25. Dezember und 6. Januar folgend, gehe ich entspannt beobachtend durch diese Tage. Das Leben geht seinen Gang, Termine fallen an und all die Tätigkeiten, die mich den Tag über beschäftigen bringen in der Regel keine besonderen Vorkommnisse. 



Am Abend fühle ich allerdings noch mal in den vergangenen Tag hinein. Manches habe ich gleich wahrgenommen, anderes sehe ich aus der abschließenden Zusammenschau. Ich fühle der Qualität, der Stimmung, den Gedanken und Gesprächen nach und richte mich bewusst neu aus, wenn mir etwas im Nachhinein nicht gefällt. So viel liegt in einem Tag! So viel liegt in jedem Tag unseres Lebens, trotzdem leben wir die Tage, als gäbe es sie in unendlicher Reihenfolge, ohne Ende, ohne bestimmte Aufgabe, ohne tieferen Sinn. In diesen Tagen empfinde ich anders und möchte diese Behutsamkeit mitnehmen, weiter in all die Tage des kommenden Jahres hinein. Mitnehmen ins JETZT. Ohne meine Kraft abzulenken oder zu zerstreuen. Wenn man so will: Ein Vorsatz. Wenn es zwölf Tage lang klappen kann, warum nicht auch danach?! Es fühlt sich gut an, bewusster mit Lebenszeit umzugehen...

   

Kommentare:

  1. Liebe Elisabeth,
    ein sehr schöner Post. Und Du hast recht, es ist
    so viel wert, wertvoller mit der Zeit umzugehen!
    Glg Christiane

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    1. Ich vermisse diesen Zauber. Ich spüre ihn nicht mehr. Das war als Kind, als Jugendliche und auch als junge Erwachsene ganz anders.

      Jedes Jahr versuche ich es. Aber leider gelingt es mir nicht. Ich denke, es liegt daran, dass ich schon so viele Schicksalsschläge hinnehmen musste. Es kommt immer nur noch mehr Mist, nie mal etwas Gutes.

      Alles Gute für das neue Jahr!

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    2. Das tut mir leid! Versuche es trotzdem weiter, ich finde am schlimmsten ist es zu resignieren. Versuche das Gute zu erwarten, lass dich überraschen, schau auf die andere Seite und sieh die kleinen Zeichen dafür. Ich wünsch dir von Herzen, dass du den Zauber wiederfindest...

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  2. Gerade das dachte ich gestern auch, wir haben oft die gleichen Gedanken. Die Zeit einfach bewußter erleben, es gelingt nicht immer. Wie gut, dass wir dich haben - du schreibst es für uns auf.

    Sigrun

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  3. *Es fühlt sich gut an, bewusster mit Lebenszeit umzugehen...*
    Das habe ich jetzt begriffen für mein Leben und so werde ich so viel wie möglich mich immer wieder dran erinnern mein Leben so leben. Es ist faszinierend spannend wenn ich es zu lasse...
    ach Elisabeth ein tolles Posting wie es spiegelt sich für wieder für mich!
    Lieben Gruss Elke

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  4. Ich empfinde in diesem Jahr die Tage zwischen den Jahren als besonderes Geschenk. Nachdem ich bezüglich der Weihnachtsfeiertage besonders angespannt, ja deprimiert war in diesem Jahr nach all dem Kummer & Leid, ist nun alles von mir abgefallen, da einigermaßen gut überstanden und kein schlechtes Gewissen mich mehr plagen kann.
    Auf einmal kommt tatsächlich vieles ungeplant auf mich zu, die Gelegenheit wird beim Schopf ergriffen ohne Hin und Her, ich lasse mich treiben und werde nicht mehr getrieben und fühle mich gut & erfolgreich in einem ganz speziellen Sinne.
    Vorsätze? Lieber nicht mehr...
    Ich wünsche dir alles Gute fürs Neue Jahr!
    Herzlichst
    Astrid
    Habe übrigens deine Baumposts mit großem Interesse gelesen...

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