Dienstag, 5. Mai 2015

Leicht in den Mai


"Ich habe einen Traum
 
Ich glaube, es gibt ein natürliches Recht auf Faulheit. Dabei liebe ich meine Arbeit. Selbst wenn ich 120 Jahre alt würde, könnte ich mit Freuden weiterarbeiten. Aber viele Leute arbeiten; zu ihrem eigenen Unglück; nur, um Geld zu verdienen. Ich würde jedem raten, weniger zu arbeiten. Wer weniger arbeitet, arbeitet besser. Wenn man mehr als zwei Stunden am Tag arbeitet, tut man es nicht mehr mit dem Vergnügen, dabei wirklich etwas von sich selbst zu geben. Es geht nicht darum, in der Hängematte zu liegen, sondern darum, zu leben und sich bewusst zu sein, was das Leben bedeutet. Es geht darum, dass man seine Zeit nicht verkauft, sondern nutzt."

                                                                                           George Mustaki
                                                                                                                     


Ein bemerkenswerter Text, den ich gerne sickern lasse, weil er mich in eine innere Leichtigkeit begleitet...

Noch immer mache ich zeitweise innere Vermerke zu meinen Tätigkeiten des Tags über. Ich weiß auch woher das kommt und trotzdem ist es nicht immer leicht, die "Mascherln" abzunehmen und einfach die zu sein, die ich bin und dem nachzugeben, was sich gut anfühlt. Pflichten, selbst und fremd auferlegte, gibt es immer genug, darüberhinaus gilt es, den inneren Kritiker endgültig in Pension zu schicken. 
Hier zu schreiben ist mit ein Vergnügen und deswegen sehe ich es nicht als Arbeit. "Zuerst die Arbeit und dann das Vergnügen" sitzt noch immer in Gehirnwindungen, wie alt muss ich noch werden?!

Es ist Mai, ein Monat in dem Vieles leichter fällt. Sich des Lebens bewusst werden, auch weil überall rundherum Leben seine Fülle ausbreitet...


  


Kommentare:

  1. Liebe Elisabeth,
    tja, da wird's halt a bissl schwierig. Es gibt zwar vermutlich kreative Lösungen, um auch mit nur 2 Stunden Arbeit am Tag über die Runden zu kommen, aber ich hab bis jetzt leider noch keine gefunden bzw. es hat sich noch keiner gefunden, der für meine Ideen, mein Ich-sein, mein Etwas-tun-das-mir-spaß-macht etc. so viel bezahlt, dass ich so leben kann, wie es derzeit der Fall ist (nur halt mit weniger Arbeit ;o))
    Süße Schneckerl sind das. Neulich hab ich eine Weinbergschnecke von einem Gehsteig gerettet und mit nach Hause genommen. Ich hoffe, in meinem Garten kann sie ein längeres Leben führen als dort, wo sie ursprünglich herumschleimte... Die Leute steigen dort einfach drauf (habe heute 3 zertretene Schnecken auf demselben Gehsteig entdeckt...)
    Ganz herzliche Rostrosengrüße
    von der Traude
    ✿ܓܓ✿ܓ✿ܓ✿ ♥♥♥♥ ܓܓ✿ܓ✿ܓ
    http://rostrose.blogspot.co.at/2015/05/rezept-gewinnerin-der-verlosung-und.html

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  2. Guten Morgen, liebe Elisabeth,
    ich danke Dir für diesen wunderbaren Post! 2 Stunden arbeiten am Tag, ja, das wäre wunderbar, wenn es nur so einfach wäre ...meine Chefin hätte wohl leichte Einwände ;O) aber, nach Feierabend hab ich noch Zeit, kreativ zu sein, etwas zu arbeiten, was für mich keine Arbeit ist, sondern Vergnüngen und Freude ...im Garten, handarbeiten und und und... und meinen Blog natürlich :O)
    Ich wünsch Dir einen schönen und glücklichen Tag!
    ♥ Allerliebste Grüße, Claudia ♥

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  3. liebe Elisabeth
    was für eine Gefühlsbetonende Welt wa sich da lese
    so stimmig und Eindruck auf mich hat .. wunderbar diese Aussage .. das passt zu dem einfachheit leben bewusster das zuleben was in mir zu tiefst berührt jeden Tag aufs neue diese Zeit nehme ich mir gerade. Arbeiten das was notwendig ist aber auch nicht mehr und es ist für mich noch nicht einfach das umdenken sich schnell zu sagen nee halt so nicht anders bitte sehr zu mir selber wie schnell ich rein rutsche ins alte Muster das mir nicht gut getan hat. Ein Lernweg den ich gerne gehe um mein Leben sinnvoller zu machen.
    Danke dir!
    Wunderbaren Mai wünsche ich dir!
    Lieben Gruss Elke

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  4. Ach.....und Dein post paßt so gut zu meinem Buch auf dem Nachtkästchen! Tom Hodgkinson *ANLEITUNG ZUM MÜSSIGGANG* Er erinnert sich so schön......."....die Stunden, die ich als Teenager während des Schultags unerlaubt in Cafés verbummelte, Benson & Hedges rauchte und nicht arbeitete, heben sich viel farbiger vor meinem geistigen Auge ab als jede Unterrichtsstunde." oder "Wer es auch immer war, der auf die Idee kam, nachmittags um vier Tee zu trinken, war ein Genie." Ein köstliches Buch! Obwohl ich erst am Anfang bin, weiß ich das jetzt schon ;)

    Ich wünsch' Dir viele farbige Mai-Stunden, Elisabeth!

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  5. Diesen Traum teile ich gerne – das Praktischumsetzen übe ich noch. Danke für den tollen Text, liebe Elisabeth.
    @ Hanne: Das Buch habe ich letztens auf dem Flohmarkt gekauft. Jetzt bin ich wirklich drauf gespannt!
    Beste Grüße
    Pepe

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  6. Der Spruch ist ja ganz schön - nur wer kann von zwei Stunden Arbeit täglich leben? Die Realität sieht doch so aus, dass viele nach der Rente noch weiterarbeiten müssen, um leben zu können. Natürlich bin ich der Ansicht, mit ein wenig Verzicht auf viel Konsum könnte man tatsächlich leichter leben.

    Sigrun

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  7. Liebe Elisabeth, ein schöner Text, wie ich ihn mag. Ja immer diese Pflichten, die man sich selbst auferlegt...schwierig da auszusteigen, auch ich beschäftige mich in meinen Posts immer mal mit der Frage des Umgangs mit der Zeit...
    Liebe Grüße
    Nina

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  8. Liebe Elisabeth,
    es ist auch immer ein Vergnügen, deine tollen Texte zu lesen.
    Ich fände es auch schön, wenn ich nur 2 h am Tag arbeiten müsste, aber ich brauche leider schon 1,5 h für die Fahrt hin und zurück, alleine das ist schrecklich.
    VG
    Elke

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