Donnerstag, 21. Mai 2015

Ein erstes und ein vieles Mal

Spätestens jetzt im Mai, vielen Bloggerinnen geht es ähnlich, überrollt uns das pralle Leben und die Entscheidung hier umtriebig zu sein wird uns vom echten Leben abgenommen. Zu vieles macht jenseits der Tastatur Freude und beschäftigt Lebensgeister, Hände, unser ganzes Sein.

Soll ich jetzt davon schreiben, dass seit fünf Tagen der Spargelschäler glüht und jeden Tag ein anderes Spargelgericht auf den Tisch kommt oder davon, dass es jetzt endlich regnet und alles hörbar aufatmet, sich streckt und verankert, nach all den zu trockenen Monaten davor. Dass lachen, feiern, Begegnungen und sorglose Stunden passieren oder davon, dass gut Ding eine Menge Weile brauchte und plötzlich alles fertig wird, wenn man nicht mehr darauf wartet? 



Oder von meiner ersten Kanufahrt in den Donauauen, in einem Alter in den wir uns über alles, was das erste Mal ist doch kindlich freuen. Es gibt immer noch so ein erstes Mal, immer wieder. Da fällt mir ein, dass ich noch nie auf einem Traktor gefahren bin (selbst) und in einem Heißluftballon nur 10m hoch, war eben angebunden. Auch davon, dass es viele erste Male geben kann, nicht nur im Mai.



Oder davon, dass mein Rosenbogen unter der Last der wuchernden Clematis zusammengebrochen ist und mich das trotzdem glücklich macht, oder davon, dass wir neue Garten-Mitbewohner einquartiert haben. Haustiere, wie Sohn sie nennt und mit viel Liebe betreut. Das macht Riesenfreude.



Oder davon, ich hätte von Tulpen geträumt, dass sie noch blühten und von der Rückkehr des Frühlings. Doch plötzlich sind Mengen da, einem Besuch im Norden sei Dank. In den Bergen die knospenden Bäume sehen und wissen, dass es ein kleines Zeitfenster war, kein Traum. Mit allen Sinnen leben...


                    Sächsische Landesgartenschau in Ölsnitz, auf einem ehemaligen Bahnhofsgelände

Im Übergang vom Frühling in die Frühsommerzeit brauchen wir keine Träume, wir pflücken Schönheit und Fülle von den Zweigen und doch bleiben sie dort, für eine Weile, so wandelbar und leicht.

  

Kommentare:

  1. Hier ist das Wetter gerade so dass eher die Tastatur glüht als der Spargelschäler...lustiger Post, ich hoffe das pralle Leben nimmt uns dich nicht ganz weg!

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  2. Da kriege ich gleich so was wie tiefe pralle Lebenssehnsucht.
    Das letzte Foto in deiner Serie hat "Traum"-hafte Qualität. Und: ich freue mich über eure neuen Haustiere und den Umgang damit :-) Liebe Grüße Petra

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  3. Liebe Elisabeth,
    danke für diesen wunderbaren Post, ich mag die Art, wie Du schreibst, dazu die wunderschönen Bilder ...einfach DANKE :O)
    Ich wünsch Dir noch einen schönen Nachmittag!
    ♥ Allerliebste Grüße , Claudia ♥

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  4. Liebe Elisabeth,
    so schöne Bilder. Wir haben ja auch das Glück, das wir direkt an der
    Donau wohnen (meine Joggingstrecke, der Donaudamm ist herrlich).
    Ich freu mich schon sehr auf die Pfingstferien, denn da ist endlich mal
    wieder Zeit für so schöne Unternehmungen.
    Lg Christiane

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  5. Liebe Elisabeth, wieder schön bei Dir zu lesen ...
    Bei uns regnet es so viel, so oft ... unglaublich, dass Ihr da nichts abbekommt. Hier sind aus Bächlein lang schon Bäche geworden. Der Inn führt Unmengen Wasser ....
    Robert war gestern auch bei den Bienen. Sie wären wieder eingefroren, hat er behauptet. Na ja, bei acht Grad kann es schon sein, dass sie erstarrt sind.
    liebe Grüsse
    Elisabeth

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  6. Liebe Elisabeth,
    ich habe keine Worte, nur Gefühle die so viel da sind wenn ich die Bilder deine Worte berühren, höre das lachen wie ein Kind, das Freudige was du siehst und bin hin und weg. GUt kann ich verstehen alles.
    So lebe ich auf in der Natur das alles zu erleben in meiner Art!
    Ich wünsche dir schöne Pfingsten
    Lieben Gruss Elke

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  7. oh ja, liebe Elisabeth, ganz wunderbar ist die Natur jetzt, jetzt m frühling! jede Jahreszeit hat sein schönes - aber der frühling ist doch für (fast) alle das tollste. herrliche blüten und blumen, Obst, gemüse....alles wächst! ..... und kindheitserinnerungen gehören einfach dazu!
    glg
    margit

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  8. Bei uns hat es so gut wie die ganze Woche geregnet, so dass das Arbeiten im Garten auf das ich mich doch sehr gefreut habe, etwas kurz gekommen ist. Dein Sohn ist jetzt Imker? Sehr interessant. Macht bestimmt viel Arbeit.

    lg kathrin

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