Montag, 30. Juni 2014

Once in a lifetime...

..Aug in Aug mit der Ankeruhr


100 Jahre Ankeruhr in Wien

Wiens berühmte, erst kürzlich restaurierte Kunstuhr feierte letzte Woche ihr hundertjähriges Bestehen. Sie zu besuchen wird in Reiseführern über Wien gerne als Must-see angeführt.
Die Anker Versicherungsgesellschaft gab die Uhr in Auftrag, um auf die Vergänglichkeit des Lebens und damit auch auf den Sinn für den Abschluss einer entsprechenden Versicherung hinzuweisen. Marketing at its best.
Die Ankeruhr ist eine Bilderuhr mit Orgelwerk. Sie ist eines der herausragendsten Beispiele qualitätvoller Jugenstilarchitektur des frühen 20. Jh. (Wikipedia)

Täglich um 12 Uhr mittags ziehen zudem auch heute noch als Hauptattraktion alle 12 überlebensgroßen Figuren von Musik begleitet unterhalb der Zeitanzeige im "Ziffernblatt" vorbei.
Zum Jubiläum wurde die Möglichkeit geschaffen, über ein Gerüst die Uhr, die in einem Schwibbogen über einer Seitengasse am Hohen Markt integriert ist, in Augenhöhe zu betrachten. Eine once in a lifetime Chance.

Soviel zum Drumherum, hier sollen nun Bilder für sich sprechen. Wer mehr Info zur Ankeruhr möchte, hier findet sich eine übersichtliche Zusammenfassung.



Auf dem folgenden Bild bekommt man einen guten Überblick über den Standort der Uhr, sie befindet sich relativ weit oben und ist von gegenüber am Hohen Markt gut zu überblicken. Links oberhalb des Gerüstes blitzt der linke Rand des Seitenteiles aus oxidiertem Kupferblech grün hervor. Man musste sich einige Zeit anstellen, um hinaufzukommen, das Interesse war groß!



Die Allegorien Leben (links) und Tod (rechts) rahmen die Uhr beidseitig ein.



Und noch einmal die "Leben" Seite im Gebäudekontext.



Über dem Ziffernblatt und den langsam vorbeiziehenden Stundenregenten thront die Sonne, die ihre Strahlen in alle Richtungen aussendet. Mir gefällt darüber hinaus die Verzierung am Fries zwischen den zwei Seitenteilen besonders. Das Kreisen der Erde um die Sonne, (oder des Mondes um die Erde?) ist verspielt stilisiert dargestellt und begrenzt den ganzen Aufbau der Uhr wie eine Krone.



Hier ein Detail vor dem runden Bereich unterhalb der Uhrziffern. Rudolf von Habsburg mit seiner Frau Anna standen bei unserem Besuch gerade da. Der erste König dieses Adelsgeschlechts, das seit etwa 800 Jahren bis ins letzte Jahrhundert die Geschichte Österreichs lenkte.

      Das Netz dient dem Schutz vor Tauben und ist von der Straße her praktisch nicht zu sehen.

Besonders schön: Walther von der Vogelweide tritt mit seiner Harfe vor den goldenen Vorhang.



Untere Begrenzung zur Straße hin im nächsten Bild. Vergoldetes und oxidiertes Kupferblech, so wirkt dieses grafisch wunderbar harmonische Element auch farblich sehr reizvoll.


Die Untersicht auf den Schwibbogen ist auch von der Straße her gut zu sehen. Es beherbergt ein wunderschönes Stuckrelief, das vier Sphingen mit einem Himmelsglobus zeigt, in dessen Mitte einige Tierkreiszeichen erscheinen. 



Zum Abschluss nochmal die Sicht auf das Gerüst. Drei Tage lang konnte man die Ankeruhr von der Nähe betrachten. Jetzt ist sie wieder frei zu bewundern. Ich muss gestehen, dass ich sie noch nie zu Mittag besucht habe. Diesen Sommer muss es klappen, ich werde mich in den Strom der Touristen einreihen. Jetzt möchte ich alle 12 Figuren sehen, von Kaiser Marc Aurel bis Joseph Haydn und die von Haydn komponierte Kaiserhymne dazu hören.



Viele nützen bei "Kaiserwetter" die einmalige Gelegenheit am 26. Juni 2014 die Ankeruhr aus der Nähe zu sehen.

    
   

Kommentare:

  1. schöne Geschichte und super Photos - Danke

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  2. Das sind sehr beeindruckende Bilder, liebe Elisabeth. Danke dafür und auch für die tollen Erklärungen dazu!
    Ich wünsch Dir noch einen schönen Abend!
    ♥ Allerliebste Grüße Claudia ♥

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  3. wunderschön diese Uhr was für eine tolle Bauart .. sehr intressant und schöne Fotos die genau zeigen alles!
    Lieben Gruss Elke

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  4. Die Anker-Uhr kenne ich auch nur vom Vorbeigehen, bei noch keinem einzigen Wienbesuch habe ich mir bislang die Zeit genommen, mir dieses Schauspiel anzusehen. Die Bilder sind Dir wirklich gut gelungen. Ich hätte die Chance auch ergriffen und mir die Uhr von der Nähe angesehen.

    lg kathrin

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