Dienstag, 8. Januar 2013

Dreaming big

Set your intention.
Eine der beliebtesten Gedankenspiele zum Jahreswechsel drehen sich um Vorsätze fürs nächste Jahr. Eine Woche später, also ungefähr jetzt sind die meisten schon wieder vergessen.

Als leidenschaftlicher Mensch suche ich nach dem, was mich beflügelt, was auch im Alltag Freude verspricht. Der Jahreswechsel, aber auch der Geburtstag ist dazu angetan, eine Inventur zu machen und zu überprüfen, ob Ziele oder Vorstellungen noch passen.


                                           Cathedral Rock Sedona, Arizona, USA

Auf Reisen beschreiten wir neue Wege und kommen leichter aus dem gewohnten Trott in einen anderen Rhythmus, im Alltag ist das oft bedeutend schwerer. Manchmal habe ich das Gefühl, dass mich einfach nur die Tatsache runterzieht, dass ich Dinge immer wieder in der gleichen Weise abwickle. Auf Autopilot quasi. Dabei regiert Veränderung unser Leben.

Manchmal sieht man auf dem Weg ein Stück voraus, dann wieder nicht. Während einer Wanderung in den USA kommt etwa nach einer Kurve überraschend ein junger Mann mit einer Pistole gut sichtbar an seinem Gürtel auf uns zu. Ich habe es nicht wahrgenommen, mein Begleiter erzählte es mir später.



Soll ich mir deswegen Sorgen machen? Ich bin nicht der Typ, vertrauensvoll gehe ich weiter. Natürlich hat man ab und zu Angst vor etwas, sich davon allzu sehr einschränken zu lassen ist schade. Zu viel an potentiell großartigen Erlebnissen bleibt möglicherweise auf der Strecke.

Allerdings vertraue ich mehr und mehr meiner Intuition. Sie ist eine scharfe Beobachterin und außerdem blitzschnell in ihrer Einschätzung. Ihr mehr Raum zu geben war harte Arbeit über Jahre hinweg. Allzu laut dröhnen die Stimmen aller erlernten Denkmuster und Vorstellungen, was richtig, angebracht oder falsch ist.



Why Worry Lane mitten in den Wäldern der Rocky Mountains, wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen. Ich musste lachen, warum gerade hier? Sich zu sorgen kann eine dicke Autobahn im Denken sein.

Klar, man kann sich immer Sorgen machen. Aber was ändert das? Es ändert in der Tat etwas, es zieht uns runter, macht unseren Spielraum kleiner, unsere Kreise.



2013: Keine Sorgen machen. Dafür die Gedanken fokussieren auf etwas, was sich richtig gut anfühlt. Da bin ich unbescheiden. Es schadet keinem und mich macht es freuen. Auf ein neues Jahr voller neuer Möglichkeiten. Ohne Autopilot.

Set your intention. Dream big. Make it real. 2013.



Kommentare:

  1. Oft macht man sich viel zu viele Sorgen. Manchmal ist es auch gut, wenn man einfach aus dem Bauch heraus eine Entscheidung trifft.

    lg kathrin

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  2. liebe elisabeth,
    was für schöne gedanken und so wahr!
    gedanken machen ist gut, sorgen machen ebenso- denn sonst können wir uns nicht entwickeln. das ist meine meinung!
    ich hoffe, dass wir uns 2013 öfter treffen - einfach nur so. um uns keine sorgen szu machen....
    in diesem sinne wünsche ich dir gesundheit im neuen und sende dir erzliche grüße
    margit
    margit

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  3. Liebe Elisabeth,
    gut gesagt und auch ein prima Motto fürs neue Jahr. Das versuche ich auch. Deine Reisebilder sind toll.
    Schöne Grüße, Johanna

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  4. Ha, Sedona! Hab mich sehr über dieses "Wiedersehen" gefreut :o))
    Deine Gedanken klingen so gut, so frei, liebe Elisabeth. Ich bin im Moment etwas angegriffen und müde, deshalb kommt mir das alles so verwegen und stark vor, aber erfahrungsgemäß kommen auch bei mir nach den "Unten"-Phasen wieder die "Oben"-Zeiten. Das Büchlein, in das ich die schönen Dinge des Tages zu schreiben begonnen habe, liegt seit 8.1. unbeachtet herum. Fällt mir zu gestern und vorgestern noch etwas Gutes ein? Etwas Sonnenschein in der Mittagspause vielleicht und das Erkältungsbad nach dem Büro. Gilt das? ;o))
    Ich bin übrigens selten auf Autopilot. Manchmal habe ich das Gefühl, dass ich mich irgendwie jeden Tag neu erfinden muss und finde das anstrengend, wünschte mir zuweilen, dass ich besser mit Ritualen und Wiederholungen umgehen könnte, aber die haben sich irgendwo schon selber ausgeknipst. Was den Alltag trotzdem nicht leichter macht, weil man jeden sowieso quasi täglich notwendigen Schritt neu überlegen muss. Ich muss gerade an eine Frau denken, die wir vor mehr als 10 Jahren in Belgien kennengelernt haben. Sie führte damals mit ihrem Mann ein B&B, hatte aber nach einem Unfall geistige Defizite und musste sich jeden kleinen Schritt aufschreiben. Nach dem Kochen Herd abdrehen. Solche Dinge - eine richtige Checkliste für die Alltäglichkeiten...
    Herzliche virenfreie (weil virtuelle) Umarmungen von der schnupfigen und stimm-losen Rostrosen-Traude

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  5. Liebe Elisabeth!
    Du bist wirklich schon auf der ganzen Welt gewesen, was? ;-)
    Tolle Fotos, das muss ich schon sagen.
    Ich würde auch gerne in der Why-Worry-Lane wohnen, doch ich grüble auch viel zu viel.
    Dafür habe ich die guten Vorsätze dieses Jahr mal schleifen lassen, muss auch mal sein.
    Herzliche Grüße
    Elke

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  6. Liebe Elisabeth,
    tolle Bilder! Fernweh - seufz....
    Wenn ich mir Sorgen mache, überlege ich mir "worst case" - was kann wirklich schlimmstenfalls passieren? Wenn es dann nicht lebensbedrohlich ist (was es ja eigentlich selten ist) kann ich aufhören, mich zu sorgen.
    Wenn ich mir um meinen Partner Sorgen mache? Dann überlege ich, was ihm das wirklich nützt. Wenn ich ehrlich bin - nix. Es macht uns nur beide schlecht gelaunt. Denn ich leide und er bekommt ein schlechtes Gewissen, wenn ich leide. Also höre ich auf damit. Die Alternative wäre ja im Bett liegen und in Sicherheit auf den Tod warten... Neeeee, nix da. Die Löwen warten und der Gleitschirm will geflogen werden *lach*.
    Viktor Frankl sagte mal "Man muss sich auch von sich selbst nicht alles gefallen lassen"
    Na - da lasse ich es mir nicht von mir selbst gefallen, mir Sorgen zu machen. Bringt ja nix - gaaaaaar nix.
    Viele Grüße von Renate

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