Montag, 14. Januar 2013

Abgefärbt

Traditionell trübes Winterwetter mit ineinanderfließenden Grautönen, das sind wir hier im Wiener Becken gewöhnt. Ein paar wenige Sonnenstunden müssen für einen ganzen Monat reichen, allzuviel dürfen wir nicht erwarten. 
Heute allerdings legte sich Weißes über all das Graue, zwar nicht strahlend, aber dafür auf dem Boden und über den Himmel gleichmäßig verteilt. 

Hier im Garten herrschen plötzlich Kontraste vor und über Nacht ist jede noch so kleinste Struktur betont, als wäre die Welt auf ein Zeichenblatt zurückversetzt und anschließend zu dreidimensionalem Leben wiedererweckt worden. 



Mehr Konturen - mehr Spannung. Plötzlich gibt es wieder Motive in Hülle und Fülle. Wie sehr sich ein Garten verwandelt, wenn zugedeckt ist, wo wir sonst eine stabile Grundlage für unsere Schritte vorfinden.



Der Schnee lässt mich den Augenblick genießen, jetzt ist er ganz neu und sauber, wunderschön. Gleichzeitig betont er Vergangenes und Zukünftiges. Die lila Beeren der Schönfrucht leuchten plötzlich viel stärker durch den Kontrast zum Weiß des Hintergrundes und die Kätzchen der Haselnuss zeigen, wie unabhängig sie sich von Kälte und Schnee auf den Frühling vorbereitet hat.



Ein paar Bilder aus dem Garten, wie ihr sie alle kennt. Nichts Besonderes, nur die Bühne hat gewechselt. Alles leuchtet vor dem weißen Hintergrund und bekommt eine besondere Präsenz.



Ich stelle wieder mal fest, wie sehr mich Schnee zum Staunen bringt. Ob wir groß oder klein sind, diesem Zauber kann sich kaum jemand widersetzen. Ich fühle mich jung und frisch, wie der neu gefallener Schnee. Er hat ein bisschen abgefärbt...





Kommentare:

  1. liebe elisabeth,
    danke für diese zauberhaften verzaubernden bilder. schnee ist ein magischer stoff zum schauen und fotografieren. er setzt das vergangene in/mit schönheit in szene und das neue in kontrast zur kälte und lässt den unbändigen drang nach leben erahnen.
    herzlichst christine

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  2. Die Bilder gefallen mir sehr, insbesondere der Liebesperlenstrauch mit seinen knackig.lila Früchten!
    Herzliche Grüße von
    Susanne

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  3. Wundervolle Bilder! Ich bin leider nicht zum Fotografieren gekommen als es bei uns frisch geschneit hatte und nun ist der Schnee nicht mehr besonders fotogen. Trotz des Schnees finde ich im kleinen Garten aber auch kaum Motive, die sich zum Ablichten lohnen.

    lg kathrin

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  4. Liebe Elisabeth!
    Die Schönfrucht habe ich noch nie so toll fotografiert gesehen wie bei dir. Ich hätte auch gedacht, die Beeren wären schon alle abgefressen von den Vögeln.
    Du hast es natürlich richtig erkannt: Auf dem Bild oben rechts in meinem Artikel ist deine Duftgeranie! Wahnsinn, wie groß die schon ist, was?
    Viele Grüße
    Elke

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  5. Hallo liebe Elisabeth!Was ein bisserl Schnee schon ausmacht,gleich sieht alles anders aus,jede Jahreszeit hat seinen Reiz!Schön abgeblitzt,besonders das Bild vom Laxenburger-Schlosspark!Ich wünsch dir noch einen schönen Nachmittag,ich geh jetzt schaufeln!Lg Andrea!

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