Montag, 23. April 2018

Minha querida Madeira / 1

Bei uns blühen sie gerade. Alle Magnolienverrückten merken sich von Jahr zu Jahr, wie das letzte Frühjahr war, oder?! Hatten die empfindlichen Blüten Zeit und gute Bedingungen sich in ihre volle Schönheit zu entfalten oder wurden sie zu schnell von Wind und Regen vom Baum geworfen. Jedes Jahr eine andere Geschichte.

Für einen ersten Beitrag über Madeira fiel die Wahl auf einen wundervollen Garten, den wir am 2.Februar besuchten. Betrachtet also die folgenden Fotos aus der Perspektive des tiefsten mitteleuropäischen Winters.


Tulpenmagnolie

Ihr seht mich hier in einem kurzen sonnigen Moment an der Blüte einer Michelia doltsopa schnuppern. Einer meiner Lieblingsdüfte, so betörend sinnlich! Die großen Blüten sehen aus wie die der Magnolien, der Baum hat aber immergrüne Blätter. Ich lernte sie in Irland kennen. Eliane Zimmermann hat sie uns damals auf Ilnaculin, Glengarriff gezeigt. Dort blüht dieser faszinierende Baum im April. Hier könnt ihr bei Interesse mehr über Eliane und ihre Duftreisen und Aromakurse erfahren.






Neben dem bekannten Botanischen Garten in Funchal ist auch dieser Garten einen Besuch wert! Besonders im Frühjahr, das hier sehr zeitig im Jahr beginnt. 

Das große Anwesen befindet sich in südlicher Nähe des Botanischen Gartens, wobei auf Madeira "in der Nähe" zwar die direkte Entfernung Luftlinie sehr nah sein kann, aber zu erreichen dann durchaus einigen Aufwand benötigt.


Blick von einer der Geländekanten, hinter der sich eine Schlucht befindet, Richtung Funchal und den Hafen im Hintergrund, wo mehrere Kreuzfahrtschiffe angelegt sind.


Dafür waren wir zu früh, man stelle sich die ganze Böschung mit den schwebenden blauen Kugeln des Agapanthus vor. Eine hat sich schon vorgewagt und unsere Fantasie beflügelt :-) Hauptblütezeit im März, das satte Grün machte aber auch schon glücklich.

Neben den exotischen Pflanzen und alten Bäumen nehmen viele Bereiche, die magisch, verspielt oder romantisch wirken, für sich ein. 
Es hat die meiste Zeit geregnet, was die Stimmung an manchen Plätzen noch verstärkte (für die Qualität der Fotos allerdings nicht so günstig war, ich bin einfach zu faul ein Stativ mitzuschleppen).



Rotlaubige Stauden und Sträucher bringen unglaublich schöne Gestaltungsmöglichkeiten. Hier wie auch im botanischen Garten eine Spezialität, auf jedem zweiten Foto von dort in Prospekten zu sehen. Hier gefällt mir das Spiel mit den Laubfarben noch um einiges besser.


Leider sieht auch hier der Buchs nicht gut aus! Dafür bestaunten wir die Pflasterung der Wege. Alle, auch die breiten Promenaden waren akkurat und in schönen Mustern ausgelegt.






Im Hintergrund eine weiß blühende Magnolie, wie gesagt, es ist Anfang Februar.
Im östlichen Teil der Insel stauten in dieser Woche laufend Wolken an den Bergen und sorgten für Regen oder Nieselregen, aber die Luft war mild.


Manchmal kam auch die Sonne durch, gerade als wir zu diesem zauberhaften Gartenteil kamen.




Links eine Zitrusart, ich hab sie gekostet, es muss eine Bitterorangenart sein. Rechts Strelizien, eines der Pflanzen, die man mit Madeira verbindet. Wenn man aus dem winterlichen Mitteleuropa kommt, kann man diese Blüten und Fruchtfülle um diese Zeit zuerst gar nicht glauben, es mutet paradiesisch an.


Rhododendron im Hintergrund öffnet seine ersten Blüten, was muss das bald für ein Farbenfeuerwerk geben!


Gartenarbeiten auch bei Regen. Hier werden gerade die Kanten des Weges von Unkraut befreit.


Rosa banksia lutea, eine chinesische Rose an der Pergola, in voller Blüte.





Ein paar sehr große Bäume stehen auch herum, stellvertretend für alle möchte ich einen der Schönsten zeigen. Leider konnte ich nicht herausfinden wie alt diese Araukarie ist...


Großartig, dass man diesen Giganten als Ganzes aufs Bild bekommen kann, ohne dass andere Bäume ihn verdecken, das gelingt bei dieser Größe selten (dafür stören Regentropfen, oje). Vergleicht die Höhe dieser Araukarie mit den Häusern dahinter. Ein wunderbarer Baum und sicher der Größte dieser Art, den ich bisher zu sehen bekommen habe.



Nun zu ein paar Pflanzenvertretern anderer Kontinente, das muss in einem botanischen Garten, der etwas auf sich hält, sein.


 Leucodendron aus Südafrika

Dieses und die nächsten zwei: Protea aus Südafrika. Kennt man bei uns aus dem Blumenladen.






Baksia aus Australien, als "Steckling", als Busch und als hoher Baum. So unterschiedlich können die Blüten sein!





Was das jetzt botanisch genau ist, kann ich nicht mit Sicherheit sagen, Silberakazie oder Mimose. Acacia dealbata hat wohl hellere Blütenpuschel...


So, nun wird es Zeit für einen Kaffee und was ein echter Garten ist, hat auch ein Teehaus. Es ist auf einigen Bildern im Hintergrund zu sehen. 

Nun, ich bin ganz offensichtlich keine Foodbloggerin ;-) Ein schlechtes Foto von mäßig aussehenden, aber phänomenal schmeckenden Kuchen in der Vitrine. Erstmal davor stehend keine Gedanken mehr an die Kamera verschwendet. Nennt mich verfressen, aber die Kokoskuchen und Ananaskuchen allein machen einen Besuch in diesem Garten bezahlt, also auch eine Empfehlung bei Schüttwetter :-)


Auf dem Weg zurück bewundern wir noch Alleen von verschiedenfarbig blühenden Kamelien, die Blüten schon teilweise vom Regen auf den Boden geschlagen, aber irgendwo muss ich einen Punkt machen, sonst folgt mir hier niemand mehr ;-) Danke fürs durchhalten der Bilderflut, wenn du bis hierher gekommen bist!

Über unsere anderen Inselerlebnisse könnt ihr in einem weiteren Beitrag mehr erfahren, bis dahin bom dia :-)




Kommentare:

  1. Wahnsinn was da schon alles geblüht hat, der viele Regen dieses Frühjahrs muss ein Segen für die Natur gewesen sein.
    Araucaria kenne ich aus England, ein Überbleibsel aus der Kolonialzeit. Er heißt dort Monkeypuzzle tree.

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  2. ich bin ganz entzückt und begeistert was für ein Garten und es bringt kein Abbruch dass es regnet. Es ist ein wunder was da alles blüht und die Bäume usw... nah und der leckere Kuchen das passt zu dem Wetter.
    Lieben Gruss Elke

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  3. Du wirst lachen, 2016 sah am 12. Februar unsere Magnolie ähnlich aus ( ja, du hast recht, Magnolienliebhaberinnen führen Buch ).
    Toll, deine Fotos von der Norfolk-Tanne, die es bei uns ja nur als Zimmerpflanze gibt und die sich von der Chile-Tanne durchaus unterscheidet. beeindruckende Exemplare hast du gesehen! Das Madeiraklima begünstigt natürlich eine solche tolle, exotische Flora. Aber offensichtlich reibt der üble Zünsler dort genauso sein Unwesen wie in meinem Garten. Schwacher Trost! Ich finde es furchtbar...
    Freu mich dann halt an deinen Fotos von der Vielfalt!
    LG
    Astrid

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  4. Liebe Elisabeth,
    wenn ich diese wundervollen Bilder sehe, möchte ich am liebsten sofrt dahin, das sieht wie ein riesiges, verzauberndes Garten- und Naturreich aus! Wie in einer anderen Welt, einer verzauberten Welt ... herrlich!
    Hab eine wundervolle neue Woche!
    ♥ Allerliebste Grüße , Claudia ♥

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  5. ein paradiesgarten! sehr schön!

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  6. Liebe Elisbeth,
    danke das du uns mitnimmst auf diese schöne Insel.
    Sie erinnert mich zum Teil etwas an die Azoren...

    Liebe Grüße Mecki

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