Donnerstag, 11. Juni 2015

Die halbe Miete

Zeit für ein paar Gartenfotos. Hier im Wiener Raum herrscht nun schon seit mehr als zwei Wochen Hitze, die nur kurz mal unterbrochen wird, es fällt viel zu wenig Regen, gießen ist angesagt.
Meine einmal blühende Hecken- oder vielmehr Kletterrose hat den Goldregen erobert und wirft nun seine langen Ranken von oben in das Projekt die Häuser dahinter zu verstecken. Oder heißt das Projekt Dornröschengarten? Jedenfalls verweist sie den Rosenbogen neben sich in die zweite Reihe. Wer wird sich schon mit so einer kleinen Rankhilfe zufriedengeben?!
Ich lasse sie eben mal wuchern, ich kann nicht anders, obwohl sie auch schon nach dem Ahorn greift.




Das Beet am Terrassenhang ist wie so vieles hier aus Bequemlichkeit entstanden. Der Wollziest (Stachys) fühlte sich wohl und durfte bleiben und sich gleich mal ordentlich vermehren. "Unkraut" kommt hier keines mehr durch. Als hätte ich es vor Jahren geahnt sind auf diese Weise große Bienenweiden entstanden. Jetzt sind wir froh darüber! Zum ersten Bienenstock kommt nun ein Zweiter. Sohn ist mit dem Bienenvirus infiziert. Besonders in diesem Beet also summt und schwirrt es den ganzen Tag, Hochbetrieb für die fleißigen Bienchen, sie müssen nicht weit fliegen.




Unsere Ramblerrose hat nun den alten Birnbaum vollkommen überwuchert. Letzten Herbst wurden die bis zum Boden hängenden Zweige gekürzt, wir sind dauernd an den Ranken hängengeblieben. Die Rose ist so wüchsig, ich hoffe der Baum unter ihr hält ihr Gewicht noch eine Zeit aus. Von Weitem sieht unser "Rosenbaum" wie ein überdimensionaler Pilz aus. Die Bienen haben es nicht weit, tausende Blüten locken mit einem wunderbar zarten Duft.




Es ist Johanniskrautzeit, die Sonnenwende rückt immer näher. Es ist doch erst Frühling gewesen! Wie sehr ich diese Zeit ein wenig aufhalten, einbremsen möchte! Bei dieser Hitze verblühen die Rosen rasch, ihren Duft und die Blüten genießen zu können ist ein kostbares Geschenk der Natur. 



Die "Wollziestweide" wird noch eine Weile weiterblühen. Diese unermüdliche Pflanze mit den samtigen Blättern ist eines der Stauden, die die Schnecken nicht einmal anrühren, sie machen einen großen Bogen herum. 



Unser Garten ist inzwischen schneckenoptimiert. Das Gemüse ist hinter einem Schneckenzaun geschützt und sonst wächst, was Schnecken nicht mögen. Davon gibt es erstaunlich viel.



Seit ein paar Jahren verzichten wir auf jegliches Gift im Garten, so kommt es auch immer wieder mal zu kleineren oder größeren Schäden am Buchs, wenn wir nicht aufpassen und die Sträucher regelmäßig mit starkem Wasserstrahl abspritzen. Ich mag den Buchs sehr, deswegen wird er zurückgeschnitten und darf weiterwachsen, langsam eben wie es seine Art ist. Er bietet stellenweise gar keinen schönen Anblick, bisher hatte ich noch immer nicht das Herz, ihn ganz rauszuwerfen.

Schade, dass ihr das Summen und den Duft nicht wahrnehmen könnt, es ist wahrlich die halbe Miete!!


  

Kommentare:

  1. Ja Wahnsinn, wie üppig es bei euch blüht & grünt! Euer Garten erinnert mich an England. Die Rose ist der Hit :) Und wirklich schade, dass ich es nicht riechen kann....aber ich kann's mir vorstellen!

    Tja - vor kurzem noch Frühling, jetzt kurz vor der Sonnenwende und morgen ist schon wieder die Woche um. Schönes Wochenende, liebe Elisabeth :)

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  2. Das ist ja wunderbar, das ist dein Garten? Hast du das soo schon mal gezeigt? Herrlich. Und Pflanzen für die Bienen gibt es ganz viele, bei meinem Staudengärtner steht dann immer Bienenweide auf dem Schild.

    Sigrun

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  3. Hallo, liebstige Elisabeth,
    schööööön, dass deine Enkelbienen einen so wunderbaren Garten haben!!! Ich schick dir liebe Busserl, bis demnächst,
    Traude

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  4. Wow, liebe Elisabeth, Ihr habt ja einen riesigen Garten! Ein wunderbarer Anblick! Vielleicht schaffe ich es auch einmal zum schneckenoptimierten Garten, aber das ist wohl ein langer Weg dorthin.

    lg kathrin

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