Samstag, 3. Januar 2015

Lasst uns Freude teilen

Da ist es nun, das neue Jahr und von vielen hörte ich, dass es heiß ersehnt und willkommen geheißen wurde. 2014 (auch schon das Jahr davor) brachte nicht nur mir Möglichkeiten durch Herausforderungen zu wachsen und die neue Jahreszahl im Kalender birgt eine, wie auch immer begründete Hoffnung, dass manches besser werden würde. Bitte, ich mag ja die 16, wie ich finde eine wunderschöne Zahl, ich kann mich also in Vorfreude üben. Findet ihr auch manche Zahlen sympathischer als andere? Ganz unabhängig von persönlichen Zahlen?



Es tat gut, ein paar Tage aus den täglich gewohnten Abläufen und Verpflichtungen auszusteigen und dabei einfach nur zuhause zu sein. Zeit zu haben, um auch Fotos im Archiv durchzuschauen und dabei wiedermal festzustellen, dass ich ein Faible für Wege, Straßen und weite Ausblicke habe. 

Warum drückt man auf den Auslöser, in einem bestimmten Moment und wählt genau diesen Ausschnitt und keinen anderen? Für mich sind es oftmals Gegenstücke von inneren Landschaften, die ich im Außen wiedererkenne. Wie wunderbar, dass mit moderner Technik auch nach Lust und Laune experimentiert werden kann. Das Ergebnis zeigt sich unmittelbar und bringt eine innere Realität in Farben und Formen zum blühen. Auf dem Bildschirm dann flutet Licht durch die Bilder und verbindet bildhafte Erinnerungen mit inneren Seinszuständen zu einer beglückenden Einheit. Ich könnte manche Bilder stundenlang anschauen, tu es dann doch nie, aber das innere Auge verliert sie ja nicht.



Manchmal fragen mich andere Fotonarrische (also Leute, die auch viel fotografieren), ob und wie ich meine Bilder katalogisiere oder verstichworte und ich muss ihnen sagen, dass mir das zu viel Arbeit oder die benötigte Zeit nicht wert ist. In Wirklichkeit finde ich meist mit schlafwandelnder Sicherheit zu Fotos zurück, die in mir auf die eine oder andere Weise eingehakt sind. Ein innerer Kompass führt mich zu ihnen, vielleicht weil ich sie so liebe, ich weiß es nicht.





Die Welt um mich in Bildern zu sehen ist mir Lebenselexier und häufig Quelle der Freude. Immer öfter nehme ich Schönheit wahr, wo ich früher nur "etwas" gesehen habe, sei es die Kombination der Farben oder Formen oder einfach nur dieser eine Augenblick des Seins und Erlebens, den mitzunehmen es gelingt. Aus der Fülle etwas zu verdichten oder herauszuschälen ist oft schwer aber immer öfter scheint das "Es" auf sich aufmerksam zu machen, mich zu rufen: 
"Sieh her, da bin ich". 
Wir fahren mit dem Auto, ich drücke bei hoher Geschwindigkeit auf den Auslöser und dieser eine Moment passt, sitzt und hält, ich mag das Bild, so wie es ist. Es spricht zu mir.



Wäre das nicht auch ein schönes Motto für das noch so junge Jahr? Mit Vertrauen in alle Lebenslagen hineingehen. Erkennen, was im Moment wichtig ist und handeln, wenn die Zeit gekommen ist? Warten können auf den richtigen Moment und nicht hadern mit dem, was wir vorfinden? Nicht immer leicht, oder? Dabei gibt es Zeichen auf dem Weg. Jede/r hat die ureigenen, die ihm oder ihr etwas sagen. 
Ähnlich einem Vision Quest können wir im Alltag mit kleinen Hinweisen spielen. Sie tauchen aus unserem Unterbewusstsein auf und lassen uns genau dorthin sehen oder hören, wo ein kleines oder großes AHA wartet. 
Auf dem Bild oben seht ihr eine Person im Hintergrund gehen. Wir wurden in der Wildnis Arizonas eingeladen, etwas zu finden, was zu uns sprechen würde. Zu meinen Füßen entdeckte ich plötzlich diese zwei winzigen Nelken, es war Mitte Oktober und alles ehemals Grüne eher verdorrt und trocken. Ich sah es nicht als Wunder, nein, aber schön war es und es sprach zu mir. Es zeigte mir, dass schon alles da ist, was uns glücklich macht, wir müssen es "nur" entdecken können und den Augenblicken ihre Fülle zurückgeben wollen.



In diesem Sinne wünsche ich allen Leser/nnen von *kleine freude* ein von unzähligen erfüllten Momenten geprägtes 2015. Lasst uns in allen möglichen Situationen Freude empfinden, sie teilen und damit vermehren!


Kommentare:

  1. Das Neue Jahr hat sich hier eingeführt, wie sich das alte verabschiedet hat: mit Knubbelen, wie der Kölner sagt. Das ist das Leben. Aber wir werden das Ding schon schaukeln und am Ende auch ein paar Lachfältchen mehr haben.
    In diesem Sinne
    herzlichst
    Astrid

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  2. Liebe Elisabeth, wie schön!
    Bei mir ist es so, dass ich manchmal Fotos später anschaue und denke: toll, was ich da erwischt habe! In anderen Fällen denke ich später: na ja, sooo super, wie ich es in Erinnerung hatte, ist es irgendwie doch nicht... Und genau so ist es wohl auch mit dem Leben! Im Nachhinein, oder etwas älter, sieht man vieles anders. Liebe Grüsse, Miuh

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  3. tolle Fotos Elisabeth und wieder so schöne Gedanken dazu.
    Ich wünsche Dir ein Gutes Neues Jahr mit vielen Entdeckermomenten und Zeit zum Innehalten!
    Viele Grüße von Renate

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  4. der Sinn mit Fotos einfach so hin nehmen so mache ich es auch, ich ordne auch nichts udn so erfreu ich mich wenn ich was wieder anschaue.. Ordnung ist auch nicht der Sinn vom Leben eher das suchen dun finden wieter gehen und still bewundern, abbiegen udn bewundern , vom kleienn Glück schwärmen betsuanen die Welt die vor mir liegt, den Alltagtrott nicht gross werden alssen , die Freude sehen das ausstrhalt von mir und anderen Menschen , begegnungen als Freude empfinden udn die Gefühle neu an sehen die ich im alter habe durch die Erfahrungen zu wissen wie gut es damit geht dies alles selbst meiner Verantwortung in die Hand zu legen mir und Glück zu empfinden gerade das zu tun was mein Herz erfüllt.
    Ja das ist mein neues Jahr 2015 und das wünsche ich dir und ob jetzt die Zahl 15 oder 16, 14 oder 12 davor steht ist der einzelne Tag zu erleben so wichtig ihn zu spüren gerade in unseren Alter der Reife wie fablhaft toll es ist!
    Lieben Gruss Elke

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  5. Jetzt will ich nicht sagen, dass ich etwas katalogisiert habe - aber meine Bilder sind sortiert. Ich habe mehrere Hunderttausend davon, da muss man eine gewisse Ordnung haben. Manchmal suche ich auch was, aber dank Picasa und der Möglichkeiten dort (mit altem Programm ohne G esichtserkennung, das geht mir nämlich gegen die Schnur) finde ich fast alles.
    Meine Bilder gehören einfach zu mir, so viel Zeit kostet es mich nicht, weil ich es ja gleich mache. Anstatt Fernsehen schieb ich im Urlaub mal zack am Abend die Tagesbilder in einen benamten Ordner, da habe ich zu Hause gleich Zugriff.
    Eine Lieblingszahl? Darüber denke ich nach, so momentan fällt mir nix ein, aber es gibt Zahlen wie 47, die mag ich nicht.

    Sigrun

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  6. Liebe Elisabeth, Deine Worte, Deine Bilder .... wunderschön. Danke fürs aufschreiben, ich hab es gern gelesen, die Bilder lang angeschaut ....
    Ich wünsche Dir ein Jahr 2015 dass Dir guttut. So manche Stunden bringt, die Dir im Herzen bleiben

    Ich mag die "17"
    Kann gar nicht sagen warum.

    liebe Grüsse
    Elisabeth

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  7. Liebe Elisabeth, auch Dir ein gutes Neues Jahr! Für diesen Post hast Du mal wieder sehr schöne Bilder ausgewählt.

    lg kathrin

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  8. Ein frohes Neues, liebe Elisabeth. Bin weiter neugierig und gespannt auf Deine Perspektiven – fotografisch und erzählerisch.
    Herzliche Grüße Petra

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  9. Liebstige Elisabeth,
    du hast mal wieder die perfekten Worte für das gefunden, was seit einiger Zeit immer mehr zu meinen Lebensvorsätzen wird (mit Neujahrsvorsätzen hab ich's ja nicht so ;o)). "Mit Vertrauen in alle Lebenslagen hineingehen." - "Erkennen, was im Moment wichtig ist und handeln, wenn die Zeit gekommen ist" - "Warten können auf den richtigen Moment und nicht hadern mit dem, was wir vorfinden"... Genau in die Richtung geht es bei mir, gehen meine Gedanken in letzter Zeit immer häufiger, und ich schaffe es auch immer besser. Fort mit "Was ist wenn"-Gedanken, fort mit permanenter Ungeduld und einem Ziel nachrennen. Fort mit vorher schon das Hirn zermartern. Es ist quasi das Urvertrauen, das ich in Indien verspürte, ganz besonders z.B. beim wilden Tuk-Tuk-Fahren, das mir wundersam sogar die Höhenangst ausgetrieben hat - dieses Gefühl, sich einfach innerlich voller Vertrauen anlehnen zu können... dort bin ich noch nicht auf Dauer, aber dorthin geht der Weg und ich weiß ja inzwischen gut, wie es sich anfühlt. (Ich fotografiere übrigens auch gerne und oft Wege...)
    Ich hab mich sehr über deine lieben Worte und Wünsche gefreut! Lass dich drücken!
    ….._██_
    ╠╣‹(•¿•)›..H A P P Y
    ╠╣..(█)... N E W
    ╠╣.../ I .... Y E A R
    und herzliche rostrosige Grüße
    Traude

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  10. Liebe Elisabeth,
    DU sprichst mir wieder einmal aus der Seele.
    Wunderbare Worte zu den Fotos und zum Leben.
    Zum ersten Foto - ich wollte doch auch so gern so schöne Erleuchtungen zur Silvesternacht festhalten, hab doch alles gelernt im Fotokurs. Alles stand bereit, doch: Das Akku war leer, aber ich hab´s mit Fassung getragen und diese Raketenerscheinungen verinnerlicht. Zum Trost kann ich ja dein Foto ansehen.
    Ich wünsche dir alles Liebe und Gesundheit für 2015
    LG Heidi

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    1. Liebe Heidi, das kenn ich, ist mir auch schon passiert, bei einem Familientreffen, die Speicherkarte vergessen, unwiederholbar. Wie sagt man so schön: S...t ha....s ;-)
      Das erste Foto kam so zustande: Auf einem Kreuzfahrtschiff von hoch oben auf die vielen Lichter einer Hafenanlage gehalten, lange Belichtungszeit und während dem auslösen gezoomt. Die unteren hellen Bereiche sind die Spiegelungen der starken Strahler im Wasser. Sieht aus wie eine Blüte aus Licht, oder? Ich experimentiere gerne mit langen Belichtungszeiten, im Winter gibt es viele Gelegenheiten, das zur Ermunterung, du brauchst nicht bis zum nächsten Sivester warten ;-) In den Dezemberpostings sind einige davon zu sehen.

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  11. Liebe Erzsi, wenn das neue Jahr wird wie die ersten Fotos, die ersten Gedanken hier, kann es nur schön werden! Ich wünsche dir viele noch nie begangene Wege, nie gewesene Dinge, Aufgaben und viele Schönheiten am Rande des Wegs. Lieben Gruß, Gerda

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  12. ...guck doch mal, ob Du Dich bei mir verlinken möchtest!
    herzlich pippa

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