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Montag, 11. Januar 2016

Lieblingsbilder 2015 / April

In den ersten Apriltagen mit dem Lieblingsbild wieder im Laxenburger Schlosspark. Ausgehungert nach Farben und Blüten und Blättern. Frühling bitte kommen! Ok, auf Farben müssen wir noch warten, aber schon jetzt findet sich tausendfache Blütenfülle, die einen schlicht und einfach umhaut. Und jedes Frühjahr denke ich, warum wir Menschen es nicht besser schaffen für unsere Spezies weltweit Fülle zu leben, wo doch die Natur uns zeigt, dass Mangel keineswegs eine allumfassende Kategorie für das Leben auf der Erde darstellt! Ganz im Gegenteil. Sie birst vor Lebenswillen, Leben können, der Fähigkeit zu recyclen und immer wieder neu anzufangen, viele verschiedene Abläufe aufeinander abzustimmen und zu optimieren, sich zyklisch quasi neu zu erschaffen.
Ich bin der Überzeugung, dass jeder Mensch einen guten Platz auf der Erde haben könnte, wenn wir uns weniger des Konzepts Fressen und Gefressenwerden, sondern der Schwarmintelligenz bedienten. Pflanzen und Tiere exerzieren es uns milliardenfach vor. Das WAHRzunehmen und für unser eigenes Leben umzusetzen wäre eines der lohnenden Lebensziele, oder?!

Ein kleines Menschlein vor einer schier unglaublichen Fülle an winzigkleinen Blüten. Es duftete und summte, eine mehr als kleine Freude....


                           im Schlosspark Laxenburg, Anfang April 2015


In dieser Serie geht es um Fotos aus dem Vorjahr. Und zwar aus meinem normalen Leben. Nicht von Reisen oder besonderen Erlebnissen, sondern von Motiven, die en passant auf mich zukommen. Schönheit im täglichen Leben.
  

Dienstag, 14. April 2015

Vom grünen Gedächtnis

Mit meinem Fotoblog vom Laxenburger Schlosspark intensivierte sich mit den Jahren die genauere Beobachtung der Natur zwangsläufig. Es sind die gleichen Wege und Strecken die ich gehe und immer wieder mal kommt beim fotografieren die Frage auf, wie es denn letztes Jahr um dieselbe Zeit da und dort ausgesehen hat. Erschreckend, dass man sich eigentlich im Jahresabstand weniges exakt merkt, es ist eher ein Gefühl, als echtes Wissen. So nehme ich immer wieder mal Fotos aus den Vorjahren her und vergleiche sie mit der aktuellen Situation. 

Hier drei Beispiele dafür, die jeweils ersten Bilder aus dem Vorjahr den gleichen Motiven aus diesem Jahr gegenübergestellt. Die Unterschiede sind mehr als deutlich, im Vorjahr hatten wir einen äußerst milden Winter und einen sehr zeitigen Frühlingsbeginn. Dieses Jahr war der Winter anfangs mild, bis es dann ab Februar kalt wurde und auch lange so blieb. Erst seit dem letzten Wochenende haben wir Tagestemperaturen über 15° und die Nächte sind immer noch sehr kalt.

Letztes Jahr blühte der Bärlauch Mitte April, dieses Jahr stehen die Knospen seit mehr als zwei Wochen in Wartestellung, die weißen schwebenden Sternchen lassen auf sich warten.





Richtig deutlich ist es beim Austrieb der Kastanien zu sehen. 



Am Kanal steht ein Frühlingsbild einem Winterbild gegenüber.
Schön ist ja, dass im Kopf auch schon die Bilder da sind und egal wie sehr man es nicht erwarten kann, plötzlich sind die Wünsche erfüllt und man musste gar nichts dazu beitragen, außer eben ein bisschen länger warten....




Muss ich es dazusagen? Frühling!!!! Letztlich egal, wann er da ist. Jedes Jahr allerdings heiß ersehnt und innig geliebt...

Ach ja, außerdem fürs Archiv: Heute sind die ersten Tulpen im Garten aufgeblüht und man muss ehrlich sagen, dass das in anderen Jahren auch nicht früher geschieht. Also alles sowieso gut!

 

Dienstag, 27. Januar 2015

Home is where the heart is / 3

"Zuhause ist, wo das Herz sich niederlässt"

Ich liebe den März, deutliche Zeichen des Frühlings überall und die Chance draußen nicht mehr zu frieren!

Eines meiner Lieblingsfotos vom Laxenburger Schlosspark vom vergangenen Jahr im Monat März zeigt das Nest eines Schwanenpärchens das gerade seine Eier bebrütet. Das Nest liegt nah am Wasser unter blühenden Forsythienbüschen. Auf der kleinen Insel finden die Vögel Ruhe und Schutz.



Wir zivilisierten Menschen haben die Fähigkeiten unserer Vorfahren, sich bewusst mit den Naturkräften zu verbinden und sich angstfrei und sicher mit den Zyklen der Natur zu bewegen weitestgehend verloren. Wir können die Zeichen nicht mehr lesen, viele erkennen Baumarten nicht und wie sich deren Holz verhält, halten Mondstände nicht in Evidenz und beispielsweise auf unbekannten Terrain barfuß gehen schaffen wir schon gar nicht. An sich kein Problem, für ein modernes Leben braucht man solches Wissen ja auch nicht.

Folgendes Zitat gab mir zu denken, es kratzt ein wenig an dem Selbstverständnis unseres westlichen Lebensstils:
"The old Lakota was wise. He knew that a man’s heart, away from nature, becomes hard; he knew that lack of respect for growing, living things soon led to lack of respect for humans, too. So he kept his children close to nature’s softening influence."

Immerhin gibt es inzwischen Waldkindergärten, wo Kinder ausschließlich im Freien betreut werden und das über viele Stunden und zu jeder Jahreszeit. Als ich das das erste Mal hörte konnte ich mir gar nicht vorstellen, dass so etwas möglich ist, bedenklich oder?

Und wie fühlt ihr euch in der Natur zuhause? Fehlt euch manchmal der direkte Austausch mit ihr? Mir geht es besonders im Winter öfter so...


Zuhause ist, wo das Herz sich niederlässt
Mit diesem Titel ging ich nochmal durch die Monate des letzten Jahres und traf eine Auswahl an passenden Bildern, sodass eine kleine Serie mit noch unveröffentlichten Bildern - zu jedem Monat eines - einen Einstieg in ein Thema ermöglicht, dass unglaublich viele Facetten zeigen kann.
Was verbinden wir mit zuhause, mit sich zuhause fühlen, was alles kann ein heim-eliges Gefühl vermitteln und was braucht es, um einen Ort oder ein Gebäude als zu sich gehörig zu empfinden? 
Ein passendes Foto von Monat zu Monat zu finden war nicht schwer. Das Thema schien mich letztes Jahr zu begleiten, heute denke ich, dass sich zuhause fühlen zu können vielleicht einen weit größeren Einfluss auf unser Lebensgefühl hat, als uns bewusst ist.

Hier die früheren Posts zur Serie.

Dienstag, 25. März 2014

Check out and have fun

Meine Jahreszeit - Das Frühjahr beflügelt, endlich auch mal wieder ohne Strümpfe wohlfühlen. Das kann schon sehr viel und Müdigkeit, die auf die Zeit nach dem Winter anspielt hat bei mir keine Chance. Zu viel Projekte, viel beschwingtes Sein. Wenn zum Multitasking auch noch Bilocation möglich wäre, super! Bevor ihr aber denkt, jetzt hebt sie ganz ab und wird noch hyperaktiv, möchte ich in diesem Post auf spezielle Seiten verweisen, die ihr in der rechten Seitenleiste finden könnt. Ein weiterer Daily Foto Blog ist in die Liste aufgenommen. Diese Art Blog mag ich sehr. Hier kann ich zu Gegenden oder Städten, die ich liebe oder vielleicht einmal besuchen möchte mehr Einblick gewinnen. Dabei bekommen aktuelle Fotos ihren großen Auftritt, Text dient oft nur zur Erklärung oder Untermalung.
Phoenix in Arizona scheint in vielerlei Hinsicht ein Gegenpol zu Klima und visuellen Eindrücken der mir vertrauten Umgebung zu bieten. Ich war bisher dreimal in der Gegend und liebte es sehr. Unten seht ihr ein Foto von vor etwa eineinhalb Jahren. Opuntien wachsen dort überall, werden gerne in vielerlei Form gegessen. Nicht nur der Anblick frostempfindlicher Pflanzen in freier Natur, auch die Farbe der Erde oder Temperaturverhältnisse so ganz anders als wir es gewohnt sind und all das auswirkend auf das Leben der Menschen dort fand ich faszinierend.

Check out: Phoenix Daily Photo



Obwohl ich sehr nahe zu Wien wohne fand ich es schön, auch immer wieder mal den Blick von jemand anders auf die Stadt aufzunehmen und mitzuschwingen. Es gibt so viele Zugänge und Schwerpunkte und gerade auch diese Stadt kann durch eine große Vielfalt an Eindrücken begeistern. Viel zu selten kommen Bilder von Wien hier auf *kleine freude* zum Zug, dabei gibt es unzählige wunderschöne, oft versteckte Details in Häusern und Straßen zu entdecken, wie unten im Foto das Jugendstilmotiv im Glas eines Eingangstores an einem etwa 100 Jahre alten Wohnhaus im 3. Bezirk.

Check out: Merisi´s Vienna for Beginners



Nicht zuletzt betreibe ich auch eine Daily Foto Blog, den viele von euch schon kennen. Seit ich für diesen Blog fotografiere, haben sich meine Eindrücke zum aktuellen Geschehen in der Natur vertieft. Ich nehme so viel mehr bewusst wahr und die häufigen Spaziergänge im Park können nie langweilig werden!

Check out: Schlosspark Laxenburg

Es gibt inzwischen unzählige Fotoblogs weltweit, die Suchmaschinen lassen sich nicht lange bitten, wenn man eine bestimmte Destination abfrägt. Texte meist in englischer Sprache, Fotos von Menschen, die mit der Stadt oder Region sehr vertraut sind und offensichtlich gerne fotografieren bringen oft ein hohes Niveau und den Fokus auf allerlei Motive außerhalb der Reiseführerbildästethik. Check out and have fun!


 
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