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Dienstag, 24. Juni 2014

Die Welt auf meinem Fensterbrett / 2

An Stränden entlang wandern und auf den Boden schauen mochte ich immer gerne, auch wenn ich nicht sehr häufig Gelegenheit dazu habe. Von einem Urlaub in Dänemark brachten wir vor vielen Jahren einige Feuersteine mit nach Hause. Auf Schritt und Tritt konnte man dort an bestimmten Stellen besondere Steine entdecken. Ein paar davon liegen seither bei mir auf dem Festerbrett. Außen, damit sie eine Nase voll Wetter abbekommen ;-) 

Immer wenn ich sie ansehe, beflügeln sie meine Fantasie. Fossilien oder natürliche Ausformung? Auf einem der Steine ist der Panzer eines Seeigels deutlich zu erkennen, auf einem anderen erscheint eine winzige Rosette von einer Koralle, einem Schwämmchen oder einer Muschel. Das Ding braucht nicht unbedingt einen Namen, es ist einfach schön und das genügt mir.





Hier gabs schon mal eine Folge mit Steinen aus Island.


Samstag, 14. Juni 2014

Die Zehen in fast eisigen Fluten

Nach den ersten richtig heißen Tagen dieses Jahres macht es den Zehen Freude in richtig kaltes Wasser zu tauchen. Hier im Kanaltal im Norden Italiens kommt das Wasser aus den Bergen der Alpen. Es mäandert in ausgedehnten Kiesbetten, es hat eine starke Strömung und immer zu jeder Jahreszeit eine wunderbar helltürkise Jadefarbe. 
So oft schon durch das enge Tal gefahren, durch unzählige Tunnels auf der Autobahn, um schnell von A nach B zu gelangen. Viel zu schade! Auf der Bundesstraße fährt man laufend unter spektakulär hohen Stelzen der Autobahntrasse durch, um schließlich eine Stelle zu finden, wo ich mich tagelang aufhalten könnte ohne Langeweile zu empfinden. Schotterbänke mit rundgeschliffenen Steinen in allen Farben und Formen. Und: Klares kaltes Wasser!




Lieblingsorte für Temperaturen über 40°? Dieser hier wird in die Liste aufgenommen. Nicht gerade um die Ecke, aber vielleicht hilft ja bei der nächsten Hitzewelle Fotos anschauen und Füße in Eiswasser tauchen und schon fühlt man sich leicht wie ein Schmetterling. Wenigstens ein bisschen...






Montag, 2. Juni 2014

Die Welt auf meinem Fensterbrett / 1


Beim herumräumen und aussortieren sehe ich wieder genauer hin. Viele Schätze, die mir etwas bedeuten sind nicht gekauft, nicht geschenkt, sondern einfach gefunden und mitgenommen. 

Nicht von überall geht das problemlos, manchmal werden Steine am Gate aus dem Handgepäck gefischt, weil sie als Waffe gelten (im Koffer hätten sie zu viel Gewicht auf die Waage gebracht), oder die Ausfuhr ist strafbar. Ich halte mich meist an überschaubare Mengen. In diesem Fall ging es ins Volle:
Basaltschotter von einem Strand im Südwesten von Island. Vor vielen Jahren mitgenommen. Die von Wind und Wellen rundgeschliffenen anthrazitfarbenen Steine liegen in einer flachen Holzschale auf einer niedrigen Bank für Kakteen auf der Terrasse. 
Manche Dinge im Haushalt ist man so gewöhnt, man sieht es nicht mehr bewusst, es ist einfach da, gehört zum Inventar. Manches wieder schaue ich immer wieder an, erfreue mich daran und erinnere mich. 
In diesem Fall an eines meiner schönsten Naturerlebnisse. Island, du Land meiner Träume, so viel wilde Schönheit und Kraft spendende Erde!




Ich weiß, ich bin damit nicht alleine. Eine liebe Freundin hat ihren Garten voll mit Steinen, die ihr Vater aus den Bergen mitgebracht hat, nach seinem Tod freut sie sich noch mehr darüber. 
Inzwischen finden sich bei mir einzelne, zum Teil ganz normale winzige Steine aus vielen Teilen der Welt, schließlich gibt es im Freundes- und Familienkreis immer jemanden, der dort und dahin fährt.

Anyone else? Habt ihr auch "die Welt" auf eurem Fensterbrett? Das Original, nicht nur die Abbildung in Form von Fotos?

Was ich als Ausgleich dort lasse? Meine Freude und Begeisterung für ein herrliches Fleckchen Erde und ganz viel Liebe...


Donnerstag, 11. November 2010

Die Welt auf meinem Fensterbrett


Manchmal kommen mir Steine lebendig vor.

      Dieses und nächstes Bild: Strand bei Waterville, Kerry, Irland

Fensterbretter voll mit für mich besonderen Steinen von nah und fern. 

Liebe Leute, die mich kennen und von dieser Leidenschaft wissen, bringen mir auch mal welche mit. So hab ich Steine von Peru, Indien, Teneriffa und Hawaii.



Wenn ich meine Sammlungen Revue passieren lasse, fällt mir auf, wie weit ich schon herumgekommen bin, allerdings nur auf der Nordhalbkugel. Kleinere und größere Exemplare aus Island, Irland, Arizona, Kalifornien, Dänemark, Italien, Griechenland, Deutschland, Ungarn und natürlich Österreich. In manchen Ländern vergaß ich auch darauf, vielleicht gab es auch keinen Bezug, vielleicht machte keiner auf sich aufmerksam.
In letzter Zeit wird es allerdings zunehmend schwieriger mit meinem harmlosen Hobby, die ganze Welt auf etwa hundertvierzig Quadratmetern zu versammeln. Eine Fluglinie, die Gepäck auf unglaublich wenige erlaubte Kilo beschränkt, legte mir sozusagen damit Steine in den Weg, obwohl ich gar keine dabei hatte, leider.




Dieser hier wollte zuletzt im September auf Zakynthos von mir mitgenommen werden. Ich habe ihn so wie hier auf dem Bild zu sehen gefunden. Ein kleinerer Kiesel hatte sich in dem einen Loch verfangen. Er kann nur auf einer Seite herausfallen, auf der anderen ist das Loch zu klein.Nach diesem Fund ging ich noch einige Zeit mit gesenktem Kopf herum, um vielleicht noch einen zweiten Stein mit Loch zu finden, ohne Erfolg. Er ist einfach ein besonderes Exemplar!

Und ja, sieht er nicht irgendwie lebendig aus?


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