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Montag, 5. August 2013

Drama gratis, erste Reihe fußfrei

In Bildern über das Wetter reden. 
Tatsächlich befinden wir uns in Österreich an einem der Hitzepole Europas und das schon seit Wochen. Abkühlung kommt, wenn überhaupt mit Blitz und Donner, auch mal Hagel. Innerhalb von Minuten fällt die Temperatur stark ab, böige Winde zerren an Bäumen, Blätter und Zweige wirbeln durch die Luft. Gespenstisch, wenn man mittendrin steckt und die Gewalt erlebt, mit der sich Luftmassen unterschiedlichen Drucks ausgleichen. Gestern Abend kurz vor Sonnenuntergang wurden wir Zeugen dieses Schauspiels am Himmel.






Strahlen der untergegangenen Sonne beleuchten Reste der Gewitterwolken von unten. Am Horizont hat sich ein Wolkenloch aufgetan und der Himmel wirkt so, als stünde alles in Flammen, ohne Rauch! Außerirdisch mutet die Landschaft an, das Stroh auf den Feldern hat eine tieforange, fast phosphoreszierend strahlende Farbe angenommen. Für ein paar Minuten, nicht länger stehen wir auf einer anderen Erde. Alles verändert. Was Farben ausmachen! Schnell verblasst, unser Ausflug auf einen anderen Planeten lässt uns in vertraute Dunkelheit eintauchen. Gierig atmen wir die feuchte Kühle der Abendluft. 
Sanfter Regen fehlt in diesen Tagen, er fehlt sehr und wäre langsam sogar als Landregen willkommen...







   

Dienstag, 28. August 2012

Welch wilde Pracht

Von einem Ausflug ins Waldviertel kamen wir Mitte August frühabends an einem "brachliegenden" Feld, also in diesem Jahr unbestellten Acker vorbei.
Diese Brache war an Schönheit nicht zu überbieten. Während bei uns in so einem Fall Disteln und Raps und ähnliches wachsen (auch schön, aber nicht so!), nützten im nördlichen Niederösterreich bei Ottenschlag andere Samen ihre Chance. Letztes Jahr war wohl Mohn angebaut worden, dieses Jahr entwickelten sich hier eine Fülle sich selbst überlassener Pflanzen ungestört bis zur Reife. Mohn zauberte in Symbiose mit Hundskamille, Kornblumen und Süßgräsern diese ungezähmte Pracht in die Landschaft.



Das "Feld" stand da im Gegenlicht, einfach zum Niederknien! Ich wusste erst gar nicht, wohin zuerst schauen und entschloss mich nur zögernd da hineinzutreten, der Boden war so dicht bewachsen, dass ich notgedrungen einiges zertrampelte, ich musste diesen Zauber einfangen, zum Glück hatte ich die Kamera dabei (wie fast immer, Fotonarrische wissen warum)!



Diesen Bildern mag ich keinen zusätzlichen Text hinzufügen, aber vielleicht einen Wunsch: Genießt die letzten Sommersonnenstrahlen, die Wärme und die Verheißung von Fülle - der Hochsommer klingt aus, der Spätsommer bringt wunderbares Licht und eine stillere Freude.



Mit diesen Bildern verabschieden wir uns zögernd, aber fröhlich von der Hochsommerzeit und freuen uns auf die Reife- und Erntezeit. Ein neuer, dazupassender Lebensabschnitt steht auch in unserer Familie vor der Tür.









  

Dienstag, 14. August 2012

Stand by me

Für heute soll dieses Bild genügen, am Sonntag im Waldviertel aufgenommen erinnerte es mich an die für mich beste Version eines oft gecoverten Liedes. John Lennon (wer es noch nicht weiß, ich liebe seine Lieder und Interpretationen): Stand by me




Zwei Geschöpfe in der Reifezeit ihres Lebens, vom Leben gezeichnet, einander zugeneigt, dabei aufrecht dem eigenen Wachstumsimpuls gefolgt. Sie tragen zurecht Kronen, sind sie nicht wunderschön?


Freitag, 27. August 2010

Überliefert

Mein Motto heute Abend, elegant auf diesem alten Plakat zusammengefasst:


                     Entdeckt im Brauereimuseum im Schloss Weitra, Waldviertel

Dienstag, 24. August 2010

Camouflage




So viel Anpassung, und doch so viel einzigartige Schönheit.
So viel  sanftes Wiegen auf dem besonnten Stein.
So viel Zartheit und so viel Auf und Ab.
So viel sich zeigen und doch bald wieder weiter.
So viel Gegensätzliches und so viel Stimmiges.
So viele Augen und so viel Spürsinn.

Soviel Wunder auf einem Stein.

Kunstwerktage Ottenschlag

Eine Menge Kreativität, Durchhaltevermögen, die Fähigkeit Ideen umzusetzen und vieles mehr findet in Ottenschlag jedes Jahr im August für zwei Wochen einen lebendigen Ausdruck. Den Kunstwerktagen im Schloss haben sich Menschen mit ganz normalen Brotberufen angeschlossen. Manche nützen jedes Jahr ihren Urlaub, um sich auf anderen Ebenen als im Alltag auszudrücken.
Eine Schule mit großer Schulküche und ein Internat bieten die notwendige Infrastruktur und viel Raum, sodass auch Familienmitglieder mit dabei sein können.



Am letzten Samstag vor der Heimreise können alle, die den Geheimtipp und die Einladung erhalten haben in einer hochprofessionell gestalteten Vernissage die Ergebnisse bewundern und sich das eine oder andere Lieblingsstück sichern, um es mit nach Hause zu nehmen.
Auf das beste verköstigt an einem Buffet, das die sprichwörtlichen Stückerln spielt, konnten wir dieses Jahr wieder einen anregenden und gleichzeitig entspannten Nachmittag mit vielen lieben Leuten verbringen.
Die Verkaufsaustellung, das 18. Mal perfekt organisiert, steht unter der Patronanz des Landeshauptmanns. Man freut sich in der Region über diese Initiative.


Der Aufwand kann wohl für zwei Wochen nicht größer sein. Tonnenschwere Marmor- oder andere Steinblöcke und das notwendige Gerät müssen herbeigeschafft werden, die begrenzte Zeit in die Gestaltung mit einfließen.

Mit dieser Skulptur, einem Brunnen sorgte András Bodi dieses Jahr für viel Gesprächsstoff.
Kann ich mir sehr gut im Garten vorstellen, hier eine Teilansicht:


Die Vielfalt des Gezeigten könnte nicht größer sein: Fotografie, Plastik, Objektkunst, Keramik, Schmuck und Malerei. So verschieden, wie die Berufe, die die Künstler im normalen Leben ausüben.

Dieses Bild von Georg Vees mag ich auch sehr:

Faszination Waldviertel, in diesem Bild spürt man die Seele der Region.

Viel Schwung brachte diesmal zusätzlich die Jazzband Apophenic mit swingenden und groovigen Klängen, die Zuhörer konnten gar nicht genug bekommen.


Die Auswahl der Fotos könnte nicht subjektiver sein, mag ja auch neugierig auf mehr machen!
Wie wir dazukommen? Der Mann am Saxophon rechts im Bild, András, auch anzutreffen mit Hammer und Meisel oder Schleifmaschine ist mein Bruder. Ein Sitzstein von ihm ziert als Leihgabe unseren Garten.
Damit nicht genug, Georg, der Maler ist mein Schwager. Von rechs wegen sollte er wirklich viel mehr Zeit mit dem Pinsel verbringen, finde ich.

Bei Interesse für das nächste Jahr bitte bei mir nachfragen!
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