Donnerstag, 19. April 2018

Nicht nur / doch nur *3*

...ein Kreisverkehr...


                                         in Funchal, Madeira

               

Montag, 16. April 2018

Freitag, 13. April 2018

Nicht nur / doch nur *1*


...ein Briefschlitz...


                                             in Funchal, Madeira
   
Inspiriert von anderen Bloggern, wie Pepe beschränke ich mich in dieser Serie auf ein Bild. Zunächst einmal Fotos von einer Woche auf Madeira in den ersten Februartagen dieses Jahres. Da gabs einige zeig-würdige Motive :-)

Mittwoch, 11. April 2018

Träumen ist nicht verboten

Ein bisschen Luft holen, bevor es nach dem Beitragsmarathon der letzten Wochen hier weitergeht :-)

Als wir eine Woche Madeira  für die erste Februarwoche gebucht hatten, dachten wir es würde danach zuhause bald Frühling sein und wir würden ihm gerade eben ein wenig vorgreifen. Es folgten Winterwochen bis Ende März. Seit Anfang April herrscht bei uns eigentlich Sommerwetter und die Pflanzen schießen jetzt, dass man es kaum glauben kann. Dabei ist alles durcheinander, erste Frühlingsblüher wie die Zaubernuss oder der Schneeball haben noch Knospen, dafür wird der Apfelbaum bald blühen, die Kirsche tut es schon.


Über Madeira möchte ich einen schönen Beitrag zusammenstellen, dieses Bild ist nur ein Teaser. Bevor es soweit ist, freut euch auf eine Miniserie mit jeweils einem Foto. Es gab da interessante Motive ohne Ende.

Madeira ist ein großer steiler Fels, der aus dem Meer ragt und eigentlich nichts Ebenes aufzuweisen hat, außer der Landebahn, aber auch die ist ins Meer hinein gebaut. Auf dem Bild also ein ganz typischer Garten, ohne Terassen geht hier gar nichts. Es ist tiefster Winter, das erkennt man nur an den kahlen Weinstöcken und ein paar Baumarten, wie Platanen, die schon bei etwa 10°+ das Laub abwerfen. Was so schön gelb blüht ist Brokkoli, den die Madeiraner lieben, wir sahen ihn überall.

Es geht also entweder steil bergauf oder bergab, oder ganz ganz eben, wenn man an den Levadas, alten Wasserkanälen entlang wandert. Davon und von Gärten und Regenbögen aber später!


Ich war fasziniert von dieser Insel, es wäre ein idealer Ort, um aus dem hiesigen Winter zu flüchten. Träumen ist nicht verboten :-)


 

Montag, 9. April 2018

In 90 Tagen um die Welt / Ein Jahr danach

Ein Jahr nach unserer Rückkehr von 3 Monaten rund um die südliche Erde weiß ich definitiv, dass mir der Winter nicht fehlen würde. Ich könnte den Rest meines Lebens auf ihn verzichten. Das ist mit das erste, was mir für die Rückschau und ein Resümee einfällt, was sicher damit zu tun hat, dass wir überaus graue, sonnenleere Monate hinter uns haben. Die Kälte dazu, was soll ich noch sagen.



            Ruderboote und unser Schiff in Papeete, Tahiti

Bevor wir aber hier ins Trostlose kippen versuche ich doch ein paar Themen aufzugreifen. 

Was bleibt von einer Reise um die Welt? 
Ein bisschen was ist schon in den Berichten während wir unterwegs waren angeklungen, manches hat sich im Laufe der Zeit verdichtet. 

Zum einen die Weite! Sie fehlt mir, ich muss sie mir immer mal in meiner Vorstellung herholen, besonders in den vielen kalten Wochen, in denen ich viel im Haus war. Ich fühlte mich geborgen mit dem weiten Ausblick auf eine endlos scheinende Wasserfläche, auf den Himmel und den Horizont. Eine etwas überraschende Erkenntnis, auf diese Erfahrung kann ich nun zumindest in der Erinnerung zurückgreifen.


                         Am Tagesrand bei der Osterinsel

Wir wurden nach unserer Rückkehr oft gefragt, was uns am besten gefallen hätte. Diese Frage ist nicht leicht zu beantworten. Am ehesten vielleicht so: Wo immer ich das Gefühl hatte, es wäre eine Art Harmonie, ein Gleichgewicht zwischen der Lebensweise der Menschen und der Landschaft verwirklicht, dort fühlte ich mich wohl. Das ist nun wenig überraschend, aber wo das eklatant fehlte mochte man nicht lange sein. Es gab Orte, an denen wir fühlten, dass die Menschen gerne dort leben, dass sie ein großteils gutes Auskommen haben und grundsätzlich zufrieden sind. Häufiger war das außerhalb der großen Städte der Fall, dort schon auch, vielleicht mehr aber in Nischen.



Ganz besonders beeindruckte mich die Osterinsel! Sie strahlt eine urtümliche Schönheit aus. Wie schön die Erde sein kann.
Auch Chile fand ich faszinierend. Ein Land, das sich über fast alle Klimazonen erstreckt und über grandiose und vielfältige Landschaftsformen verfügt. Das wäre noch so ein Traum, die gesamte Pazifikküste entlang zu fahren...


                    Fischer auf der Osterinsel


                Moorea, französisch Polynesien

Kinder spielen im Hafenbecken. Auch da geht es, genauso wie bei uns zuhause darum, wer die größte Wasserfontäne beim springen schafft. Der Junge rechts im Bild war klar im Vorteil :-)


                      Fenster in Montevideo, Uruguay

Überall auf der Welt sahen wir den Ausdruck des Bedürfnisses das Lebensumfeld zu verschönern und zu schmücken. Manchmal in einem zwar winzigen, aber umso bunteren Vorgarten, in Fenstern oder auf Hausmauern. Es kann noch so ärmlich sein, wer will findet Mittel und Wege. Wenn das fehlt, geht es den Menschen richtig schlecht, dann haben sie möglicherweise resigniert und leben ein trauriges Leben...


                    Vorgarten in Puerto Cachabuco, Chile


                      Öffentliches Gebäude in Valparaiso, Chile

Ob jung oder alt, die eigenen Fähigkeiten spielerisch zu schulen, sich zu beweisen, oder ganz allgemein, die Freude am Spiel ist den Menschen überall eigen. Wo nicht mehr, oder nur wenig gespielt wird fehlt etwas Wichtiges! In vielen südlichen Ländern zeigen Menschen einen freieren Selbstausdruck, sind lauter beim sprechen und ausladender in Mimik und Gestik. Es machte bewusst, in wie engen Grenzen und uniformierter wir in Europa kommunizieren. Es könnte nicht schaden auch hier ein bisschen lebhafter und spontaner im Miteinander zu sein :-)


                       In Barcelona, Spanien


                       In Casablanca, Marokko

                     Auf einer Estancia bei Buenos Aires, Argentinien


                Auf den Straßen von San Salvador, Brasilien

So adrett, durchorganisiert und vervorschriftet wie in vielen Teilen Europas, ist es nicht oft im "Rest" der Welt, besonders nicht auf der Südhälfte! Man geht das Leben entspannter an. Man tut was man kann und lebt ein freieres, wenn auch viel viel ärmeres Leben. Und eines ist sicher: Man lebt auf wenigen Quadratmetern, oft sehr einfach, mit wenig Besitztümern.


                                                             Recife, Brasilien
Eine Katze räkelt sich im Schaufenster eines Juweliers.


                   "Supermarkt" in Puerto Chacabuco, Chile

Irgendwo im Hinterkopf wirkt alles nach. Je mehr Lebensweisen wir - wenn auch nur sehr oberflächlich - kennengelernt haben, umso mehr sehe ich die Vor- und Nachteile im Leben hier und dort. In Europa sind viele Menschen arg verschuldet und haben deswegen oft keine Wahl und schlaflose Nächte, Stress und psychische Belastungen. In einem Land, wo die Mehrheit der Menschen nicht viel besitzt, hat das Leben eine andere Qualität. Man lebt so wie es gerade möglich ist und hetzt weniger einem vermeintlich besseren Leben in der Zukunft nach, das vielleicht nie so rosig werden wird, wie man sich das vorstellt. Dazu verbringt man nicht so viel Zeit damit, Besitztümer zu pflegen und zu versorgen, sitzt eher zusammen und redet oder spielt miteinander...

                                              Hervi, unser Guide in Tahiti, französisch Polynesien

Manchmal versuche ich mein Leben nun von einer anderen Seite anzuschauen. Überlege, was mir wirklich wichtig ist und was ich weglassen kann!

In einer durch und durch leistungsorientierten Gesellschaft unterliegen Tätigkeiten einer starken Bewertung. Ist das, was man tut dazu angetan Geld oder Besitz zu schaffen, oder ist es "nur" etwas, das man aus Freude macht? Auch da fühle ich mich seit unserer Reise freier. Kreativ zu sein, mir Zeit für Dinge zu nehmen, die ich gerne mache, hatte mir früher oft ein schlechtes Gewissen gemacht. Schließlich liegt doch immer irgendwo noch eine unerledigte Arbeit herum...

Ich sehe es und es wird zu meiner Erfahrung. Auch da hat sich in diesem Jahr viel verändert. Die Lebensrealität der Menschen auf der Erde hat praktisch sehr sehr wenig damit zu tun, was uns täglich und stündlich in den "Nachrichten" serviert wird. Ich entziehe mich dieser Informationsflut der negativen Sorte inzwischen weitestgehend. Vieles davon macht unnötig Angst, ist einseitig oder verbreitet diffuse Befürchtungen und trägt nichts zu Lösungen bei. Kriege, Naturkatastrophen, furchtbare Krankheiten all das gibt es, keine Frage. Aber Millionen von Menschen leben eine Realität jenseits von engen Projektionsflächen medialer Dauerberieselung. Wäre es nicht sinnvoller, mehr positive Dinge und Lösungsansätze für Probleme in den Fokus zu rücken und die konstruktiven Ressourcen zu stärken, indem man sich in der Berichterstattung mehr darauf konzentriert?! Versucht man eine Woche lang sofort abzuschalten wenn in den Medien Krieg und Gewalt thematisiert wird, merkt man wie wenig da noch bleibt. Das gleiche mit allem was in Spielfilmen Gewalt zeigt oder impliziert.

Oft hatte ich das Gefühl, dass die Landschaft und das Klima einen direkten sichtbaren Einfluss ausübt. Nicht nur darauf, wie Menschen leben, sondern auch darauf, was ihnen wichtig ist und was nicht. Ich habe mir oft überlegt und versucht, es mir vorzustellen, wie es wäre dort oder da zuhause zu sein.


               Souvenirgeschäft in Auckland, Neuseeland

Egal wo wir leben und unter welchen Voraussetzungen, wir selbst sind es und unsere Filter, mit denen wir die Lebensumstände bewerten und wie wir uns an Verhältnisse anzupassen oder sie zu verändern vermögen. Wie wir die Welt sehen, so kommt sie uns auch entgegen. Auch das konnten wir immer wieder in Gesprächen feststellen, wie unterschiedlich uns Reisenden ein und dieselbe Situation erschien. Alles was man sieht, passiert viele Filter und wird auf eine sehr persönliche Art und Weise abgelegt. Auch in mir prallten idealisierte Vorstellungen auf eine erwartete, aber nicht vorgefundene heile Welt und ich musste mir eingestehen, dass die Erde ein Ort ist wo viele Fehler gemacht werden. 
Gleichzeitig habe ich gesehen, dass offensichtlich Menschen auf der ganzen Welt große innere Ressourcen und ähnliche Bedürfnisse für ein gutes Leben haben. Ein sicheres Dach über dem Kopf, Zugehörigkeit zu anderen, schmackhafte Nahrung, Anerkennung der individuellen Persönlichkeit, sinnerfüllende Arbeitsmöglichkeiten, eine gute Verbindung zur Natur, Freude, Spaß und Spiel und die Chance, sich kreativ auszudrücken. All das haben wir immer wieder in sehr unterschiedlichen Ausprägungen gesehen, gefunden, erkannt. Das ist es, was mich interessierte! An verschiedenen Orten ist von dem einem oder dem anderen mehr oder weniger verwirklicht. Ich sehe jetzt deutlicher, was davon in meinem Leben zuviel oder zuwenig Platz hat.


           Am Hafen von Valpariso

Was ich bewunderte, mit wie wenig sehr viel Schönes geschaffen werden kann. Und wie wichtig es ist das auszudrücken was Menschen bewegt. Oft waren es kleine Gesten und nur ein paar Worte, die einen Nachhall in mir erzeugten und noch immer wirken.
Dafür braucht es Zeit und Raum. Zum Beispiel indem ich Ruhe habe, meinen Geist nicht ständig mit unnötigen Dingen füttere, bewusst wähle, womit und mit wem ich meine Zeit verbringe. Das übe ich, das geht immer noch besser!

Jetzt sehe ich auch manches in meinem Leben in einem anderen oder klareren Licht. Manches kann man verändern, anderes nicht oder nur schwer. Jeder Mensch auf dieser Erde hat mit Hindernissen zu kämpfen, hat Prüfungen zu bestehen, geht weiter oder resigniert. Überall auf der Erde wachsen Menschen über sich hinaus, verbessern und zerstören auch, egal ob sie in "Armut" oder "Reichtum" leben. Geld ist nicht alles und bei Weitem nicht das Wichtigste im Leben.


                                                  Red Ginger, fotografiert in Tahiti


            St. Albertpark in Auckland, Neuseeland

Es war viel von den Menschen und vom Leben auf der Erde die Rede. Deswegen schließe ich mit diesem Bild. Was wäre die Reise ohne die grünen Giganten gewesen! Allein was wir an großartigen Bäumen und Pflanzen gesehen haben, machte diese Reise wert! In dem schnellen Hintereinander konnten wir Vergleiche ziehen und konnten spüren, wie wichtig Bäume für unser Wohlbefinden sind! Ich merkte, wie schön es war, nach vielen Tagen auf See wieder unter ihnen zu sein. So sehr ich die Zeit auf dem Schiff mit Blick auf Meer und Himmel genoss, die Erde unter den Füßen ist Heimat. Wo auch immer ich bin. Ich bin ein Teil von ihr und ein Teil von mir gehört ihr...


           An der Hafenmauer in Mindelo, Kapverdische Inseln

Danke fürs Mitlesen und eure Kommentare! 

Das Reisen, das Erinnern, das Schreiben, all das waren intensive Zeiten, die mir viel bedeuten :-) Auch jetzt noch blitzen manchmal unvermutet Szenen vors innere Auge. Flashbacks der angenehmen Sorte. 

Würde ich wieder so lange unterwegs sein wollen? Natürlich würde ich wollen. Das Gras auf der anderen Seite ist doch (fast) immer grüner ;-))))


Unser ältestes Paar auf dem Schiff, beide über 90. Es war ihre 138ste Kreuzfahrt (Bild auf der Osterinsel). Er hatte sich zwischenzeitlich den Fuß verletzt, war aber bald wieder ohne Rollstuhl unterwegs. Sie frequentierten am Abend fleißig die Tanzbar, sie waren unkompliziert, fröhlich und Lieblinge der Animateure :-) Alle mochten sie...


Unter diesem Link ist die ganze Serie zum nachlesen.
Für Suchbegriffe zu Destinationen kann das Suchfeld in der rechten Seitenleiste ganz oben unter dem Profil schnelle Ergebnisse für einen bestimmten Beitrag geben (einfach zB "Osterinsel" eingeben)




Sonntag, 8. April 2018

In 90 Tagen um die Welt / Wieder zuhause

13. April 2017, Gründonnerstag
Wieder zuhause

Irgendwie fehlt mir gerade mega der Plan (so sehr ich mich auf zuhause gefreut habe). Alles wieder selber machen... aber das eigene Bett ist einfach unschlagbar :-)
Erstmal staune ich beim Blick aus dem Fenster. Baumblüte, die Tulpen liegen wie bunte Ostereier da, Amselgezwitscher, so schön! Es gibt keine bessere Zeit zum zurückkommen, nur an die Kälte muss ich mich noch gewöhnen, vielleicht hilft ja Socken anziehen.
K: Hallo Elisabeth, ich stelle es mir schon ein wenig schwierig vor nach 3 Monaten wieder alles selber machen zu müssen. Betten, kochen, putzen und den Garten.
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Das dicke Ende hat mich völlig unerwartet eingeholt. Bin gestern und heute (Tag 2 und 3) mehr oder weniger im Bett gelegen, weil das stillhalten die Krämpfe in der Schläfe und den Schmerz im Rücken an ehesten beruhigen. Hoffe, dass es bald gut wird, die Koffer sind noch nicht ausgepackt, aber der erste Tag mit den Kindern und unserem Enkerl war wunderschön!



2 Tage später:
Wir beide schwimmen innerlich noch immer irgendwo zwischen den Welten herum. Ich hätte nicht gedacht, dass das Ankommen so langsam sein würde...
Inzwischen geht es mir besser, keine Schmerzen mehr und ich bin nicht mehr dauernd erschöpft.

Gute Wünsche gehen hin und her, auch für schöne Osterfeiertage, die bevorstehen!
Wir wünschen euch allen ein schönes Osterfest. Mögen die Eier schön rot, die neuen Ideen realisierbar sein und die Liebe zum Leben stetig wachsen!

Es folgen noch Grüße aus der Gruppe, exemplarisch für alle hier von 
U: Danke fürs miteinander reisen, für diese Blicke über Horizonte, fürs liebevolle Umarmen unserer Welt.


*****

Die Zeit des gemeinsamen unterwegs Seins ist nun beendet, es war schön auf diese Weise miteinander verbunden zu sein. Manche unserer Freunde, die mit in der WhatsApp Gruppe waren, sehen wir selten. Jeder ist mit seinem eigenen Leben beschäftigt, man nimmt sich zuwenig Zeit füreinander. Ich fand die Möglichkeiten der modernen Technik wunderbar! WhatsApp bot mir darüber hinaus die perfekte Möglichkeit, Erlebtes knapp und konzentriert sowohl in Text als auch im Bild festzuhalten. Ich weiß, dass ich anders schreibe, wenn meine Worte auch an andere gerichtet sind. Die Tagebucheinträge sind um einiges trockener als alles, was hier zu Wort kam.
Ich habe die Angst vor dem leeren Blatt (das war schon in der Schule so). Sobald aber ein Bild von meiner rechten in die linke Gehirnhälfte vordringt, fließen die Worte wie ein Bach im Frühjahr nach der Schneeschmelze, es macht keine Mühe...

So bereitete es doppelt Freude, so viele unserer Freunde und Familie uns begleitend zu wissen. Es machte mich glücklich, dass viele sich immer wieder die Zeit nahmen auch etwas zu schreiben, Bilder zu schicken. So sehr ich es genoss unterwegs zu sein, es tat gut mit dem vertrauten Leben und den vertrauten Menschen zuhause so direkt verbunden zu bleiben. 


Einladendes Entree in Dubai

These shoes are made for walking! In allen Städten der Tropen und Subtropen war ich mit diesen flachen Sandalen ohne Fußbett oft stundenlang unterwegs. Im Vorfeld waren es die einzigen, die mir auf Dauer keine Probleme bereitet hatten (bei 30° mag frau keine geschlossenen Schuhe tragen). Ein bisschen symbolisch für alles, was man so macht oder eben nicht macht. Ich achte mehr und mehr auf mein eigenes Gefühl. Ob es das Schuhwerk ist, oder das was ich esse. Was ich besuche, wo ich mitmache und wo nicht. 


Die einzige Herausforderung dabei, wenn man zu zweit Entscheidungen trifft und es mal nicht zusammenpasst ;-) Das wiederum hält uns im Herzen jung :-) Habt also nie Angst davor, etwas so zu machen wie es für euch passt, selbst wenn alle anderen es anders machen sollten!


Spaziergang über die Harbour Bridge in Sydney

Eine Folge gibts noch, dann sind wir endgültig am Ende dieser Reise angelangt :-)


 In dieser Serie könnt ihr unsere Weltreise 2017 mit einem Kreuzfahrtschiff um die Südhalbkugel Tag für Tag nachverfolgen. Im ersten Teil jeweils die überarbeitete Fassung einer WhatsApp Gruppe, im zweiten Teil Ergänzungen und weitere Fotos. Ich freute mich immer über Feedback aus der Gruppe, es ergaben sich Impulse und weitere Informationen durch den Austausch, weswegen auch manches davon hier (anonym) mit aufgenommen wurde. Alle Fotos im ersten Teil sind daher Handyfotos.

Diese Serie ist nicht dazu angetan Reiseführer zu ersetzen. Viel eher persönliche Schlaglichter auf Orte, Menschen, Pflanzen und Tiere, die uns für sich eingenommen haben zu zeigen und ein klein wenig nachvollziehbar und lebendig werden zu lassen, was wir auf dieser Reise erlebt haben.


Samstag, 7. April 2018

In 90 Tagen um die Welt / Heimreise

7. April, Freitag
Rückflug von Dubai nach Wien

"Very emotional" sagte der Taxifahrer, als wir dann endlich eingestiegen sind. Am Kreuzfahrtterminal nur mehr unser Taxi und sonst weit und breit niemand. 

Oben an der Reling Gewinke und Pfeifen als die Luminosa diesmal ohne uns ablegt und Andrea Bocelli "con te partiro" so laut aus den Lautsprechern tönt, dass wir es gut hören können.
Loslassen haben wir auf dieser Reise geübt. Jetzt fällt es trotzdem schwer, obwohl wir uns auf zuhause sehr freuen. Wir sind so dankbar für die vielen wunderbaren Begegnungen in diesen 3 Monaten und ich bin sicher, dass wir den/die eine/n oder anderen wiedersehen werden!

Jetzt geht es nachhause!


Noch ein Blick zurück auf die Wüstenstadt...

Zum Schluss unserer Reise noch ein paar Daten und Fakten der wundersamen Sorte ;-)
Wir haben die Sonnenliegen großräumig umgangen (wir hatten beide noch nie ein Faible dafür). 
Beide haben wir etwa 2kg abgenommen. Wir benützten keine Aufzüge, allgemein bewegten wir uns viel und aßen selten Süßes. Somit den Beweis erbracht, dass es geht ;-) (im Vorfeld hieß es oft, zuzunehmen ließe sich auf so einer Reise nicht vermeiden).

Wir haben keinen einzigen Film gesehen, dafür Stunden, Stunden, Stunden im Freien verbracht. Jeden einzelnen Tag. Mit das Schönste auf dieser Reise!
Ich habe die Ängste vor Moskitos und all den bösen Krankheiten losgelassen. Auch die Angst, in südlichen Ländern zwangsläufig Durchfall zu bekommen. Wir hatten keine Impfungen im Vorfeld. Bis auf den, aus Europa eingeschleppten Husten und ein bisschen Halsweh hatten wir keine Probleme.


Wir haben bei jeder Begegnung mit Menschen erlebt, wie sehr die Erfahrungen, die man in fremden Ländern macht von den Einstellungen einzelner Menschen geprägt werden. Menschen sind nicht nur kleine Rädchen im großen Weltgeschehen, nein, jeder einzelne wirkt!



Europa, allen voran die Seemächte, spielte in all den besuchten Orten in aller Welt und auf allen Weltmeeren eine Rolle, deren man sich als Europäer oftmals eher schämt, als stolz darauf zu sein...
Europäer hinterließen aber auch Schönes, wie feinste Steinmetzarbeiten (St. Thomas Kathedrale in Mumbai).


Hat uns die Reise verändert? Ich denke schon...
Seht einfach selbst, wenn wir uns wiedersehn ;-)


Unter all den Göttern im Hunduismus fand ich den Affengott Hanuman am sympathischsten :-) Er hat behaarte Beine und liebt das Glockenspiel...

Danke, dass ihr uns begleitet habt und bis ganz bald!!

*****

Die Frage, was die Erfahrung einer solchen Reise mit einem macht, ob und wie sie Einstellungen zum Leben zu ändern vermag, habe ich mir öfter gestellt. Jetzt, ein Jahr später kann ich vielleicht etwas mehr dazu sagen. Mehr darüber in der letzten Folge dieser Serie. Jetzt lasst uns erstmal zuhause ankommen :-)



In dieser Serie könnt ihr unsere Weltreise mit einem Kreuzfahrtschiff um die Südhalbkugel Tag für Tag nachverfolgen. Im ersten Teil jeweils die überarbeitete Fassung einer WhatsApp Gruppe, im zweiten Teil Ergänzungen und weitere Fotos. Ich freute mich immer über Feedback aus der Gruppe, es ergaben sich Impulse und weitere Informationen durch den Austausch, weswegen auch manches davon hier (anonym) mit aufgenommen wurde. Alle Fotos im ersten Teil sind daher Handyfotos.

Diese Serie ist nicht dazu angetan Reiseführer zu ersetzen. Viel eher persönliche Schlaglichter auf Orte, Menschen, Pflanzen und Tiere, die uns für sich eingenommen haben zu zeigen und ein klein wenig nachvollziehbar und lebendig werden zu lassen, was wir auf dieser Reise erlebt haben.



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