Posts mit dem Label wandern in Irland werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label wandern in Irland werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 15. Mai 2018

Blauer Spiegel da unten

Ich brauche immer wieder einmal den Rückzug in die Stille. Öfter wäre besser, aber einmal im Jahr ist auch schon gut. Damit eine bestimmte Referenz für innere Ruhe erinnerlich bleibt.

Alles in mir macht auf und entspannt sich. Nicht nur das Fehlen von Lärm, Geschäftigkeit, auch das Fehlen von anderen Menschen tut gut, obwohl ich wirklich nicht menschenscheu bin.
Allein in der Natur zu sein wirft mich zurück in mich selbst. Zeigt mir, was gerade los ist, was mich beschäftigt, was ich lösen möchte oder muss, was mich stärkt und wohin mein Weg weiterführt. Und es hilft mir als ein Empath loszulassen, was ich von anderen unbewusst aufgeschnappt habe und mit mir herumschleppe. Mit jedem Tag der vergeht werde ich ruhiger, ich denke weniger, ich nehme mehr wahr.

Zunächst fühlt es sich ungewohnt an, die Zeit dehnt sich. Ist Stille mit einer Verlangsamung des Zeitempfindens verbunden? Ich weiß es nicht, aber vielleicht hängt es damit zusammen, dass ich nirgendwohin hetze, meine Energie und Aufmerksamkeit nicht in viele Richtungen zerfransen lasse.


                                                    Selfie mit Selbstauslöser :-)

Hier also der 55ste Beitrag über Irland auf  *kleine freude* mit den schönsten Fotos aus zwei Wochen im April. In einer Landschaft, in der man viele Kilometer gehen kann, ohne auch nur einem anderen Menschen zu begegnen, gerade noch keine Saison für Wanderer. Die Iren im ländlichen Irland gehen nicht wandern und Touristen sind praktisch noch nicht da.

Alle Fotos sind von Westcork und Kerry, von beliebten Orten dort. An Wochenenden trifft man Einheimische auch zu dieser Zeit an den Stränden oder ab und zu mal einen Farmer.


Im Killarney Nationalpark, einem der touristischen Hauptanziehungspunkte Irlands


Strand von Derrynane, Caherdaniel (Ring of Kerry)





Bray Head, Valentia Island



Killarney Nationalpark
Ein paar hundert Meter weiter beim Herrenhaus und im Park ist es busy :-) Geht man Richtung See trifft man niemanden mehr. 



Church Island, Derrynane



Sheeps Head mit Blick auf Beara

Ab und zu in der Stille zu sein ist nicht nur für die Seele und das Gemüt, sondern auch für den Körper wichtig, denn Lärm erzeugt Stress. Dauerstress wird oft gar nicht mehr bewusst wahrgenommen. Soweit eh bekannt. In diesem Link könnt ihr mehr darüber lesen (in englischer Sprache), warum Stille wichtig für uns ist...



Panoramaaufnahme auf einem der Pässe am Sheeps Head (Seefin), links Blick auf Beara, rechts Blick auf Mizen Head.


Alte Straße am Sheeps Head

Das Meer liegt ruhig da, es ist nahezu windstill. Ich höre nur ab und zu eine Hummel. Sonst nichts. Die Luft ist klar, die Sicht weit. Später quellen Wolken, ein kurzer Schauer, dann scheint die Sonne wieder. Die Luft wird angenehm frisch, ich schaue auf den Weg. Dahin muss immer Aufmerksamkeit sein. Das bringt mich in die Gegenwart, zum Rhythmus meiner Schritte spüre ich den weichen Untergrund. Das Gras, das trocken aussieht aber satt Feuchte hat und nach dem langen Winter neu austreibt. Die Weiden, der Schwarzdorn und der Ginster blühen und die Blätter an Büschen und Bäumen beginnen sich zu entfalten. Mein Blick geht abwechselnd zu meinen Füßen und in die Ferne. Ich liebe diese Ausblicke, diese Weite. So gerne ich unter Bäumen und im Wald bin, so herrlich ist es auch in eine offene Landschaft sehen zu können. Irgendwann fühle ich mich als Teil von Allem was da ist, wo ich mich gerade bewege. Es ist groß und gleichzeitig geborgen.


Farm in Caherdaniel

Später im Jahr erscheinen die Hügel grün, jetzt sind es nur die Weiden.



Überall auf den Weiden grasen Schafe mit viel Wolle am Körper ( es ist noch zu früh für die Schur). Die Lämmchen liegen im Gras und dösen, weil sie ja noch kein Gras fressen und daher Zeit haben ;-) Wann immer man sich nähert, laufen sie aufgeregt zur Mutter.





Alte Straße nach Kilcrohane, Sheeps Head

Der schwache Wind treibt die Wolken noch von mir weg, aber ich muss da hinein, mein Auto steht hinter der Kuppe, etwa dort wo der Himmel am schwärzesten ist. Gerade als es heftig zu schütten und zu hageln beginnt, erreiche ich mein Auto. Ich habe über Stunden den Himmel und die schnell quellenden Wolken beobachtet, das Ende eines schönen Wandertages gerettet :-)
Ich genieße die Einfachheit dieser Tage. Die Naturerlebnisse befriedigen so viele Bedürfnisse. Machen mich ausgeglichen und glücklich...

Wieder zuhause merke ich im Laufe der Tage, dass ich mir ein bisschen innere Ruhe herüberretten konnte. Das soll so bleiben!!! Es liegt allerdings wohl nur an mir ;-)



 

Donnerstag, 22. Mai 2014

Vom Leben auf Inseln / 2

Vor Cape Clear in der Roaringwater Bay zieht ein kleines Regenband durch, in der Bucht kommen trotz der vorgelagerten Inseln meterhohe Wellen vom Atlantik an. Wenn man Glück hat und bei sonnigem Wetter die Inseln besucht, scheint das Leben dort mehr als idyllisch. Und es stimmt, dass es hier alles das gratis gibt, was ich zuhause vermisse: Die sauberste Luft Europas, die Stille und auch die Lieder der Natur, sauberen Regen, gutes Trinkwasser, ein mit der Natur verbundenes entschleunigtes Leben.



Das Leben auf den vorgelagerten Inseln im Südwesten Irlands muss man vielleicht von klein auf gewöhnt sein, oder man hält es dort nicht ewig aus. Der Zahnarzt ordiniert nicht um die Ecke und die Behandlungen müssen wohl auch teuer sein, fehlende Zähne im Gebiss sind hier keine Seltenheit. Einkäufe werden im Wochenrhythmus erledigt, alles, einfach alles, was man so zum Leben braucht und nicht selbst herstellen kann muss mit dem Fährschiff transportiert werden. Das sieht dann schon mal aus, wie der vorgestellte Auszug aus Ägypten und das umpacken von der Fähre ins Auto dauert eine Weile. Apropos Auto: Ich glaube wir haben kein einziges Fahrzeug auf den Inseln gesehen, an dem nicht etwas fehlte. Stoßstangen, Spiegel wasauchimmer, für die paar Kilometer Fahrt vom Haus zur Fähre taugt ein Auto noch jahrelang, egal wie es aussieht.


 

Unser Dach über dem Kopf entpuppt sich als Schmuckkästchen. Eine der Töchter des Hauses strahlte manche Jahre mit ihrer leuchtendroten Mädchenlockenpracht von großen Plakaten als Aushängeschild des Irischen, ihr Gesicht hat sich in das Bewusstsein so mancher Irlandverehrer eingegraben. Sie lächelt von der Wand des Frühstücksraumes auf uns herunter, während ihre Mutter uns das Frühstück serviert. Fröhlich, freundlich, fürsorglich.
Stellvertretend für viele B&B´s im Land hier ein paar Fotos von Räumen, in denen man sich sofort willkommen und zuhause fühlen kann.






Frische Blumen (der nächste Blumenladen ist nicht ums Eck), alles fein arrangiert, um uns Gäste zu erfreuen.


Zum Schluss noch ein paar Bilder vom Blick hinter oder vor den Gartenzaun. Hier sind Schweine und Hühner definitiv glücklich.




Das letzte Bild für heute hat irgendwie Symbolcharakter. Was braucht der Mensch um ein gutes Leben zu haben?
Immer wieder drängt sich diese Frage in mein Bewusstsein und ich denke lange darüber nach, wie vielfältig Lebenswirklichkeiten sein können. Sogar auf einem so kleinen Kontinent wie Europa.




Hier noch mal der erste Teil von "Leben auf Inseln" zum nachlesen. Eine kleine Zeitreise (aus Sicht eines mitteleuropäischen Städters) in Echtzeit.


    

Dienstag, 6. Mai 2014

Vom Leben auf Inseln / 1

Mit dem Schulbus oder zu Fuß zur Fähre, vom Hafenort am Mainland mit dem Bus zur nächsten Stadt und am Nachmittag wieder zurück. So sieht der Schulweg für manche jungen Menschen aus, für diejenigen nämlich, deren Eltern es nicht aufgegeben haben auf einer kleinen Insel unweit des Festlandes zu wohnen. Bei unseren Überfahrten während der Inselwanderwoche war der Himmel gnädig, es regnete praktisch nie. Ich stelle mir vor, wie es sich anfühlen muss, wenn starker Regen und Wind die kleinen Fährschiffe (ohne Autotransport) begleiten und bei Ebbe das Aussteigen über glitschige Stufen an der hohen Kaimauer entlang Vorsicht einmahnt. 
Ein Vergleich mit dem städtischen Leben bei uns drängt sich auf. Hier werden viele Kinder im Auto von der Haustüre bis zur Schule chauffiert und wieder abgeholt oder müssen sich schlimmstenfalls in den Schulbus drängen und bis dahin ein paar Schritte selbst gehen.



Drüben auf Cape Clear vor Baltimore im Süden Irlands feiern Kinder den Sommer. Schließlich scheint die Sonne, es ist windstill und die Lufttemperatur beträgt fast 15°. Wie oft habe ich solche Szenen beobachtet, selbst eingepackt in dicke Jacken, kann ich mir den Spaß an einem Bad im Meer nicht vorstellen. Mit den Elementen auf so direkte Weise leben zu lernen, macht auf eine Art stark. Man spürt es in den Begegnungen mit den Menschen hier. Vielleicht macht es auch gelassen, etwas, das mir immer wieder auffällt, wenn wir Touristen etwas ansprechen, das wir als Problem oder Herausforderung sehen würden, allen Themen voran das Wetter!






Die Mutter trifft Vorbereitungen für die Sommersaison, Boote werden herbeigeschafft, die Jugendherberge liegt direkt in dieser wunderschönen nach Süden ausgerichteten Bucht. Die Oma sitzt an der Kaimauer, weit weg, aber sie hat den Buben im Blick. Von dieser Szene gibt es einige Fotos, ich konnte es einfach nicht glauben! Der Knirps, maximal drei Jahre alt klettert alleine auf den Felsen herum, die steiler und kantiger sind, als sie auf den Bildern erscheinen. Er ist vorsichtig, verhält sich umsichtig und hat dabei sichtlich Spaß!





Welch ein Gegensatz zum Leben in der Stadt, wo Kinder in Zimmern groß werden, weil es ja auf der Straße zu gefährlich sein könnte. Mit Joystick und Fernbedienung in der Hand. 

Zwei Fotos aus Casablanca passen hier thematisch dazu. Kinder spielen Fußball, mitten auf der Straße und benützen einen Kleintransporter für die U-Bootfahrt nach Hause. Was hier niemanden aufregt. Alte, Junge und arbeitende Menschen teilen sich den öffentlichen Raum und leben ganz selbstverständlich miteinander.

Aus der Sicht eines in einem "reichen" Land lebenden Menschen haben es unsere Kinder besser. Haben sie das wirklich? Ich bin mir da nicht immer so sicher.





Wieder zurück auf Cape Clear ist da noch Sheamus, schon lange kein Kind mehr, aber beseelt von der Liebe zu seiner Insel und dem Leben dort. Davon ein anderes Mal hier auf *kleine freude*.


Hier gibts Infos zum wandern auf irischen Inseln.


      



Sonntag, 27. April 2014

Zwischen blühendem Schwarzdorn

7 Tage aus dem Alltag genommen, in den äußersten Westen des Kontinents begeben und mich dem Grün, der Stille, dem Meer, der Sonne, dem Regen, dem Nebel ausgesetzt und ein paar wenigen Menschen zusammengetan. Ingredienzien für tiefe Entspannung, so oft erfahren, so verlässlich eintretend. Aber da war noch mehr.

Schöne Geschichten sind mit mir zurückgekommen, aber davon ein anderes Mal. Margret, John, Peggy, Julian, Karen, Sheamus, sie alle ließen uns in ihren Alltag blicken und unsere Vorstellung von Lebensentwürfen erweitern. Heute erstmal ein paar Fotos zur Einstimmung hier. Das geht schnell, ich kann noch mal andocken und auch langsam wieder in meinem Alltag ankommen.


                alter Friedhof auf Whiddy Island vor Bantry in Westcork



So sah mein Ostern aus! Kein einziges gefärbtes Ei, dafür Schafe und Lämmchen zwischen blühenden Schwarzdornhecken, kräftig grünen Wiesen und steil zum Meer abfallenden Weiden. "They are so cute" sagte ich zur Farmerin, worauf sie trocken meinte: "Not, if you have to work with them". 
Viele interessante Gespräche mit den Menschen hier im Südwesten Irlands bringen ein vielschichtiges Bild von einem Leben, das teilweise noch immer stark mit der Natur verbunden ist. 






Wenn Karen meint, sie würde in den Norden auf Urlaub fahren und das auch nur im Winter, weil es da keine Touristen gibt, wird überdeutlich, dass jede Art von Arbeit Respekt verdient und jede Arbeit schwer sein kann, auch wenn es nicht so aussieht. Sie spricht davon, dass sie die Ökonomie nicht versteht, aber jeder der arbeitet, davon auch halbwegs gut leben können sollte. Für viele ein Wunschtraum hier. Und doch treffen wir einige Menschen, die uns mit ihrem Einsatz, ihrer Begeisterung für eine Sache und mit der Selbstverständlichkeit eines einfach gelebten Lebens beeindrucken. Sie müssen mit wenig zurechtkommen und machen viel daraus. Auf kleinen Inseln, abseits des "Mainland"s, wie die Insulaner Irland nennen, wo es teilweise keinen Arzt, keine Schule, keinen Supermarkt gibt und alles, was man braucht, mit der kleinen Personenfähre vom Festland gebracht werden muss. 

Die meisten der Fotos hier  sind von Dursey, dem letzten Zipfel kargen Landes am Ende der Beara Peninsula. Den Schafen schmeckt auch hier das Gras. Aber nicht einmal eine Handvoll Menschen leben nur mehr dauernd hier. Wenn sie eines Tages gegangen sind, wird Stechginster die Herrschaft über die Insel übernehmen. Bis dahin springen jedes Jahr zu Ostern Lämmchen über die Weiden, hier sind sie sicher glücklich.


 

Hier findet ihr weitere Beiträge zum wandern in Irland.


   



Donnerstag, 20. Februar 2014

Fensterbrettblues

Viele Jahre blieben meine Irlandreisen auf Naturerlebnisse beschränkt, ich hatte einfach Vorbehalte als Frau alleine in ein Pub zu gehen. Dumm, wie sich später herausstellte. Denn einmal überwunden, erwiesen sich meine Ängste als völlig unbegründet. Farmer am Tresen lümmelnd, am Nachmittag auf den Abend oder sonstwas wartend freuen sich immer über ein wenig Abwechslung. Die Touristin freundlich ausfragen kommt da wie gerufen. Nie kam mir jemand ungut. 
Das Pub ist öffentlicher Raum, der Schutz vor dem Wetter und Labsal bietend jedermann als Wohnzimmer zur Verfügung steht. Dabei ist der Raum meist begrenzt, wie hier in Kilcrohan auf der Beara Peninsula. Die Sängerin einer kleinen Gruppe mit feiner Besetzung, die hier mitten am Nachmittag wunderbar aufspielt (Anfang April!, also auch außerhalb der Tourisaison) sitzt auf dem Fensterbrett. Links von der Djembe sind es noch etwa 4 Schritte bis zum Tresen. Hinter dem Gitarristen ebensoviele Schritte bis zur Tür. Die Zuhörer stehen großteils oder sitzen auf den wenigen Hockern weiter hinten im Gastraum. Gemütlich allemal, auch wenn es nicht so erscheinen mag.


         alle Fotos in diesem Post: Georg Vees


Die Musik begeistert - immer! Sie nimmt ihren Weg zuerst übers Herz der Musiker, bevor sie über die Stimmbänder, Saiten und Hände entlassen und zu den Ohren und den Herzen der Zuhörer gelangt. Manche der Anwesenden singen mit, es ist als würde man wichtigen Geschäften nachgehen. Singen, musizieren und zuhören sind wichtig für die Seele, dabei ein bisschen reden, lachen, trinken! 

Manchmal denke ich, es wäre besser, es gäbe keine Aufnahmetechniken, man könnte Musik nur live hören. Alle Musiker dieser Welt wären begehrt, bräuchten keine Nebenjobs und würden von einem Ort zum nächsten gereicht, wir alle würden mehr singen und selbst Musik machen...



Nun noch ein paar Bilder von Klippen und Meer, es gab schon länger keine Fotos von Irland hier! Ich bereite mich langsam auf neue Abenteuer im Frühjahr vor.




Infos zu geführten Wanderungen im Südwesten Irlands findet ihr hier (Link anklicken). Die Wandersaison beginnt zu Ostern und endet weit im Herbst. Diese Fotos sind von Ostern letztes Jahr.





Mittwoch, 2. Oktober 2013

Sichtbare Spuren

Diesmal also eine Nebelwoche. Das fehlte ja noch in meiner Erfahrungsschatzkiste. Schön, so ein Nebel, wenn er nur mit salzig-feuchter Atlantikluft und ohne Abgase über und um uns wabbert.

Im Frühjahr gab es kalte und sonnige Luft, gute Fernsicht gratis für den Urlaub an der Wetterkasse abzuholen. Letztes Jahr eine Waschelwanderwoche, wo es tagelang schüttete, ein anderesmal Wind und viel frische Luft, dann wieder bunt gemischt. Lass dich überraschen, wenn du nach Irland fährst!
Bevor ihr mit dem Gähnen beginnt, weil ja hier schon wieder das Wetter zum Thema gemacht ist, es ist so: Irland gibt es nie ohne ausführlich lustvolles Bereden der aktuellen Zustände am Himmel und aller Schichten darunter.



Langeweile kommt diesbezüglich nicht so leicht auf. Bei all den Umständen, unter denen ich zuhause wohl eher nur kurz das Haus verlassen würde, kommt in Irland besonders beim wandern in der Gruppe gerne ein Gefühl auf, dass die Natur beweisen mag, dass sie bei jedem Wetter etwas zu bieten hat! 
Immer wieder ein besonderes Erlebnis sind die ersten Schritte über einen glatten von der letzten Flut wie neu gemachten Strand. Hier gehe ich barfuß und hinterlasse sichtbare Spuren. Ich mag das!



Die ersten drei Fotos sind vom Barley Cove auf der Beara Peninsula. Weiter unten Three Castle Head, immer irgendwie mystisch und zuletzt Shot Head mit den Ponys und der spacigen kraterigen Felslandschaft.



Nach meinem Knöchelbruch im Frühjahr entpuppten sich die Wanderungen Ende September als krönender Abschluss meiner körperlichen Rehabiliation. Gegen Ende hatte ich fast das Gefühl fliegen zu können, so leicht fühlten sich meine Beine manchmal an. Herrlich, wenn einem die Füße wieder gehorchen!

Im Bild unten seht ihr Antje von Wanderlust an den Klippen auf der Mizen Halbinsel. Es war schön, dich wiederzusehen Antje und überhaupt: Solltet ihr liebe Leute kennenlernen wollen, bei diesen Wanderurlauben finden die sich mit verlässlicher Regelmäßigkeit ein.



Wenn ich Pony wäre, hier ließe es sich bestens mit meinereiner leben. Auf einer Landzunge über dem Meer, viel fettes Gras und Wind in der Mähne.




Von hier, an der äußersten Spitze am Shot Head gäbe es eine wunderbare Aussicht auf Leuchtturm, den Hungry Hill, Wiesen und Weiden, ein paar Häuser in der Landschaft verstreut. Diesmal beobachten wir die Wellen, die Gischt, wie sie an Klippen schlägt und Stefan schafft es spielend uns komplexe Wetterphänomene näherzubringen. Die große Aussicht gibt es auf Postkarten, das "lost planet feeling" hier kann nur live erlebt werden und ohne Nebel hätte genau das keine Chance.



Abschließend soll noch mal vom Wetter die Rede sein: Irland hat Wetter, egal in welchem Monat. Es hat urlaubstechnisch das Potenzial für wunderbare und tiefgreifende Naturerlebnisse. Von März bis September, "aber sowas von" (um mit den Worten Antjes zu sprechen), definitiv.

Mehr Bilder zu meinen früheren Irlandurlauben mit Wanderlust (klick) könnt ihr hier (klick) sehen.

   
Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...