Mit meinem Fotoblog vom Laxenburger Schlosspark intensivierte sich mit den Jahren die genauere Beobachtung der Natur zwangsläufig. Es sind die gleichen Wege und Strecken die ich gehe und immer wieder mal kommt beim fotografieren die Frage auf, wie es denn letztes Jahr um dieselbe Zeit da und dort ausgesehen hat. Erschreckend, dass man sich eigentlich im Jahresabstand weniges exakt merkt, es ist eher ein Gefühl, als echtes Wissen. So nehme ich immer wieder mal Fotos aus den Vorjahren her und vergleiche sie mit der aktuellen Situation.
Hier drei Beispiele dafür, die jeweils ersten Bilder aus dem Vorjahr den gleichen Motiven aus diesem Jahr gegenübergestellt. Die Unterschiede sind mehr als deutlich, im Vorjahr hatten wir einen äußerst milden Winter und einen sehr zeitigen Frühlingsbeginn. Dieses Jahr war der Winter anfangs mild, bis es dann ab Februar kalt wurde und auch lange so blieb. Erst seit dem letzten Wochenende haben wir Tagestemperaturen über 15° und die Nächte sind immer noch sehr kalt.
Letztes Jahr blühte der Bärlauch Mitte April, dieses Jahr stehen die Knospen seit mehr als zwei Wochen in Wartestellung, die weißen schwebenden Sternchen lassen auf sich warten.
Richtig deutlich ist es beim Austrieb der Kastanien zu sehen.
Am Kanal steht ein Frühlingsbild einem Winterbild gegenüber.
Schön ist ja, dass im Kopf auch schon die Bilder da sind und egal wie sehr man es nicht erwarten kann, plötzlich sind die Wünsche erfüllt und man musste gar nichts dazu beitragen, außer eben ein bisschen länger warten....
Muss ich es dazusagen? Frühling!!!! Letztlich egal, wann er da ist. Jedes Jahr allerdings heiß ersehnt und innig geliebt...
Ach ja, außerdem fürs Archiv: Heute sind die ersten Tulpen im Garten aufgeblüht und man muss ehrlich sagen, dass das in anderen Jahren auch nicht früher geschieht. Also alles sowieso gut!
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Dienstag, 14. April 2015
Freitag, 20. März 2015
Auf einmal legt sich Schonung...
Vorfrühling
Härte schwand. Auf einmal legt sich Schonung
an der Wiesen aufgedecktes Grau.
Kleine Wasser ändern die Betonung.
Zärtlichkeiten, ungenau,
greifen nach der Erde aus dem Raum.
Wege gehen weit ins Land und zeigen’s.
Unvermutet siehst du seines Steigens
Ausdruck in dem leeren Baum.
Härte schwand. Auf einmal legt sich Schonung
an der Wiesen aufgedecktes Grau.
Kleine Wasser ändern die Betonung.
Zärtlichkeiten, ungenau,
greifen nach der Erde aus dem Raum.
Wege gehen weit ins Land und zeigen’s.
Unvermutet siehst du seines Steigens
Ausdruck in dem leeren Baum.
Rainer Maria Rilke
Sachte, ganz sachte greift der Frühling dieses Jahr bei uns in den Raum. Die Nächte sind kalt und was blüht blüht lange, als wollte es gar nicht mehr aufhören. Der Gelbe Hartriegel seit ein paar Wochen, die Zaubernuss, Schneeglöckchen, Primeln seit Mitte Januar.
Wie ich es liebe! Ein Frühling in dem alles Leben explodiert, von heute auf morgen blüht und schon wieder vergangen ist, überfordert mich. Zu schnell ist das Leben da, wie eine Sturzgeburt. Selbst die Tomatensämlinge auf er Fensterbank sind heuer gemach unterwegs....
Die Natur strahlt Gelassenheit aus, zur Sonnenfinsternis heute wurde es ein wenig stiller. Die Rehe traten aus dem Schutz des Unterholzes, ganz ruhig zupften sie am Gras.
Sich einem leichtfüßigen Leben entgegentreiben lassen. WARUM NICHT?
Sich einem leichtfüßigen Leben entgegentreiben lassen. WARUM NICHT?
Mit dem Gesicht in der Sonne, der Hellen. Nicht der verfinsterten! Gemach, gemach...
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