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Montag, 21. Dezember 2015

Wintersonnenwende 2015


Dieses Jahr zur Sonnenwende kein Wind, kein Regen, richtig schönes Feuerwetter.

Für das zyklische Geschehen auf der Erde beginnt ja bereits morgen der neue Zyklus, eigentlich ist das alte Jahr beendet. Unser Weihnachtsfest knüpft an  vorchristlichen Riten an und erinnert hier auf der Nordhalbkugel an das Erstarken des Lichtes durch das Erscheinen einer Lichtgestalt, die für ein neues Leben und die Liebe schlechthin steht...


Alles ins Feuer geworfen was nicht ins neue Erdenjahr mitkommen soll. Kräuter und Harze in die Glut geworfen, dass es nur so duftend rauchte. Der Rauch steigt in quirlenden Bewegungen auf, ich stelle mit vor, wie er alles reinigt und das alte Erdenjahr zur Ruhe legt. Dann kommt ein Glas mit Räucherwerk aus meinem Fundus zum Einsatz, das meinem Wunsch für das kommende Jahr perfekt entgegenkommt: Lebensfreude! Für mich und alle, die sich diesem Wunsch anschließen mögen. Ich sehe unser Haus, unser Dorf, unsere Region und die Erde eingehüllt in Freude. Was dieser Qualität des Seins nicht dient soll weniger werden und was es verstärken mag, soll mehr und mehr wirksam werden. So soll es sein!



Widersprüchlich erscheint, dass der Winter ja erst beginnt, andererseits haben wir noch ein wenig Zeit reifen zu lassen, was wir entwickeln wollen und können in aller Ruhe neue Weichen stellen. Es scheint mir so wichtig eine Vorstellung davon zu haben, wohin wir uns als einzelne und im Kollektiv auf der Erde bewegen wollen, nicht zuletzt auch deshalb, um nicht so leicht entmutigt zu werden, wenn es zunächst nicht so läuft, wie wir es uns wünschen. Ich sehe so viel Gutes in der Welt, ich suche bewusst positive Information und finde oft Vielversprechendes! 

So ist hier ein wenig vorweggenommen, was ich mir für uns für die nächsten Tage und Wochen wünsche. Mit dem Feuer stimme ich mich auf das Fest und auf das neue Jahr ein.

In diesem Sinn wünsche ich allen Lesern und Leserinnen von *kleine freude* eine schöne und von viel Freude begleitete Festzeit! Danke fürs immer wieder Da-sein! Habt es fein!

Ich mag sie! Engelsgleiche Stimmen und eine erhebende Melodie, passend zu meiner Stimmung in dieser Zeit... 
Celtic Woman:


Bis bald....



  

Donnerstag, 19. Dezember 2013

Ganz warm und hell

Nun, da uns das übliche Nebelwetter eingeholt hat und auch nicht so schnell wieder verlassen soll, erscheinen die Bilder die ich am vergangenen Sonntag einfahren konnte besonders wertvoll. Himmlisch war es da und wir nutzten, wie viele andere auch die Zeit um ein wenig Fernsicht zu genießen.

Um die Sonnenwende, wenn die Sonne sogar zur Mittagszeit Mühe hat den Himmel nennenswert zu erklimmen, streut sie zum Trost Licht mit einem hohen Gelbanteil und taucht alles in der Natur in eine freundliche Stimmung.
Diese Fotos zeigen die Landschaft, wie ich sie seit meinen Kindertagen kenne. In der Stadt Mödling ging ich zur Schule und auch heute wohne ich nahe, nur ein paar Kilometer von hier entfernt in der Ebene.

Hier enden die Alpen im Osten, wir stehen auf dem letzten Hügel vor der Wiener Becken im Wienerwald.



Den Blick auf Mödling gerichtet, das von den Römern erbaute Viadukt im Vordergrund. Rechts hinten sieht man prominent am Fuß des Eichkogels die Höhere Technische Lehranstalt, sie gilt mit knapp 3500 Schülern als größte Schule Mitteleuropas.

Kleinräumig bestimmen Schirmföhren das Landschaftsbild. Auch in früheren Jahrhunderten gab es hier am Rande eines alten Siedlungsgebietes schon Initiativen Waldflächen zu erhalten und nach Zeiten des Raubbaus wieder aufzuforsten. Die Folgen von klugen Entscheidungen prägen heute das Bild.



Dazu ein Auszug von der Seite: http://www.wvfoehrenberge.at/


  • Maria Theresia (Kaiserin von Österreich) erlässt 1766 eine neue Waldordnung.
  • Holz ist bis in die Mitte des 18. Jahrhunderts nahezu die einzige Energiequelle. 1878 soll ein Viertel des Wienerwaldes geschlägert werden, um die leeren Staatskassen zu füllen. Josef Schöffel (Retter des Wienerwaldes) mobilisiert die Öffentlichkeit und kann so die drohende Katastrophe verhindern. 1905 wird vom Wiener Gemeinderat der Schutz des Wald - und Wiesengürtels beschlossen.
  • 100 Jahre später wird der Wienerwald von der UNESCO als Biosphärenpark anerkannt. 105.000 Hektar erstrecken sich über 51 Gemeinden in Niederösterreich und 7 Bezirken Wiens. Der Wienerwald zählt zu den größten geschlossenen Laubwaldgebieten Mitteleuropas und ist einer der artenreichsten Gebiete Österreichs.


Im Vordergrund links die Burgruine Mödling, im Hintergrund rechts der Husarentempel, den wir von fast überall in der Ebene sehen können. Der heutige Husarentempel wurde 1813 im Stil eines griechischen Tempels errichtet, ursprünglich aber von Fürst Lichtenstein, dem wir viele romantische Bauwerke in dieser Gegend verdanken.



So schön diese sonnigen Bilder sind, in diesen Tagen regiert die Dunkelheit und zieht uns in ihren Bann. Die Aufmerksamkeit geht zum Leisen, Unaufgeregten, der Blick richtet sich nach innen. Es ist die besondere Qualität der Zeit, die ich so gerne mit einem Feuer draußen im Garten feiere, morgen oder übermorgen. Wenn Flammen nach dem Schwarz der Luft greifen wird es in mir ganz warm und hell, die Erde atmet...


    


Donnerstag, 20. Dezember 2012

Morgen sehe ich weiter

Es hat mich in den letzten Jahren einige Aufmerksamkeit und Organisation gekostet vertraute Strukturen zurückzulassen, um aus dieser Zeit wieder eine eher Stille zu machen. Die drei Tage um die Wintersonnenwende, in die wir jetzt eintreten, haben eine ganz besondere Qualität, die - so fühle ich es - sich einem eher erschließen, wenn Ablenkungen fehlen. Könnte einfach sein, ist es nicht. Meine Strategie zur Zeit ist, keinen Plan zu machen, wann ich was erledige, ich gehe durch den Tag und mache, was sich gerade gut anfühlt. Wenig fix verplante Zeit ist allerdings Voraussetzung, um auch für die Umsetzung des Impulses, "nichts" zu tun frei zu sein.



Manche Christbäume und auch manch ein Baum draußen tragen jetzt Herzen. Zeit miteinander verbringen, ohne den Druck gleich wieder zum nächsten Termin zu hetzen, steht jetzt für Viele ganz oben auf der Wunschliste. 
Das geht sich aus. 
Für mich bedeutete dies zu ermöglichen vorher eine große Inventur und danach eine Liste mit vielen Streichungen. Was viele Jahre unmöglich schien geht jetzt plötzlich. Ich bin entspannt, wie vielleicht noch nie in dieser Zeit seit ich erwachsen bin.
Oben seht ihr einen geschmückten Baum in Wien am Christkindlmarkt. Eine ganz andere Version entdeckten wir kürzlich in einer ganz anderen Klimazone der Erde in Arizona, einem der südlichsten Staaten in den USA.



Hier in Sedona, im Boynton Canyon, das eng verknüpft ist mit dem Schöpfungmythos der Yavapai Indians, stecken Herzen überall auf den Bäumen entlang des Weges. Als wir uns nähern, hören wir Flötenmusik und kommen schließlich mit einem weißen pensionierten Amerikaner ins Gespräch, der mir ein ebensolches Herz in die Hand drückt. Macht es Sinn, täglich auf einem Felsen zu sitzen, Flöte zu spielen, Herzen aus Stein zu klopfen und an Bäume zu stecken?



Ich merke, wie sich meine Gedanken auf diesem Weg verändern. Schöne Zeichen, starke Symbolik.

Was ist uns wichtig in diesen Tagen bleibt eine Frage, der wir Zeit einräumen sollten. Was soll fallen, wem oder was sollte mehr Raum gegeben werden? Ich habe meine Antwort für heute gefunden und morgen sehe ich weiter.

    

Mittwoch, 21. Dezember 2011

In der Weite der Dunkelheit

Letzte Strahlen der untergehenden Sonne zur Sonnenwende.
Diese Stunden ziehen uns in die lange Nacht. Die Zeit ist gut, um zu fühlen was uns wirklich wichtig ist, als ob das in dieser Zeit leicht fallen könnte!

Ganz schwer fällt mir der Absprung von der Geschäftigkeit und den selbst auferlegten Verpflichtungen.

Gestern Abend auf einem untertags vertrauten Wanderweg. So dunkel, dass wir den Verlauf zwischen den Baumstämmen eher erahnen als sehen können. Wir gehen still. Alles im näheren Umkreis verschwindet in der Schwärze der mondlosen Nacht. Wir müssen uns auf einen Bereich etwa 50 Meter vor uns konzentrieren, sonst würden wir das dunkelgraue Band des Weges aus den Augen verlieren. Plötzlich geht der Blick in den Himmel, zwischen den Baumkronen weitet sich die Wahrnehmung. Alles was rundherum an kleinen Frustrationen und Stress da war weicht einem Gefühl von Aufgehobensein in einer Welt, die verlässlich weiteratmet.



Die kalte Luft beißt in meine Wangen und Knie, innerlich ist mir trotzdem ganz warm. Alles da draußen wirkt zurückgezogen, vordergründig leblos. Doch ich spüre einen Hauch Vertrautheit in der Dunkelheit. Augen, Nase, Ohren haben nicht viel zu tun. In meinem Herzen kommt vielleicht gerade deswegen die Botschaft mit aller Wucht an: Innehalten, hinein horchen. Wir bleiben stehen. Sehr, sehr weit in der Ferne leises Rauschen und da und dort ein vielfach gebrochenes Licht. Wir stehen zwischen den hohen Stämmen, angekommen bei uns selbst. In der Dunkelheit verbinden sich Himmel und Erde.


Dienstag, 20. Dezember 2011

Sonnenwende mit Bruder Baum

Mein Motto für die nächsten Monate:

"Halte dir jeden Tag 30 Minuten für deine Sorgen frei und in dieser Zeit mache ein Nickerchen."
                                                                                                                               Abraham Lincoln

Nichts verbessert sich mit Sorgen machen und doch fallen wir immer wieder darauf herein. Sorgen bringen nichts oder im schlimmsten Fall etwas, das wir eh nicht haben wollen. Warum also an dieser Gewohnheit festhalten? Da ist es doch zehnmal besser, sich entspannt und vertrauensvoll auf die Zukunft einzulassen und zu tun, was gerade sinnvoll erscheint.




Der Stand der Sonne hat hier auf der Nordhalbkugel der Erde praktisch seinen Tiefpunkt erreicht. Drei Tage so etwas wie Still-stand bevor es wieder mit jedem Tag länger hell wird. Ich kann es kaum glauben, wie schnell wir hier angekommen sind. 
Dieses Jahr möchte ich mir Zeit nehmen und in diesen Tagen hinaus gehen zu den Bäumen und fühlen was da ist. Dann, wenn es schon dunkel geworden ist und still.

Alles andere wird auch noch fertig, wie jedes Jahr vor Weihnachten. Keine Sorge!

Dienstag, 21. Dezember 2010

Eine besondere Wendezeit

Dieses Jahr feiern wir eine besondere Sonnenwende. Zeitgleich heute morgen brachte eine totale Mondfinsternis - zuletzt vor beinahe vierhundert Jahren - eine besondere Aufmerksamkeit für diesen Übergang. Wir leben in bewegten Zeiten, wo so Vieles in Wandlung begriffen ist. 



Ich möchte mit diesem Post die Aufmerksamkeit ein wenig zur Erde und zum Kosmos lenken, für das Schicksal von uns Menschen oft vergessene, und doch so bestimmende Größen. Veränderung auf allen Ebenen liegt in der Luft und Veränderung bringt auch immer chaotische Zustände und Unruhe mit sich. Man spürt, dass manches, bisher in Stein gemeißeltes, keine Gültigkeit mehr hat. Die neue Ordnung hat sich auch noch nicht eingestellt und wir Menschen fürchten oft Veränderungen. Das neue Sonnenjahr hält möglicherweise viele Überraschungen für uns bereit.



Gestern Abend machten wir ein Feuer im Garten und räucherten, um Altes abzuschließen, zu vergeben und loszulassen und Neuem Platz zu machen. Damit folgten wir einer uralten, europäischen Tradition, die noch mit den Kräften der Natur eng verbunden war. 



Den ganzen heutigen Tag liegt nun eine große Ruhe und tiefgreifende Stille in der Luft. Am Morgen lag dichter Nebel in unserer Gegend und schluckte viele Geräusche. Der Himmel und die schneebedeckte Erde verschmolzen in einem Weiß, das alles zu verbinden schien und vieles optisch auflöste, was sonst so bestimmend das Blickfeld einnimmt. So fügte sich meine Wahrnehmung der äußeren Welt so wunderbar zu dem, was ich energetisch empfinde.  





Drei Tage scheinbare Bewegungslosigkeit des Sonnenstandes bringt einen Stillstand, den wir nützen können, um in uns hineinzuhorchen und tiefe innere Ruhe zu gewinnen.




Das ist nicht so leicht in diesen Tagen, aber es lohnt sich. Mit der Hinwendung zu den natürlichen Zyklen der Erde können wir große Ressourcen anzapfen und Kräfte für das Kommende schöpfen. Wir sind verbunden, obwohl wir das oft nicht beachten und wir Frauen in besonderer Weise.
Wir sehen noch nicht, wohin uns der Weg führen wird, aber die Nebel werden sich lichten, das ist ganz gewiss.
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