4. April, Dienstag
Seetag Richtung Dubai, Vereinigte Arabische Emirate
Zwei Seetage bis Dubai (auf der Karte ganz links am oberen Bildrand).
Wir nähern uns innerlich und äußerlich mit Riesenschritten unserem Zuhause. Freitag Mittag werden wir hoffentlich, alles gut verstaut, im Flieger sitzen, die letzten Kilometer werden wie im Flug vergehen ;-)
K: Guten Morgen Elisabeth, jetzt geht es auf einmal doch sehr schnell! Deine Berichte aus Indien sind für mich unglaublich spannend, sind nicht die ersten, die ich bekomme. Trotz allem kann ich mich für dieses Land nicht erwärmen, wegen seines Umgangs mit den Frauen, das sagte ich schon. Nur noch bis Freitag und dann brauchst du Jahre, um die Eindrücke zu verarbeiten, die du gewonnen hast. Genießt eure letzten Tage und macht viele Bilder für uns!
E: Wir wünschen euch einen schönen Ausklang euer tollen Reise und freuen uns auf ein Wiedersehn!
D: Auch wir wünschen euch noch schöne Tage und eine gute Heimreise! Danke für die tollen Berichte, die ich sicher vermissen werde.
Wir danken euch!! Für alle Neugierigen ein Foto von unserem Wohnsitz der letzten drei Monate.
Geräumige Schränke und sonst auch viel Stauraum und ein sehr bequemes Bett..
Auf der Ablage meine Schätze. Jasminblüten aus Mumbai, Zweig und Rinde aus Melbourne.
Das Tagebuch ist voll, nur noch Platz für ein paar Fotos.
G: So soll es ein! Und jetzt fragen wir uns, ob du uns auch von zu Hause aus die "Gedanken für den Tag" schicken wirst? Es war bereichernd mitzufahren, hat Gesprächstoff mit sich gebracht und Klarheit hinsichtlich eigener Vorstellungen.
Danke G! Unser Garten würde auf Dauer doch zu unspannend sein, fürchte ich ;-) Aber im Blog möchte ich über unsere Reise schreiben, schon allein deswegen, weil mir das schreiben beim aufarbeiten all der Eindrücke hilft! Aufgrund der unerwarteten Ereignisse zuhause kam es zu einer Verzögerung, aber nun ist es doch passiert, wir sind fast am Ende der Reise auch in unserer Nachlese angelangt, juhu, geschafft :-)
(Ich kann nicht oft genug betonen, wie wichtig mir dieser Austausch mit den Lieben zuhause war und wie sehr ich mich freute, wenn Nachrichten kamen!!!)
So leidenschaftlich gerne ich auch fotografiere, es war manchmal schwer alles unter einen Hut zu bringen. Mittendrin zu sein und in der Erfahrung zu bleiben und doch die Kamera zur Hand zu nehmen (und dann noch auf die Schnelle die richtigen Einstellungen zu wählen, was nicht immer gelang), das Handy zu starten. Ich wusste ja, für die WhatsApp Nachrichten konnte ich nur die Handyfotos verwenden. Dann wieder war es nicht gescheit, die Kamera vor sich herzutragen und sich auffällig als Tourist zu zeigen. Alles das brauchte Zeit und bewusste Hinwendung, genau dafür hätte ich oft mehr Ruhe gebraucht.
Wir mussten bei jedem Ziel abwägen, ob wir alleine losziehen, eine Tour buchen, uns mit anderen zusammentun und ein Taxi nehmen, etc. Im nachhinein ist man immer gescheiter, aber unterm Strich passte es immer, man konnte sowieso nicht alles sehen. Oft entstand trotzdem ein komplexes Bild, vielleicht gerade wegen der knappen Zeit, man war mit allen Sinnen und voller Konzentration dabei.
Exemplarisch für alle, die uns eine so bequeme und unbeschwerte Zeit an Bord ermöglicht haben, hier unsere Kabinenstewardess Ranesa von den Philippinen.
K: Irgendwie wird mir das fehlen. Gute Heimreise und geht es zuhause langsam an!
U: Schließe mich K. an! Wir haben so mitgelebt, mitgestaunt und einen runden Überblick erhalten, so eine Freude!! Schon heute ein großes Danke für die Zeit und die beeindruckenden Zeilen und Bilder. Ein Stückerl waren wir alle mit. Genießt die Tage noch jeden für sich und kommt gut heim!!
*****
Heute wird uns massiv bewusst, dass diese intensive Zeit des reisens nun bald hinter uns liegt! Wir versuchen unser Gepäck zu organisieren und uns von vielen lieben Menschen nach und nach zu verabschieden. Die Reise geht ja noch weiter, zurück bis Savona. Wir steigen mit nur ein paar wenigen anderen in Dubai aus, was von vorne herein so geplant war.
In
dieser Serie könnt ihr unsere Weltreise mit einem Kreuzfahrtschiff um
die Südhalbkugel Tag für Tag nachverfolgen. Im ersten Teil jeweils die
überarbeitete Fassung einer WhatsApp Gruppe, im zweiten Teil Ergänzungen
und weitere Fotos. Ich freute mich immer über Feedback aus der Gruppe,
es ergaben sich Impulse und weitere Informationen durch den Austausch,
weswegen auch manches davon hier (anonym) mit aufgenommen wurde. Alle Fotos im ersten Teil sind daher Handyfotos.
Diese Serie ist nicht dazu angetan Reiseführer zu ersetzen. Viel eher
persönliche Schlaglichter auf Orte, Menschen, Pflanzen und Tiere, die
uns für sich eingenommen haben zu zeigen und ein klein wenig nachvollziehbar und lebendig
werden zu lassen, was wir auf dieser Reise erlebt haben.
Posts für Suchanfrage Melbourne werden nach Datum sortiert angezeigt. Nach Relevanz sortieren Alle Posts anzeigen
Posts für Suchanfrage Melbourne werden nach Datum sortiert angezeigt. Nach Relevanz sortieren Alle Posts anzeigen
Mittwoch, 4. April 2018
Dienstag, 20. März 2018
In 90 Tagen um die Welt / Tag 73
20. März, Montag
3. Seetag Richtung Perth
Heute Morgen
Das Wetter hat sich gebessert, aber Windstärke 5 mit sehr langen Wellen. Sie bringen unser Schiff viel stärker zum schaukeln als bei kurzen Wellen mit Schaumkronen.
Wenn ich den Überblick nicht verloren habe, sind wir jetzt 7 Stunden vor euch. Wir mussten seit Melbourne jeden Tag an der Uhr drehen. Von Perth gehts dann nach Norden, damit sollten wir eine zeitlang in dieser Zeitzone bleiben (sie verraten uns die Umstellung immer erst einen Tag vorher).
U: Die Zeitzonen verstehe wer will, hoffe die Wellen tragen euch sanft.
Heute Mittag
Heute Abend, wir sind wieder nahe am Festland.
*****
Leben auf dem Schiff: Nach so vielen Tagen fühlt sich unser Hochhauskasten wie ein Ameisenbau an. Jedermann (und natürlich jedefrau) zieht seine eigenen Kreise. Da sind dann viele Kreise, die sich naturgemäß ständig kreuzen. Sind wir in einem Hafen, schwärmen fast alle aus und kommen wieder. Ab und zu bleibt jemand auf der Strecke, auch das gehört dazu. Diejenigen, die regelmäßig dieselben Straßen zur selben Zeit wählen kennt und grüßt man, selbst wenn es Franzosen oder Spanier oder sonstwas sind, die Herkunft trägt ja keine fleischgewordenen Mascherln, außer ein bisschen andere Hautfarbe oder so. Gut, eine Ausnahme gibt es wohl: Die Schweizer sind mit ihren Flagge unterwegs, entweder physisch oder mit Worten mitten im Erzählfluss, tja Schweizer eben ;-)
Das Hochhaus ist ein Dorf und in Dörfern kennt und grüßt man (fast) jeden.
Plötzlich ist da ein anderes Gesicht, es setzt sich zu an den Tisch, englischsprachig. Das ist gut. Es redet gerne, ist vielleicht alleine unterwegs?! Es gibt auch sonst sehr schöne Töne von sich, ganz allgemein, berufswegen. Es gehört zu Tenor Steffen Mullan, einem Freelance Opernsänger. Zurzeit ist er bei einer Agentur, die Auftritte auf Kreuzfahrtschiffen vermittelt. Das bedeutet einen oder zwei Auftritte mit mehreren Tagen Bordleben, dazwischen Flüge zu den nächsten Einschiffungshäfen. Ihr könnt euch vorstellen, wieviel interessanten Gesprächsstoff das gibt. Die Zeit vergeht im Nu, es ist wunderbar, wenn jemand so Weitgereister dann auch noch gerne seine Geschichten erzählt...
In dieser Serie könnt ihr unsere Weltreise mit einem Kreuzfahrtschiff um die Südhalbkugel Tag für Tag nachverfolgen. Im ersten Teil jeweils die überarbeitete Fassung einer WhatsApp Gruppe, im zweiten Teil Ergänzungen und weitere Fotos. Ich freute mich immer über Feedback aus der Gruppe, es ergaben sich Impulse und weitere Informationen durch den Austausch, weswegen auch manches davon hier (anonym) mit aufgenommen wurde. Alle Fotos im ersten Teil sind daher Handyfotos.
Diese Serie ist nicht dazu angetan Reiseführer zu ersetzen. Viel eher persönliche Schlaglichter auf Orte, Menschen, Pflanzen und Tiere, die uns für sich eingenommen haben zu zeigen und ein klein wenig nachvollziehbar und lebendig werden zu lassen, was wir auf dieser Reise erlebt haben.
3. Seetag Richtung Perth
Heute Morgen
Das Wetter hat sich gebessert, aber Windstärke 5 mit sehr langen Wellen. Sie bringen unser Schiff viel stärker zum schaukeln als bei kurzen Wellen mit Schaumkronen.
Wenn ich den Überblick nicht verloren habe, sind wir jetzt 7 Stunden vor euch. Wir mussten seit Melbourne jeden Tag an der Uhr drehen. Von Perth gehts dann nach Norden, damit sollten wir eine zeitlang in dieser Zeitzone bleiben (sie verraten uns die Umstellung immer erst einen Tag vorher).
U: Die Zeitzonen verstehe wer will, hoffe die Wellen tragen euch sanft.
Heute Mittag
Heute Abend, wir sind wieder nahe am Festland.
*****
Leben auf dem Schiff: Nach so vielen Tagen fühlt sich unser Hochhauskasten wie ein Ameisenbau an. Jedermann (und natürlich jedefrau) zieht seine eigenen Kreise. Da sind dann viele Kreise, die sich naturgemäß ständig kreuzen. Sind wir in einem Hafen, schwärmen fast alle aus und kommen wieder. Ab und zu bleibt jemand auf der Strecke, auch das gehört dazu. Diejenigen, die regelmäßig dieselben Straßen zur selben Zeit wählen kennt und grüßt man, selbst wenn es Franzosen oder Spanier oder sonstwas sind, die Herkunft trägt ja keine fleischgewordenen Mascherln, außer ein bisschen andere Hautfarbe oder so. Gut, eine Ausnahme gibt es wohl: Die Schweizer sind mit ihren Flagge unterwegs, entweder physisch oder mit Worten mitten im Erzählfluss, tja Schweizer eben ;-)
Das Hochhaus ist ein Dorf und in Dörfern kennt und grüßt man (fast) jeden.
Plötzlich ist da ein anderes Gesicht, es setzt sich zu an den Tisch, englischsprachig. Das ist gut. Es redet gerne, ist vielleicht alleine unterwegs?! Es gibt auch sonst sehr schöne Töne von sich, ganz allgemein, berufswegen. Es gehört zu Tenor Steffen Mullan, einem Freelance Opernsänger. Zurzeit ist er bei einer Agentur, die Auftritte auf Kreuzfahrtschiffen vermittelt. Das bedeutet einen oder zwei Auftritte mit mehreren Tagen Bordleben, dazwischen Flüge zu den nächsten Einschiffungshäfen. Ihr könnt euch vorstellen, wieviel interessanten Gesprächsstoff das gibt. Die Zeit vergeht im Nu, es ist wunderbar, wenn jemand so Weitgereister dann auch noch gerne seine Geschichten erzählt...
In dieser Serie könnt ihr unsere Weltreise mit einem Kreuzfahrtschiff um die Südhalbkugel Tag für Tag nachverfolgen. Im ersten Teil jeweils die überarbeitete Fassung einer WhatsApp Gruppe, im zweiten Teil Ergänzungen und weitere Fotos. Ich freute mich immer über Feedback aus der Gruppe, es ergaben sich Impulse und weitere Informationen durch den Austausch, weswegen auch manches davon hier (anonym) mit aufgenommen wurde. Alle Fotos im ersten Teil sind daher Handyfotos.
Diese Serie ist nicht dazu angetan Reiseführer zu ersetzen. Viel eher persönliche Schlaglichter auf Orte, Menschen, Pflanzen und Tiere, die uns für sich eingenommen haben zu zeigen und ein klein wenig nachvollziehbar und lebendig werden zu lassen, was wir auf dieser Reise erlebt haben.
Montag, 19. März 2018
In 90 Tagen um die Welt / Tag 72
19. März, Sonntag
2. Seetag Richtung Perth
Wir fahren mit westlichem Kurs im Großen Australischen Becken und durchfahren zurzeit ein Tiefdruckgebiet. Es regnet und die Luft ist unerwartet kalt.
Auf ausgedehnten Wasserflächen hat das Meer das Sagen, die Luft kann nicht viel mehr erwärmen oder abkühlen als die Temperatur des Wassers. Das bringt bei 30° warmen Wasser auch heiße Nächte oder eben kühlere Temperaturen, wenn das Wasser nur 18° hat wie hier. Wir haben nun ein paar Tage zum verschnaufen, bevor es wieder nordwärts Richtung Indien in tropische Gewässer geht...
Mein Mitbringsel aus Melbourne auf der Ablage: Ein Stückchen Borke des Paperbark tree und Harz einer Araukarie.
Ein, wie ich finde interessantes Detail der Lebensweise auf der Südhalbkugel: Vormittags, zu einer Tageszeit, wenn bei uns in Mitteleuropa die Rush Hour schon wieder abgeebt ist und alle an ihren Arbeitsplätzen der Mittagspause entgegensehen, beginnt hier langsam das öffentliche Leben zu erwachen. Wenn wir, um den Tag zu nützen beispielsweise um halb neun an Land gehen, ist da nix los. Kein Verkehr, keine offenen Geschäfte, als wäre die Stadt ausgestorben. Langsam, langsam, so gegen halb zehn beginnt es und eine Stunde später vibriert das Leben. In ganz Südamerika, auf den Inseln im Pazifik und auch hier in Australien, überall geht man gemächlich in den Tag. Keine Siesta und am Abend ist wieder früh Schluss. Nach 6 Uhr Ende mit einkaufen. Man muss sagen, das spart Geld ;-)
Schön langsam habe ich den Verdacht, dass nur wir so früh aus den Federn müssen (selbst in Irland fängt die Schule beispielsweise um halb zehn an).
K: Guten Morgen Elisabeth, ich muss ja nicht so früh raus, ich tue es einfach, weil mein Rhythmus es so verlangt. Im Sommer stehe ich um fünf auf, mit der Natur gewissermaßen.
A: Den frühen Arbeitsbeginn haben wir dem Kaiser Franz Joseph zu verdanken. Er hat den Tag um fünf begonnen und der ganze Hofstaat musste mitmachen.
Womit du und auch offensichtlich K., eher weniger Probleme hast. Ich weiß nur, dass die ersten beiden Unterrichtsstunden an mir ziemlich spurlos vorübergegangen sind ;-)
B: Hallo Elisabeth, es ist wirklich toll euch auf dieser Reise zu begleiten. Manches kam mir so vertraut vor und erinnerte mich an Mexico. Das Lebensgefühl, welches ich dort hatte, hast du wiedererweckt :-) Alle Info´s über das Leben der Aborigines hätte ich aufgesaugt wie ein Schwamm. Und früh aufstehen? Wohl dem, der es selbst entscheiden kann... Euch noch viel Spaß und ab und zu auch was Süßes :-))))
Haha B. danke :-) Also Kaffee jeden Tag, Torte sehr selten, aber reden wir nicht über Alloholll :-)
K:??
Wenn man auch dauernd zu Geburtstagen eingeladen ist :-) Heute wieder, freu! :-)
*****
Ein Tag, an dem wir uns gerne in den Innenräumen aufhalten. Es ist kühl, nur 18° Lufttemperatur.
Heute, ein Jahr später wäre das richtig warm, wir kämpfen gerade mit nächtlichen Minusgraden und der Frühling will und will sich nicht etablieren...
In dieser Serie könnt ihr unsere Weltreise mit einem Kreuzfahrtschiff um die Südhalbkugel Tag für Tag nachverfolgen. Im ersten Teil jeweils die überarbeitete Fassung einer WhatsApp Gruppe, im zweiten Teil Ergänzungen und weitere Fotos. Ich freute mich immer über Feedback aus der Gruppe, es ergaben sich Impulse und weitere Informationen durch den Austausch, weswegen auch manches davon hier (anonym) mit aufgenommen wurde. Alle Fotos im ersten Teil sind daher Handyfotos.
Diese Serie ist nicht dazu angetan Reiseführer zu ersetzen. Viel eher persönliche Schlaglichter auf Orte, Menschen, Pflanzen und Tiere, die uns für sich eingenommen haben zu zeigen und ein klein wenig nachvollziehbar und lebendig werden zu lassen, was wir auf dieser Reise erlebt haben.
2. Seetag Richtung Perth
Wir fahren mit westlichem Kurs im Großen Australischen Becken und durchfahren zurzeit ein Tiefdruckgebiet. Es regnet und die Luft ist unerwartet kalt.
Auf ausgedehnten Wasserflächen hat das Meer das Sagen, die Luft kann nicht viel mehr erwärmen oder abkühlen als die Temperatur des Wassers. Das bringt bei 30° warmen Wasser auch heiße Nächte oder eben kühlere Temperaturen, wenn das Wasser nur 18° hat wie hier. Wir haben nun ein paar Tage zum verschnaufen, bevor es wieder nordwärts Richtung Indien in tropische Gewässer geht...
Mein Mitbringsel aus Melbourne auf der Ablage: Ein Stückchen Borke des Paperbark tree und Harz einer Araukarie.
Ein, wie ich finde interessantes Detail der Lebensweise auf der Südhalbkugel: Vormittags, zu einer Tageszeit, wenn bei uns in Mitteleuropa die Rush Hour schon wieder abgeebt ist und alle an ihren Arbeitsplätzen der Mittagspause entgegensehen, beginnt hier langsam das öffentliche Leben zu erwachen. Wenn wir, um den Tag zu nützen beispielsweise um halb neun an Land gehen, ist da nix los. Kein Verkehr, keine offenen Geschäfte, als wäre die Stadt ausgestorben. Langsam, langsam, so gegen halb zehn beginnt es und eine Stunde später vibriert das Leben. In ganz Südamerika, auf den Inseln im Pazifik und auch hier in Australien, überall geht man gemächlich in den Tag. Keine Siesta und am Abend ist wieder früh Schluss. Nach 6 Uhr Ende mit einkaufen. Man muss sagen, das spart Geld ;-)
Schön langsam habe ich den Verdacht, dass nur wir so früh aus den Federn müssen (selbst in Irland fängt die Schule beispielsweise um halb zehn an).
K: Guten Morgen Elisabeth, ich muss ja nicht so früh raus, ich tue es einfach, weil mein Rhythmus es so verlangt. Im Sommer stehe ich um fünf auf, mit der Natur gewissermaßen.
A: Den frühen Arbeitsbeginn haben wir dem Kaiser Franz Joseph zu verdanken. Er hat den Tag um fünf begonnen und der ganze Hofstaat musste mitmachen.
Womit du und auch offensichtlich K., eher weniger Probleme hast. Ich weiß nur, dass die ersten beiden Unterrichtsstunden an mir ziemlich spurlos vorübergegangen sind ;-)
B: Hallo Elisabeth, es ist wirklich toll euch auf dieser Reise zu begleiten. Manches kam mir so vertraut vor und erinnerte mich an Mexico. Das Lebensgefühl, welches ich dort hatte, hast du wiedererweckt :-) Alle Info´s über das Leben der Aborigines hätte ich aufgesaugt wie ein Schwamm. Und früh aufstehen? Wohl dem, der es selbst entscheiden kann... Euch noch viel Spaß und ab und zu auch was Süßes :-))))
Haha B. danke :-) Also Kaffee jeden Tag, Torte sehr selten, aber reden wir nicht über Alloholll :-)
K:??
Wenn man auch dauernd zu Geburtstagen eingeladen ist :-) Heute wieder, freu! :-)
*****
Ein Tag, an dem wir uns gerne in den Innenräumen aufhalten. Es ist kühl, nur 18° Lufttemperatur.
Heute, ein Jahr später wäre das richtig warm, wir kämpfen gerade mit nächtlichen Minusgraden und der Frühling will und will sich nicht etablieren...
In dieser Serie könnt ihr unsere Weltreise mit einem Kreuzfahrtschiff um die Südhalbkugel Tag für Tag nachverfolgen. Im ersten Teil jeweils die überarbeitete Fassung einer WhatsApp Gruppe, im zweiten Teil Ergänzungen und weitere Fotos. Ich freute mich immer über Feedback aus der Gruppe, es ergaben sich Impulse und weitere Informationen durch den Austausch, weswegen auch manches davon hier (anonym) mit aufgenommen wurde. Alle Fotos im ersten Teil sind daher Handyfotos.
Diese Serie ist nicht dazu angetan Reiseführer zu ersetzen. Viel eher persönliche Schlaglichter auf Orte, Menschen, Pflanzen und Tiere, die uns für sich eingenommen haben zu zeigen und ein klein wenig nachvollziehbar und lebendig werden zu lassen, was wir auf dieser Reise erlebt haben.
Sonntag, 18. März 2018
In 90 Tagen um die Welt / Tag 71
18. März, Samstag
Seetag Richtung Perth
Samstag Mittag hier auf etwa 38° südlicher Breite. Wir fahren Richtung Westen. Innerhalb von 24 Stunden schaffen wir an Seetagen mehr als 1500km, sodass wir laufend die Uhr umstellen müssen. Heute sind wir 9 Stunden vor euch, nach der kommenden Nacht werden es nur mehr 8 sein.
3 Seetage haben wir zwischen Melbourne und Perth an der Westküste Australiens, um all die letzten Eindrücke zu verdauen. In Melbourne hätte ich noch zwei Tage mindestens gebraucht. Es läuft gerade eine Van Gogh Ausstellung und die Design Week in der Messehalle wäre sicher auch sehr interessant gewesen.
*****
Gestern Abend musste ich an meine Lieblingsinsel denken, es war St. Patrick´s Day, auch in Melbourne allgegenwärtig :-)
(ein Jahr danach muss ich sagen, Irland steht für mich immer noch ganz oben auf der Liste der Lieblingsinseln)
Im Tagebuch habe ich vermerkt: Gestern ist es endlich gelungen nachhause zu telefonieren. Der dritte Geburtstag in unserer Familie, den wir nicht zuhause verbringen. An solchen Tagen fehlen sie mir alle sehr!
Statt einer von Mama gebackenen Torte wurde nur ein Bild geschickt. Der Himmel hat mich an dieser Auslage vorbeigeführt :-)
In dieser Serie könnt ihr unsere Weltreise mit einem Kreuzfahrtschiff um die Südhalbkugel Tag für Tag nachverfolgen. Im ersten Teil jeweils die überarbeitete Fassung einer WhatsApp Gruppe, im zweiten Teil Ergänzungen und weitere Fotos. Ich freute mich immer über Feedback aus der Gruppe, es ergaben sich Impulse und weitere Informationen durch den Austausch, weswegen auch manches davon hier (anonym) mit aufgenommen wurde. Alle Fotos im ersten Teil sind daher Handyfotos.
Diese Serie ist nicht dazu angetan Reiseführer zu ersetzen. Viel eher persönliche Schlaglichter auf Orte, Menschen, Pflanzen und Tiere, die uns für sich eingenommen haben zu zeigen und ein klein wenig nachvollziehbar und lebendig werden zu lassen, was wir auf dieser Reise erlebt haben.
Seetag Richtung Perth
Samstag Mittag hier auf etwa 38° südlicher Breite. Wir fahren Richtung Westen. Innerhalb von 24 Stunden schaffen wir an Seetagen mehr als 1500km, sodass wir laufend die Uhr umstellen müssen. Heute sind wir 9 Stunden vor euch, nach der kommenden Nacht werden es nur mehr 8 sein.
3 Seetage haben wir zwischen Melbourne und Perth an der Westküste Australiens, um all die letzten Eindrücke zu verdauen. In Melbourne hätte ich noch zwei Tage mindestens gebraucht. Es läuft gerade eine Van Gogh Ausstellung und die Design Week in der Messehalle wäre sicher auch sehr interessant gewesen.
*****
Gestern Abend musste ich an meine Lieblingsinsel denken, es war St. Patrick´s Day, auch in Melbourne allgegenwärtig :-)
(ein Jahr danach muss ich sagen, Irland steht für mich immer noch ganz oben auf der Liste der Lieblingsinseln)
Im Tagebuch habe ich vermerkt: Gestern ist es endlich gelungen nachhause zu telefonieren. Der dritte Geburtstag in unserer Familie, den wir nicht zuhause verbringen. An solchen Tagen fehlen sie mir alle sehr!
Statt einer von Mama gebackenen Torte wurde nur ein Bild geschickt. Der Himmel hat mich an dieser Auslage vorbeigeführt :-)
In dieser Serie könnt ihr unsere Weltreise mit einem Kreuzfahrtschiff um die Südhalbkugel Tag für Tag nachverfolgen. Im ersten Teil jeweils die überarbeitete Fassung einer WhatsApp Gruppe, im zweiten Teil Ergänzungen und weitere Fotos. Ich freute mich immer über Feedback aus der Gruppe, es ergaben sich Impulse und weitere Informationen durch den Austausch, weswegen auch manches davon hier (anonym) mit aufgenommen wurde. Alle Fotos im ersten Teil sind daher Handyfotos.
Diese Serie ist nicht dazu angetan Reiseführer zu ersetzen. Viel eher persönliche Schlaglichter auf Orte, Menschen, Pflanzen und Tiere, die uns für sich eingenommen haben zu zeigen und ein klein wenig nachvollziehbar und lebendig werden zu lassen, was wir auf dieser Reise erlebt haben.
Samstag, 17. März 2018
In 90 Tagen um die Welt / Tag 70
17. März, Freitag
2. Tag in Melbourne, Australien
Wir starten gleich eine Aboriginal Heritage Tour durch den botanischen Garten, im Gift Shop lässt es sich wunderbar auf den Guide warten :-) Die Sachen sind wunderschön, ich könnte den ganzen Laden aufkaufen
K: Mensch, da könnt ich auch ziemlich viel kaufen! Wenn ich etwas Getöpfertes sehe!
D: Beim Getöpferten gibts bei mir auch kein halten :-)
Feinstes Porzellan mit Blütenmotiven nach alter englischer Tradition! Werkzeug für den Gärtner, ganz edel. Glückwunschkarten, die man sich am liebsten als Bild an die Wand hängen möchte...
Rot sind die Mutter Erde und der Ocker, der für Zeremonien benutzt wird. Gelb ist die Sonne, der beständige Geber und Erneuerer des Lebens. Schwarz ist die Traumzeit, in der alles entstanden ist. Zusammen symbolisieren die Farben die Grundlage des Lebens der Aborigines.
Unsere Erwartungen, beim Aboriginal Heritage Walk etwas mehr über die Ureinwohner Australiens zu erfahren haben sich übererfüllt. Ben, unser Ranger mit Aborigineswurzeln mütterlicherseits (und einem englischen Vater) machte gleich mal eine Räucherzeremonie mit uns. Im Bild die Fahne der Ureinwohner, heute nur noch 2,5% der Bevölkerung...
3 verschiedene Blattarten, symbolisch für drei Generationen. Zum danken und reinigen.
Die Ureinwohner sehen den Menschen zum Land gehörend und nicht das Land dem Menschen gehörend. Dankbarkeit ist eine Selbstverständlichkeit, denn die Erde gibt alles für Behausung, Kleidung und Nahrung. In Ben´s Familie wird diese Zeremonie regelmäßig durchgeführt, ist ein lebendiger Bestandteil seiner Kultur.
Er stellt uns Fragen, wir stellen Fragen. Es ist eine wunderbare Begegnung von 8 Menschen mit sehr unterschiedlichen kulturellen Prägungen. Während wir uns in Häusern geschützt fühlen, leben die Aborigines mit der Natur und das nicht in einer idealisierten Form, sondern mit jahrtausendealtem Erbe. Es war ein besonderes Erlebnis zu erfahren, dass auch heute noch, trotz westlicher Lebensweise eine Verbindung dazu bestehen kann. Unser Ranger hat natürlich eine gute Ausbildung bekommen und lebt jetzt in der Stadt, hält mit seiner Familie aber Bräuche aufrecht und gibt sein Wissen weiter.
Paperbark tree, Melaleuca, mit einer seidenweichen Borke, samtig wie Haut. Wir kennen das etherische Öl, auch für die Ureinwohner eine sehr wichtige Pflanze!
Der Halmansatz dieses Grases war saftig und schmeckte nach Erbsen, das wurde von den Ureinwohnern gegen Durst gekaut, die Fasern zu Körben und Matten verarbeitet.
Bottlebrush, Banksia. Mit dem Nektar der süßen Blüten aromatisierte man Wasser zu einer Art Saft. Das schöne rötliche Holz wurde für Werkzeug und Waffen verwendet.
Aus den Früchten werden heute zB solche Behälter für das verdunsten von etherischen Ölen hergestellt.
Nuss von den großen Zapfen einer Araukarie
Damit lasse ich es fürs erste gut sein. Danke, dass ihr bis hierher durchgehalten habt! Ok, ein Baumfoto muss noch Platz haben: Eine riesige Platane in einem Park.
Eine junge Verkäuferin erzählte uns, dass die Stadt wie ein Magnet vor Allem auch viele junge Menschen aus allen Teilen Australiens anzieht, nicht zuletzt der lebendigen Kunst- und Kulturszene, der guten öffentlichen Erschließung und des vielen Grüns wegen. Die Haus- und Wohnungpreise seinen astronomisch hoch, eine Farm in der Nähe weitaus günstiger...
K: Danke für deine Ausführungen, Mister W hat mich gerade gefragt, ob das Schiff immer noch fährt!
Ja, wir fahren immer noch und die Crew ist toll :-)
R: Das ist alles so faszinierend, bitte weiter so!
Danke R.! Es macht mir Freude :-)
D: Von mir auch danke, ich genieße es mit euch die Reise mitzuerleben. Auf diese Weise habe ich schon einiges über andere Länder, Kulturen, Zeitverschiebung, Datumsgrenze... erfahren. Ein toller Geografieunterricht. Freu mich auf eure nächsten Berichte :-)
Hab ja Geografie studiert, allerdings nicht fürs Lehramt :-) Die Liebe zur Erde ist geblieben.
*****
Ganz zu Beginn unseres Heritage Walks zeigt uns Ben eine Karte Australiens, auf der zu sehen ist, wie der Kontinent ausgesehn hat, bevor der weiße europäische Mann hier alles in einen Raum vereinte. Die bunten Flecken bezeichnen die verschiedenen Völker mit ihren unterschiedlichen Sprachen. Ich muss sagen, das hat mich erstmal sprachlos gemacht. Man nehme die Vorstellung, jemand hätte über ganz Europa (im Größenvergleich etwa von Spanien bis zum Baltikum) eine Sprache gestülpt, Verwaltung und alles was sonst mit Gesellschaft und Kultur zu tun hat, über einen Kamm gezogen und vereinheitlicht!! Was für eine Vielfalt ist da verloren gegangen!!
Wie auch schon in Sydney, trafen wir auch hier Schulklassen im botanischen Garten. Es ist so wichtig, den Kontakt zur Natur besonders in der heutigen Zeit zu fördern! Dass die Grünraumgestaltung in dieser Stadt einen großen Stellenwert hat, zeigt auch diese große Infotafel neben einer stark frequentierten Straße.
Zum Schluss noch ein Bild von einem ganz normalen Wohnhaus. Rosen und Strelizien im Vorgarten. In diese Stadt habe ich mich verliebt. Danke, dass ihr die Bilderflut bis hierher mitgenommen habt :-)
In dieser Serie könnt ihr unsere Weltreise mit einem Kreuzfahrtschiff um die Südhalbkugel Tag für Tag nachverfolgen. Im ersten Teil jeweils die überarbeitete Fassung einer WhatsApp Gruppe, im zweiten Teil Ergänzungen und weitere Fotos. Ich freute mich immer über Feedback aus der Gruppe, es ergaben sich Impulse und weitere Informationen durch den Austausch, weswegen auch manches davon hier (anonym) mit aufgenommen wurde. Alle Fotos im ersten Teil sind daher Handyfotos.
Diese Serie ist nicht dazu angetan Reiseführer zu ersetzen. Viel eher persönliche Schlaglichter auf Orte, Menschen, Pflanzen und Tiere, die uns für sich eingenommen haben zu zeigen und ein klein wenig nachvollziehbar und lebendig werden zu lassen, was wir auf dieser Reise erlebt haben.
2. Tag in Melbourne, Australien
Wir starten gleich eine Aboriginal Heritage Tour durch den botanischen Garten, im Gift Shop lässt es sich wunderbar auf den Guide warten :-) Die Sachen sind wunderschön, ich könnte den ganzen Laden aufkaufen
K: Mensch, da könnt ich auch ziemlich viel kaufen! Wenn ich etwas Getöpfertes sehe!
D: Beim Getöpferten gibts bei mir auch kein halten :-)
Feinstes Porzellan mit Blütenmotiven nach alter englischer Tradition! Werkzeug für den Gärtner, ganz edel. Glückwunschkarten, die man sich am liebsten als Bild an die Wand hängen möchte...
Rot sind die Mutter Erde und der Ocker, der für Zeremonien benutzt wird. Gelb ist die Sonne, der beständige Geber und Erneuerer des Lebens. Schwarz ist die Traumzeit, in der alles entstanden ist. Zusammen symbolisieren die Farben die Grundlage des Lebens der Aborigines.
Unsere Erwartungen, beim Aboriginal Heritage Walk etwas mehr über die Ureinwohner Australiens zu erfahren haben sich übererfüllt. Ben, unser Ranger mit Aborigineswurzeln mütterlicherseits (und einem englischen Vater) machte gleich mal eine Räucherzeremonie mit uns. Im Bild die Fahne der Ureinwohner, heute nur noch 2,5% der Bevölkerung...
3 verschiedene Blattarten, symbolisch für drei Generationen. Zum danken und reinigen.
Die Ureinwohner sehen den Menschen zum Land gehörend und nicht das Land dem Menschen gehörend. Dankbarkeit ist eine Selbstverständlichkeit, denn die Erde gibt alles für Behausung, Kleidung und Nahrung. In Ben´s Familie wird diese Zeremonie regelmäßig durchgeführt, ist ein lebendiger Bestandteil seiner Kultur.
Er stellt uns Fragen, wir stellen Fragen. Es ist eine wunderbare Begegnung von 8 Menschen mit sehr unterschiedlichen kulturellen Prägungen. Während wir uns in Häusern geschützt fühlen, leben die Aborigines mit der Natur und das nicht in einer idealisierten Form, sondern mit jahrtausendealtem Erbe. Es war ein besonderes Erlebnis zu erfahren, dass auch heute noch, trotz westlicher Lebensweise eine Verbindung dazu bestehen kann. Unser Ranger hat natürlich eine gute Ausbildung bekommen und lebt jetzt in der Stadt, hält mit seiner Familie aber Bräuche aufrecht und gibt sein Wissen weiter.
Paperbark tree, Melaleuca, mit einer seidenweichen Borke, samtig wie Haut. Wir kennen das etherische Öl, auch für die Ureinwohner eine sehr wichtige Pflanze!
Der Halmansatz dieses Grases war saftig und schmeckte nach Erbsen, das wurde von den Ureinwohnern gegen Durst gekaut, die Fasern zu Körben und Matten verarbeitet.
Bottlebrush, Banksia. Mit dem Nektar der süßen Blüten aromatisierte man Wasser zu einer Art Saft. Das schöne rötliche Holz wurde für Werkzeug und Waffen verwendet.
Aus den Früchten werden heute zB solche Behälter für das verdunsten von etherischen Ölen hergestellt.
Nuss von den großen Zapfen einer Araukarie
Damit lasse ich es fürs erste gut sein. Danke, dass ihr bis hierher durchgehalten habt! Ok, ein Baumfoto muss noch Platz haben: Eine riesige Platane in einem Park.
Eine junge Verkäuferin erzählte uns, dass die Stadt wie ein Magnet vor Allem auch viele junge Menschen aus allen Teilen Australiens anzieht, nicht zuletzt der lebendigen Kunst- und Kulturszene, der guten öffentlichen Erschließung und des vielen Grüns wegen. Die Haus- und Wohnungpreise seinen astronomisch hoch, eine Farm in der Nähe weitaus günstiger...
K: Danke für deine Ausführungen, Mister W hat mich gerade gefragt, ob das Schiff immer noch fährt!
Ja, wir fahren immer noch und die Crew ist toll :-)
R: Das ist alles so faszinierend, bitte weiter so!
Danke R.! Es macht mir Freude :-)
D: Von mir auch danke, ich genieße es mit euch die Reise mitzuerleben. Auf diese Weise habe ich schon einiges über andere Länder, Kulturen, Zeitverschiebung, Datumsgrenze... erfahren. Ein toller Geografieunterricht. Freu mich auf eure nächsten Berichte :-)
Hab ja Geografie studiert, allerdings nicht fürs Lehramt :-) Die Liebe zur Erde ist geblieben.
*****
Ganz zu Beginn unseres Heritage Walks zeigt uns Ben eine Karte Australiens, auf der zu sehen ist, wie der Kontinent ausgesehn hat, bevor der weiße europäische Mann hier alles in einen Raum vereinte. Die bunten Flecken bezeichnen die verschiedenen Völker mit ihren unterschiedlichen Sprachen. Ich muss sagen, das hat mich erstmal sprachlos gemacht. Man nehme die Vorstellung, jemand hätte über ganz Europa (im Größenvergleich etwa von Spanien bis zum Baltikum) eine Sprache gestülpt, Verwaltung und alles was sonst mit Gesellschaft und Kultur zu tun hat, über einen Kamm gezogen und vereinheitlicht!! Was für eine Vielfalt ist da verloren gegangen!!
Wie auch schon in Sydney, trafen wir auch hier Schulklassen im botanischen Garten. Es ist so wichtig, den Kontakt zur Natur besonders in der heutigen Zeit zu fördern! Dass die Grünraumgestaltung in dieser Stadt einen großen Stellenwert hat, zeigt auch diese große Infotafel neben einer stark frequentierten Straße.
Zum Schluss noch ein Bild von einem ganz normalen Wohnhaus. Rosen und Strelizien im Vorgarten. In diese Stadt habe ich mich verliebt. Danke, dass ihr die Bilderflut bis hierher mitgenommen habt :-)
In dieser Serie könnt ihr unsere Weltreise mit einem Kreuzfahrtschiff um die Südhalbkugel Tag für Tag nachverfolgen. Im ersten Teil jeweils die überarbeitete Fassung einer WhatsApp Gruppe, im zweiten Teil Ergänzungen und weitere Fotos. Ich freute mich immer über Feedback aus der Gruppe, es ergaben sich Impulse und weitere Informationen durch den Austausch, weswegen auch manches davon hier (anonym) mit aufgenommen wurde. Alle Fotos im ersten Teil sind daher Handyfotos.
Diese Serie ist nicht dazu angetan Reiseführer zu ersetzen. Viel eher persönliche Schlaglichter auf Orte, Menschen, Pflanzen und Tiere, die uns für sich eingenommen haben zu zeigen und ein klein wenig nachvollziehbar und lebendig werden zu lassen, was wir auf dieser Reise erlebt haben.
Freitag, 16. März 2018
In 90 Tagen um die Welt / Tag 69
16. März, Donnerstag
Melbourne, Australien
Vorweg nur so viel: Wenn ich die Wahl zwischen Sydney und Melbourne hätte, ganz klare Entscheidung für zweiteres.
Wenn auch nicht wegen der Fiaker und der Schnitzel... ;-)
In Melbourne brauchen wir vom Hafen ins Zentrum fast eine Stunde. Gleich neben dem Hafen kilometerlange Sandstrände.
In Hafennähe finden wir viele solche etwa hundert Jahre alte Wohnhäuser mit gusseisernen Zäunen und Verzierungen.
...ein bisschen englisch schaut es hier auch aus
Weitläufige Parks und breite Straßenzüge mit einem dichten öffentlichen Netz von Straßenbahnen und Bussen macht die Stadt irgendwie "luftig". Trotz vielem Verkehr habe ich es nicht laut in Erinnerung.
Casuarina heißt dieser Baum, den es nur auf der Südhalbkugel gibt, so wie viele andere Baumarten, die ich vor dieser Reise noch nie gesehen habe.
Flinders Street Railway Station, fertiggestellt 1911. Und was finden wir da?!
Schaut doch nach Jugendstil beziehungsweise Art Nouveau aus, oder?!
Auch schön: Die alte Börse
In einer Nische Queen Street 160 diese Skulptur "transportation" (1963 Tom Bass)
Australian Turkish Friendship Memorial, mit zwei riesigen Zapfen
Melbourne ist eine Stadt der Kunst und Kultur, man begegnet dieser überall, während Sydney sich mehr auf Business und Banken konzentriert hat, das kann selbst das Opernhaus dort nicht rausreissen.
Jetzt aber zu den Tieren. Wir wollen sie in ihrem natürlichen Lebensraum sehen. Dazu hatten wir in einem Naturreservat Gelegenheit, ein Ranger führt uns durchs Gelände und zeigt uns die Tiere. Man schützt das Habitat der Tiere und fördert so ihr Überleben.
Ihr seht den Koala so, wie wir ihn gesehen haben, also weit oben im Eukalyptus, schlafend, was er angeblich während 20 Stunden /Tag macht. (dieses Foto ist nicht mit dem Handy gemacht, die Handyfotos waren auf die Entfernung absolut unbrauchbar)
Es roch im ganzen Gebiet nach Hustenzuckerln ;-)
Die Kängurus bewegten sich unter den Bäumen, wir um sie herum im Grasland. So konnten wir sie gut beobachten.
Wir sollten in der Gruppe zusammenbleiben und nicht reden. Noch nie habe ich eine so disziplinierte Gruppe erlebt.
So ähnlich sah die Gegend im Hinterland von Melbourne früher aus, trockener lichter Wald und Grasland. Ich mag ja Zoos nicht besonders, die eingesperrten Tiere tun mir leid. Man könnte sie dort zwar besser beobachten, aber uns hat es so auch sehr gut gefallen.
Zurück in Melbourne, eine Schönheit am Wegesrand. Morgen dann mehr Grünes.
*****
Nocheinmal kurz zurück zu Flinders Street Station: Da sind wir doch glatt zu einem der Wahrzeichen Melbournes gestolpert, ohne es zu wissen. Dieser Bahnhof war zur Eröffnung eines der spektakulärsten Bahnhöfe der Welt, denn es befand sich darin unter anderem ein Ballsaal, eine Sporthalle, diverse Clubräume, ein Theater, eine Bücherei und sogar einen Kindergarten für die Kinder der Angestellten. Es soll in seinen Hochzeiten der am stärksten frequentierte Bahnhof der Welt gewesen sein.
Ein gutes Beispiel dafür, wie wir gerne auf Entdeckungstour gehen: Wir lassen uns treiben und entdecken die Schönheiten einer Stadt ohne Reiseführer, lassen Schönes auf uns wirken und lesen später anhand der Fotos nach, was es dazu Interessantes zu wissen gibt. So sehen wir zwar nicht alles Sehenswerte, andererseits kommen wir nicht in Versuchung alle "Must see" Sehenswürdigkeiten abzuklappern, aber alles nur sehr schnell und oberflächlich, weil die Zeit nicht für mehr reichte. Ich mag Stadtrundfahrten mit dem Bus so gar nicht, es geht mir zu schnell und ich würde am liebsten dauernd aussteigen und mir etwas genauer anschauen. So ist das nun mal...
In dieser Serie könnt ihr unsere Weltreise mit einem Kreuzfahrtschiff um die Südhalbkugel Tag für Tag nachverfolgen. Im ersten Teil jeweils die überarbeitete Fassung einer WhatsApp Gruppe, im zweiten Teil Ergänzungen und weitere Fotos. Ich freute mich immer über Feedback aus der Gruppe, es ergaben sich Impulse und weitere Informationen durch den Austausch, weswegen auch manches davon hier (anonym) mit aufgenommen wurde. Alle Fotos im ersten Teil sind daher Handyfotos.
Diese Serie ist nicht dazu angetan Reiseführer zu ersetzen. Viel eher persönliche Schlaglichter auf Orte, Menschen, Pflanzen und Tiere, die uns für sich eingenommen haben zu zeigen und ein klein wenig nachvollziehbar und lebendig werden zu lassen, was wir auf dieser Reise erlebt haben.
Melbourne, Australien
Vorweg nur so viel: Wenn ich die Wahl zwischen Sydney und Melbourne hätte, ganz klare Entscheidung für zweiteres.
Wenn auch nicht wegen der Fiaker und der Schnitzel... ;-)
In Melbourne brauchen wir vom Hafen ins Zentrum fast eine Stunde. Gleich neben dem Hafen kilometerlange Sandstrände.
In Hafennähe finden wir viele solche etwa hundert Jahre alte Wohnhäuser mit gusseisernen Zäunen und Verzierungen.
...ein bisschen englisch schaut es hier auch aus
Weitläufige Parks und breite Straßenzüge mit einem dichten öffentlichen Netz von Straßenbahnen und Bussen macht die Stadt irgendwie "luftig". Trotz vielem Verkehr habe ich es nicht laut in Erinnerung.
Casuarina heißt dieser Baum, den es nur auf der Südhalbkugel gibt, so wie viele andere Baumarten, die ich vor dieser Reise noch nie gesehen habe.
Flinders Street Railway Station, fertiggestellt 1911. Und was finden wir da?!
Schaut doch nach Jugendstil beziehungsweise Art Nouveau aus, oder?!
In einer Nische Queen Street 160 diese Skulptur "transportation" (1963 Tom Bass)
Australian Turkish Friendship Memorial, mit zwei riesigen Zapfen
Melbourne ist eine Stadt der Kunst und Kultur, man begegnet dieser überall, während Sydney sich mehr auf Business und Banken konzentriert hat, das kann selbst das Opernhaus dort nicht rausreissen.
Jetzt aber zu den Tieren. Wir wollen sie in ihrem natürlichen Lebensraum sehen. Dazu hatten wir in einem Naturreservat Gelegenheit, ein Ranger führt uns durchs Gelände und zeigt uns die Tiere. Man schützt das Habitat der Tiere und fördert so ihr Überleben.
Ihr seht den Koala so, wie wir ihn gesehen haben, also weit oben im Eukalyptus, schlafend, was er angeblich während 20 Stunden /Tag macht. (dieses Foto ist nicht mit dem Handy gemacht, die Handyfotos waren auf die Entfernung absolut unbrauchbar)
Es roch im ganzen Gebiet nach Hustenzuckerln ;-)
Die Kängurus bewegten sich unter den Bäumen, wir um sie herum im Grasland. So konnten wir sie gut beobachten.
So ähnlich sah die Gegend im Hinterland von Melbourne früher aus, trockener lichter Wald und Grasland. Ich mag ja Zoos nicht besonders, die eingesperrten Tiere tun mir leid. Man könnte sie dort zwar besser beobachten, aber uns hat es so auch sehr gut gefallen.
Zurück in Melbourne, eine Schönheit am Wegesrand. Morgen dann mehr Grünes.
*****
Nocheinmal kurz zurück zu Flinders Street Station: Da sind wir doch glatt zu einem der Wahrzeichen Melbournes gestolpert, ohne es zu wissen. Dieser Bahnhof war zur Eröffnung eines der spektakulärsten Bahnhöfe der Welt, denn es befand sich darin unter anderem ein Ballsaal, eine Sporthalle, diverse Clubräume, ein Theater, eine Bücherei und sogar einen Kindergarten für die Kinder der Angestellten. Es soll in seinen Hochzeiten der am stärksten frequentierte Bahnhof der Welt gewesen sein.
Ein gutes Beispiel dafür, wie wir gerne auf Entdeckungstour gehen: Wir lassen uns treiben und entdecken die Schönheiten einer Stadt ohne Reiseführer, lassen Schönes auf uns wirken und lesen später anhand der Fotos nach, was es dazu Interessantes zu wissen gibt. So sehen wir zwar nicht alles Sehenswerte, andererseits kommen wir nicht in Versuchung alle "Must see" Sehenswürdigkeiten abzuklappern, aber alles nur sehr schnell und oberflächlich, weil die Zeit nicht für mehr reichte. Ich mag Stadtrundfahrten mit dem Bus so gar nicht, es geht mir zu schnell und ich würde am liebsten dauernd aussteigen und mir etwas genauer anschauen. So ist das nun mal...
In dieser Serie könnt ihr unsere Weltreise mit einem Kreuzfahrtschiff um die Südhalbkugel Tag für Tag nachverfolgen. Im ersten Teil jeweils die überarbeitete Fassung einer WhatsApp Gruppe, im zweiten Teil Ergänzungen und weitere Fotos. Ich freute mich immer über Feedback aus der Gruppe, es ergaben sich Impulse und weitere Informationen durch den Austausch, weswegen auch manches davon hier (anonym) mit aufgenommen wurde. Alle Fotos im ersten Teil sind daher Handyfotos.
Diese Serie ist nicht dazu angetan Reiseführer zu ersetzen. Viel eher persönliche Schlaglichter auf Orte, Menschen, Pflanzen und Tiere, die uns für sich eingenommen haben zu zeigen und ein klein wenig nachvollziehbar und lebendig werden zu lassen, was wir auf dieser Reise erlebt haben.
Abonnieren
Posts (Atom)