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Sonntag, 26. Dezember 2010

Schenken und beschenkt werden...

Eigentlich hat uns Uli Stein recht anschaulich durch den Dezember begleitet und so lasse ich mich gerne dazu verführen noch einen letzten Cartoon hier zu posten.


Oje, oje, das ging wohl gründlich daneben. Aber seien wir ehrlich, eine Freude zu machen ist wirklich nicht immer einfach. So hat man sich unausgesprochen darüber geeinigt, zu schenken was immer man mag und sich selbst beim auspacken in jedem Fall zu freuen. Man will doch zu Weihnachten niemanden enttäuschen, wo sich doch alle so viel Mühe gemacht haben.
Ich bin jedenfalls zum Schluss gekommen, dass die ganze Schenkerei einem anderen Zweck dient, als dem vordergründig sichtbaren. Wir möchten unsere Zuneigung beweisen, ein Dankeschön ausdrücken, uns erkenntlich zeigen, uns für die zukünftige gemeinsame Zeit einstimmen, unsere Fürsorge mitgeben und vieles mehr. Manchmal kommt die Bedeutung eines Präsents erst viele Jahre später zu Bewusstsein, wenn der Schenkende vielleicht nicht mehr da ist oder verstorben ist.

Für mich steht fest, es gibt zwei Arten von Geschenkeempfängern, die einen freuen sich fast immer riesig, egal, was sie bekommen haben. Die anderen sind gar nicht leicht zufrieden zustellen. Leider gehöre ich zu zweiterer Gruppe. Auch die Strategie, sich zu outen führt nicht immer zum gewünschten Erfolg, wie obiges Bild beweist!
Für die nächsten 360 Tage können wir dieses Thema jedenfalls wieder abhaken und das ist fürs erste ja eine kleine Freude. Was wir jetzt mit der Pute anstellen werden, bleibt dabei allerdings offen. Aber es gibt schlimmeres im Leben. Definitiv!


Sonntag, 19. Dezember 2010

Fröhlicher Advent / Vier

Da ist es nun schon, das letzte Adventwochenende, hinter meinem Bildschirm lassen die letzten Sonnenstrahlen des heutigen Tages den Schnee im Garten glitzern, dass es eine Freude ist.
Wir nähern uns dem Fest, an dem kaum in einer Familie nicht gesungen wird.


                                       aus dem Comicband Fröhliche Weihnachten von Uli Stein

Singen hat etwas schönes und verbindendes - und in unserer Familie etwas unfreiwillig komisches. So geht es bei uns zu Weihnachten ab dem Zeitpunkt, wo die Lichter am Christbaum brennen und wir zu singen beginnen, selten richtig ernst zu. Auch heute noch, nach all den Jahren.

Und das kam so: Drei Burschen, in den verschiedenen Stadien der Pubertät befindlich, gaben sich alle Mühe einmal im Jahr für eine Stunde ganz artig zu sein, der Mama nicht die Freude zu verderben und gute Miene zum bösen Spiel zu machen. Irgendwie klang das über mehrere Jahre, wie es eben in solchen Fällen klingen musste, schräg. Als sich dann die Lage stabilisiert hatte übernahm unser jüngster Sohn diese für Erheiterung sorgende Ehrenaufgabe, wir hatten uns ja schon so daran gewöhnt.
Nicht dass wir nie geübt hätten, viele Jahre und Adventabende bei Kerzenschein, basteln, vorlesen und singen mit Gitarrenbegleitung waren mit dem ersten Ton eines zu schnell wachsenden Stimmbandes zunichte gemacht worden. Da half auch das mehrjährige Mitwirken in einem großartigen Kinderchor fürs erste nichts. Vordergründig versteht sich. Aber Töne, besonders die falschen schieben sich nun mal gerne in den Vordergrund und in einer musikalischen Familie ganz besonders. 




In den darauf folgenden Jahren wurden verschiedenste Strategien angewendet. Keine hörbaren Töne zu produzieren war noch die harmloseste. Eine andere, auch gerne verfolgte war die, besonders laut zu singen, um damit vom sich genieren abzulenken. Nun, ihr könnt euch jetzt sicher vorstellen, dass wir fröhliche Weihnachtsabende hatten, denn auf das singen wollten wir doch nicht verzichten!

Zur Feier des nun letzten Wochenendes vor Weihnachten noch ein Comic von Uli Stein für alle, die mal eine Alternative zum bisher gewohnten aufputzen (schmücken) des Christbaumes suchen (mein liebster Mann konnte über dieses Bild nicht lachen, verzeiht alle Männer da draußen, ich will euch wirklich nicht nahetreten!).

Sonntag, 12. Dezember 2010

Fröhlicher Advent / Drei

Mit dem schenken ist das ja so eine Sache.

                                             aus dem Comicband "Fröhliche Weihnachten" von Uli Stein

Nikoläuse und Weihnachtsmänner haben immer recht. Egal, was sie sagen oder aus ihren Säcken herausbefördern, sie machen glücklich, denn so haben wir es gelernt.
Wenn wundert es, dass sich in der Vorweihnachtszeit alle Welt aufmacht und in das unsichtbare Kostüm des Wohltäters schlüpft, um sich damit a priori beliebt zu machen. Dabei macht die Sprengkraft so mancher Geschenke nur vor den blinden Flecken des großzügigen Spenders halt. Der Beschenkte steht da und versucht die Fragezeichen seiner Gedanken zu verbergen, man kann doch schließlich nicht, es ist ja eine milde Gabe!




Ich finde diesen Teil des alljährlich stattfindenden Weihnachtswahnsinns  entbehrlich. In den Wochen vor diesem Großereignis gesellschaftlicher Stressigkeiten schlägt es einem um die Ohren, sobald man die eigenen vier Wände verlassen hat. Nervöse Autofahrer, drängelnde Kunden, aufgelöstes Personal und Dauerbeschallung gemütsschädigender Lieder über Krippen, Esel und Lastwagenfahrer, die gerade noch rechtzeitig die Kurve gekratzt haben. Coming home for Christmas, eben.
In Österreich ist es übrigens das Christkind, sagt man Weihnachtsmann,  kommt das fast einer Beleidigung der kulturellen Identität gleich.
Sich da auszukoppeln ist schwer, ich mag niemanden vor den Kopf stoßen.
Wie passt das nun zur kleinen Freude?
Viel, viel kleine Freude steckt für mich in dieser Zeit weit ab von allem, was in Papier eingewickelt ist.
Gerade heute Mittag zuletzt in der Begegnung mit einem alten Freund, echte kleine Freude eben.


Sonntag, 5. Dezember 2010

Fröhlicher Advent / Zwei

Ab und zu fällt der Zugang zu mancher Problemlösung bei Weiblein und Männlein unterschiedlich aus und sie können durchaus voneinander lernen. In der Vorweihnachtszeit sind die Rollen meist fix vergeben. Es geht aber immer auch noch anders.


Die Wahl für diesen Witz von Uli Stein fiel mir leicht, stehe ich doch seit Jahren mit dem Mürbteig auf Kriegsfuß. Kaum beginnt das große Backen rund um mich, merke ich erste gedankliche Ausflüchte, wie: Kekse ( Plätzchen) sind ungesund, fett und süß und überhaupt! Jede Art von Teig gelingt mir nahezu spielend, kein Germteig verweigert sich und geht verlässlich auf, Biskuits zergehen auf der Zunge. Mit Mürbteig verbindet mich eine Hassliebe. Natürlich möchte ich Kekse backen, nenne eine stattliche Sammlung von Ausstechformen mein Eigen und kaufe jedes Jahr welche dazu. 




Dann stehe ich in der Küche und das große Fürchten beginnt. Der Teig will entweder nicht zusammenhalten, reißt beim ausrollen an allen möglichen Stellen, wird zu dünn oder bleibt zu dick und vor allem auf der Arbeitsfläche picken ( kleben ). Natürlich klage ich allen meinen Freundinnen Jahr für Jahr meine Missgeschicke und natürlich geben sie mir Jahr für Jahr todsichere Rezepte und Ratschläge für jede Problemstellung, allein es ist in dieser Sache zutiefst der Kekswurm begraben.

Voriges Jahr war ich dann ganz raffiniert unterwegs. Ich erinnerte mich an Süßigkeiten aus Irland und suchte Rezepte jenseits der Keksologie. Und ich kann Euch sagen, ich habe welche gefunden und jetzt brauche ich keine Kekse mehr zu backen, denn Macadamia Brownies sind auch fett und süß und einfach himmlisch! Vom Weihnachtstiramisu gar nicht zu reden.




Sollte ich doch wieder mal in Versuchung kommen und Keksis backen wollen, versuch ich es auf obige Weise, wer weiß vielleicht ist der männliche Zugang gar nicht so dumm! 

Mit einem kleinen Augenzwinkern ging der zweite Adventsonntag still und leise zu Ende und das ist gut so. Es ist ja noch viel Zeit bis Weihnachten und es gibt immer noch einen anderen Weg!
Und wer weiß, vielleicht verrate ich auch das eine oder andere Rezept - demnächst.

Sonntag, 28. November 2010

Fröhlicher Advent / Eins

Der erste Adventsonntag hat uns heute einen zu Beginn recht stillen, nebligen Tag und am Abend dichten Schneefall gebracht. Die erste große Kugelkerze am Adventkranz brennt. Eine gemütliche Ruhe ist da und ein wenig Humor darf auch nicht fehlen.




Vor ein paar Tagen ist mir ein kleiner Cartoonband von Uli Stein in die Hände gefallen und ich dachte, es kann nicht schaden, in diesen Tagen auch ein wenig zu lachen. Das Büchlein liegt nun gleich neben dem Adventkranz, bereit ein kleines Lächeln ins Gesicht zu zaubern und der Hetze eine Abfuhr zu erteilen. Ich werde Euch manche Bilder daraus nicht vorenthalten können, warum auch, es heißt ja: Fröhliche Weihnachten und die gibt es auch außerhalb der Punschhütten. Bei mir zumindest, und bei Dir sicher auch. Eine fröhliche Adventzeit wünsche ich Euch allen!
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