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Samstag, 18. Dezember 2010

Malen mit Schnee in Wien

Gestern Abend in Wien. Dichter Schneefall verzauberte eine Großstadt. Wenn die Räumfahrzeuge nicht mehr nachkommen und es sogar in der City Schneefahrbahnen gibt, hat die Natur zauberhaft das Zepter über die Stadt übernommen. Gutes Schuhwerk, gute Scheibenwischer vorausgesetzt, macht es Spaß in der beleuchteten Straßen unterwegs zu sein.


Rechts die Oper in diesem impressionistischen Gemälde, Verzeihung in diesem Blick aus dem Auto.


Das Wiener Rathaus ganz unspektakulär, nachdem die Beleuchtung am Christkindlmarkt ausgeschaltet wurde.


Der bunteste Weihnachtsbaum der Stadt vor dem Cafe Landtmann. Die blauen Lichter blinken, das ganze ist so kitschig, dass es schon wieder schön ist.


Die Wiener Universität im Hintergrund.


Obwohl es schon sehr spät ist, sind noch viele Menschen auf den Straßen unterwegs, als würde der Schnee sie magisch aus den Häusern locken.

Freitag, 17. Dezember 2010

Jetzt mal im Ernst

Jetzt mal im Ernst: 
Ein paar Tage noch bis zur Sonnenwende mit der Zeitqualität, die das langsam werden, bewusst werden, innehalten, besinnen darauf, was wirklich wichtig ist im Leben, fördert. Mein Favorit dieses Jahr: Innere Ressourcen entdecken. Davon gibt es viele. Nicht nur bei mir. Diese gehen jedoch vorzugsweise eine Symbiose mit still werden und eventuell in eine Kerzenflamme starren, ein.



Heute Mittag, als ich mich mit meiner Weihnachtspost zwei Schritte zu weit an der wartenden Schlange im Postamt vorbeibewegt hatte, war ich froh auf einige davon zurückgreifen zu können. Hinter mir ertönte plötzlich eine ziemlich laute Frauenstimme mit einem drohenden Unterton: "Wer sich vordrängt, wird erschossen". Einige andere pflichteten ihr bei. So unterhaltsam kann dieser Tage ein kurzer Ausflug in die Öffentlichkeit sein.
Irgendwie war ich also neben die Spur geraten und unter uns: Es hat sich befreiend angefühlt, kein Teil dieser schießwütigen Gesellschaft zu sein. Das Schauspiel wiederholte sich übrigens noch ein paar mal, nämlich jedesmal, nachdem ein neuer Kunde nichtsahnend bei der Türe hereingekommen war.

Was ich noch sagen wollte: Engel gibt es und nicht wenige, nur manche sind ein wenig verkleidet und nicht gleich auf den ersten Blick zu erkennen. Ein bisschen still werden und ein zweiter Blick hilft fast immer. Mir jedenfalls.
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