Meine geliebte Kaschmirweste, die ich seit etwa fünf Jahren den ganzen Winter trage, konnte meinem Ellbogen auf einer Seite nicht mehr standhalten, das Loch war gleich mächtig. Ehrlich gesagt wunderte ich mich schon einige Zeit, dass es noch nicht passiert war, das Gestrick ist nicht sehr dick, dabei angenehm wärmend, macht keine Knötchen und war immer ein praktisches Kleidungsstück. Wenn man dergleichen zum Zeitpunkt des Kaufes wüsste, wäre das investieren in zwei Stücke durchaus eine Option. Da bin ich ein Gewohnheitstier, wenn ich etwas gerne trage, dann durchaus bis es mir vom Körper fällt, aber kaputt weiter tragen geht dann doch nicht.
Dunkelgraues Gestrick im Winter macht das nicht die Stimmung gleich von früh weg trüb? Ich fand nicht, es passt einfach zu allem dazu und mit bunten Schals und Tüchern muss ich nicht jeden Tag überlegen...
Wegwerfen ist in diesem Fall noch lange keine Option! Wollreste besitze ich in Massen und allen Stärken, hier kam Sockenwolle zum Einsatz und in nullkommanix waren mit festen Maschen zwei Patches gehäkelt. Der Garnrest begrenzte die Größe, mehr war nicht da, aber das passte eh gerade.
So elegant wie früher ist meine Weste nicht mehr, muss sie auch nicht, ich trage sie zuhause und hoffe noch lange auf ihre guten Dienste und darauf, dass sie mir noch lange die Treue hält.
Habt ihr auch Lieblingsstücke, die ihr nicht missen wollt? Was macht ihr, wenn sich das gute Stück zerlegt? Weinen, wegwerfen, reparieren? An manchen Sachen hänge ich sehr, selbst schon für gartentauglich deklarierte Schuhe haben den Weg zurück ins gesellschaftliche Leben gefunden. Zum einkaufen geht es noch entschied ich, als sie geputzt da standen. manches ist auf eine Art fast schon angewachsen, oder?! Emotional auf jeden Fall...