Seit unserer letzten Reise in Bella Italia hat dieses schöne Land fix einen Beinamen. Auch nostalgischen Gefühlen geschuldet, denn im allerersten Blogpost von *kleine freude* ist mein Panda zu sehen, den ich immer noch besitze, einmal im Jahr zum Muttertag gewaschen bekomme und der schlucktechnisch und auch sonst sehr brav seine geschätzten Dienste tut. In Pandaland also hatte ich meine helle Freude, denn das Auto, das mir schon so ans Herz gewachsen ist, hat dort unzählige Neffen, Onkeln und Brüder. Was sehr viel Sinn macht, wenn man erstmal in engen Gassen um Spitzkurven und in Parkhäusern um die Ecke kommen will. Auch Ordnungshüter, Postzusteller und Beamte fahren diese modernen Seifenkisten und ja, die Allradversion kann schon mal beinahe steile Treppen überwinden. Ganz alte und neuere Modelle halten sich zahlenmäßig die Waage, da sieht man erst, wie lange Autos durchhalten können, wenn man ihnen die Chance lässt.
Und weil es thematisch grade schön passt hier ein Foto einer Gewohnheit, die wir in Italien oft und oft beobachtet haben. Das rechte Auto steht mitten in der Fahrbahn, mit eingeschalteter Warnblinkanlage. Wie ein Blick in das Geschäft daneben erkennen lässt, hält die Besitzerin gerade in aller Seelenruhe ein Schwätzchen mit dem Verkäufer. Sie ist ja eh da, falls ihr Auto jemanden behindern sollte, falls überhaupt, wohlgemerkt.
Andererseits hat man hier nicht den Eindruck, dass Autos zur Verlängerung eines Selbstwertgefühls, als erweitertes Wohnzimmer oder etwas in dieser Art dienen, im Gegenteil, erlaubt ist, was noch fährt und dazu gehören die allgegenwärtigen "Lastautos". Ganz schön praktisch und wie man sieht auch unverwüstlich.
Ich bin halt ein Fan von kleinen fahrbaren Untersätzen, die einem das Leben soviel einfacher machen können. Wenn sich dann mal in absehbarer Zeit endlich geräuscharme und umweltfreundlichere Gefährte(n) durchsetzen würden, nicht auszudenken, wie schön das wäre....
