Donnerstag, 17. März 2011

Neue Welt

Es gab eine Zeit, wo sich wagemutige Menschen vermehrt zu neuen Ufern aufmachten. Sie wollten die Grenzen der damals anerkannten Realität neu ausloten und vermessen. Einige Jahrzehnte hindurch wurde eine Expedition nach der anderen unternommen. Oft mit ungewissem Ausgang. Der Blick auf die Welt sollte sich dadurch nachhaltig verändern.


                        Christoph Columbus zeigt hinaus aufs Meer. Statue am Hafen von Barcelona

Unter anderen Vorzeichen machten sich Tausende Iren Mitte des 19. Jahrhunderts auf nach Amerika. In sogenannten Coffin Ships (Sargschiffen) starben Viele, aber vielen anderen gelang die Überfahrt und sie begannen ein gänzlich neues Leben in einer gänzlich anderen Welt, nachdem die Kartoffelfäule in Irland zur größten Hungersnot dieses Jahrhunderts in Europa geführt hatte.


                                                   St. Brendan the Navigator, Dingle Peninsula, Irland

Menschen folgen einem Ruf und nehmen in Kauf umfassend zu scheitern. Das ringt mir größte Hochachtung ab. 
Das größtmöglich denkbare Opfer zurzeit: Fünfzig Techniker im zerstörten Kernreaktor Fukushima. Sie arbeiten dort mit dem sicheren, schnellen oder langsamen Tod vor Augen, um ihren Landsleuten das Schlimmste zu ersparen.


                                Boje im Hafen von Barcelona, Spanien

Ich bin mit meiner ganzen Fassungslosigkeit bei diesen Männern und wünsche zutiefst, dass ihr Opfer nicht umsonst gewesen sein wird.

Wir brauchen dringend einen neuen Geist weltweit, einen Geist, der so schnell, wie nur irgendwie möglich neue Maßstäbe im Umgang mit den Kräften der Natur setzt.


                                                      Statue des Columbus in Barcelona

Engel winken zum Abschied. Mitte Januar dieses Jahr habe ich dieses Foto gemacht. Ich hätte nie gedacht, dass es so bald so aktuell werden würde. 

Viele Menschen wechseln in diesen Tagen hinüber. Unermessliches Leid für Angehörige. Verlust der Heimat für immer, vielleicht auch Verlust von Vertrauen in das Leben.

Die Welt muss und wird zusammenrücken und daraus lernen, das darf nicht umsonst gewesen sein!

Mittwoch, 16. März 2011

Upside down

Ausgehungert nach neuen Perspektiven.
Und
Glücklich, dass Menschen über große innere Ressourcen verfügen...

                              Sonnenuhr im Botanischen Garten in Funchal, Madeira

Montag, 14. März 2011

Besondere Liebe

Wenn wir etwas lieben, hegen und pflegen und beschützen wir es, so gut wir nur irgendwie können. Egal ob das Menschen, Tiere, Pflanzen oder Dinge sind. Es ist ein natürliches Bedürfnis.
Ich stelle mir vor, was sich verändern würde, wenn Menschen sich ihre Liebe zur Erde bewusst machen würden. Was änderte sich damit?
Ich denke, Vieles. 


                                             Assisi, Italien

Was ich liebe, will ich nicht vergiften.
Eigentlich einfach.
Trotzdem ist es das gar nicht. Aber was ist schon einfach, wenn es um eingefleischte Gewohnheiten geht. Rauchen aufzuhören, gesünder zu essen, beispielsweise. Sich mehr damit auseinandersetzen, wo unsere Nahrung und Kleidung herkommt.


                  Felswohnungen der Anasazi, Ahnen der Navajoindianer in Colorado
                  Ein gelungenes Beispiel für ökologisches Bewusstsein vor etwa 1500 Jahren

Trotzdem glaube ich fest daran, dass wir mit Liebe weiterkommen. Alles andere wurde wahrscheinlich schon ausprobiert.
Die Erde lieben ist leicht, man braucht nur die Augen aufzumachen und zu schauen. Besonders jetzt im Frühling.
Was würde ich anders machen, wäre ich mit Erde in einer Liebesbeziehung?


                           Beara Halbinsel, Irland               

Zusammen könnten wir ein neues Bild malen, mit der Zeit, was meint ihr?
Resignation oder Pessimismus bringen uns nicht weiter.
So viele kleine Initiativen entstehen, wo einzelne Leute plötzlich anders agieren als bisher und wir lesen es voneinander und probieren das eine oder andere aus. Dem Netz sei Dank, möchte ich fast sagen.

Tue Gutes und rede darüber. Gar keine so dumme Idee!
Tue anders und blogge darüber, es gibt genug fruchtbaren Boden dafür.
Eine Kontrapunkt zu manch negativer Berichterstattung.


Blütenteppich auf der Straße in Spello, Umbrien.
In bedrohlichen Zeiten zu neuen Lösungen kommen. 
Interessant hier, dass der alles verschlingende Riesenfisch grün gestaltet ist.

Viele Menschen machen sich jetzt Gedanken, alte Muster werden als Folge der aktuellen Ereignisse in Japan sicherlich aufbrechen, wir werden es schaffen! Eigentlich haben wir gar keine andere Wahl.

Ein ernstes Thema heute, danke euch trotzdem, dass ihr bis hierher gelesen habt!

Sonntag, 13. März 2011

Große Mutter

Die Erde ist auch noch da. Gerade rückt sie wieder Dimensionen zurecht.

Wir Menschen sind Weltmeister im ausblenden. Unser Gehirn sorgt dafür. Sonst würden wir in einer Flut von Eindrücken unseren Alltag nicht bewältigen können.
Wir wählen bekanntlich aus, welche Parameter wir für eine Entscheidung  zulassen.




ERDE - der sorgsame und liebevolle Umgang mit ihr, sollte spätestens ab nun in allen unseren Entscheidungen mit dabei sein.
Das Leben von Millionen Menschen ist nicht nur durch die Erdbeben gefährdet. Sie müssen mit der großen Wahrscheinlichkeit einer Kernschmelze in zwei Atomreaktoren nach dem schweren Beben zurechtkommen.

Viele kleine Entscheidungen Tag für Tag und viele große. Wir alle sind gefordert.




Nachdenken darüber, reden darüber und handeln.
Unsere große Mutter macht uns gerade wieder aufmerksam. Sie ist so wunderschön und kraftvoll.

  

Samstag, 12. März 2011

Zwiebelige Metamorphose



Die Zwiebel hatte geglänzt, kein Makel an ihr...
Zufrieden war sie gewesen in der Schachtel mit anderen ihrer Art...

Als sie in im kalten Wind auf Gras gelegt wurde, hatte sie noch keinen Verdacht geschöpft....
Frische Luft schnappen, dachte sie....
Was dann kam schockte sie....
In den Dreck geworfen und begraben? Sie brauchte eine Weile, um das zu glauben....
Und so einsam...
Dann kam die Lähmung, Erstarren...
Nicht einmal hadern wollte sie mehr mit ihrem Schicksal...

Als der letzte Lebenswille erloschen schien
Begann Bewegung in ihrer tiefsten Mitte sie zu erstaunen
Warum jetzt und vor allem wofür noch...
Was dann kam erfasste sie ohne Vorbereitung, kein Widerstand war da, hatte sie doch alle Hoffnung aufgegeben.
Mit großer Kraft war etwas in ihr lebendig geworden.

Herrlich, als die Knospe schließlich aufbricht und die Blüte sich dem Licht öffnet...
Reine Freude und Leichtigkeit...

Sich dem Fluss des Lebens hingeben....



Freitag, 11. März 2011

Beben

Ein schweres Erdbeben mit riesigen Flutwellen hat Japan erschüttert, die ganze Erde hat es durchgeschüttelt.

Ich bin sicher, dass viele Menschen rund um den Erdball heute immer wieder mit ihren mitfühlenden Gedanken bei den Menschen sind, die von diesem schweren Ereignis unmittelbar betroffen sind.
Ich fühle mich durch LeserInnen mit diesem fernen Land verbunden und wünsche euch, solltet ihr betroffen sein, alles erdenklich Gute.



                 Foto: Blarney Castle Gardens, Irland

Dienstag, 8. März 2011

Ge-dank-en zur einen Hälfte

Zur hundertsten Wiederkehr des Weltfrauentages

"Mit dem gestiegenen Bewusstsein für den eigenen Körper steigen auch die Ansprüche an die ästhetische Medizin....Tagtäglich haben Dr. D.W. und ihr Team mit mit den kleineren und größeren Makeln zu tun, die es auszumerzen gilt". Aus dem Freizeit Magazin des Kurier (österreichische Tageszeitung) vom 5.3.2011.


                                                  Barcelona, Spanien

Tuning Werkstatt: Der ernst gemeinte Titel des Berichts.
Danke liebe Schönheitschirurgen, dass es euch gibt und ihr so vieles für uns Frauen tut! Endlich können wir unser ganzes Selbstbewusstsein in Bauch, Busen, Po und das Gesicht packen. Keine Dellen und Fettpölsterchen müssen mehr sein! Falten selbstverständlich schon lange nicht mehr.

Wir Frauen wünschen uns von den Printmedien und dem Werbefernsehen, dass sie uns regelmäßig mit einschlägigen Adressen und Namen versorgen, dann müssen wir uns nicht umständlich darum kümmern, wo uns am besten geholfen wird!


                                                  Monastir di Treviso, Oberitalien

Endlich gibt es eine reelle Chance, für eine bessere Beziehung zu unserem Körper! Das bisschen Geld, das wir verdienen ist doch nirgends besser angelegt, als bei den Doktoren und den Chemiegiganten, die Tag und Nacht daran arbeiten, dass wir Frauen endlich glücklich, weil faltenfrei werden können!


                                                                       Ungarn
                                                               
Dass Frauen weltweit zwei Drittel der Arbeit erledigen und dafür nur ein Zehntel! Lohn kassieren, wen interessiert das schon. Lasst uns nie vergessen was wirklich wichtig ist: Nämlich unser Spiegelbild jeden Tag kritisch und genau unter die Lupe zu nehmen und dann zu handeln.


                                                          Connecticut, USA

Was mache ich jetzt mit meinen Bildern über Frauen jeden Alters, an deren Anblick mich etwas fasziniert hat und meine Kamera dafür sorgte, dass ein Augenblick von Stärke, Sanftheit, Konzentration, kreativem Ausdruck, Lebensfreude, Anmut, Durchhaltevermögen oder natürlicher Schönheit festgehalten wurde? Schönheit jenseits der Fassade.


                                                               Irland

Kriegen wir es ohne Chirurgie gebacken? Und ohne dass uns Männer die Welt erklären müssen? Ich habe den dringenden Verdacht, dass wir es gemeinschaftlich lustiger hätten, Frauen UND Männer.


                                                              Österreich

Bin ich von einem anderen Stern, wenn ich gerne Zeitungen hätte, wo keine einzige Seite mehr für Faltenfreiheit wirbt und Autoreifen nicht mehr mithilfe nackter Frauenbrüste verkauft werden?


                                                 Santa Cruz, Tenerifa

Das wäre übrigens meine Messlatte für echte Gleichstellung von Männern und Frauen, klingt unrealistisch? Möglicherweise. Aber stellt euch vor, es gäbe noch andere Bereiche, wo Frauen richtig gut Geld verdienen könnten, wenn sie das wollten.


                                                             Adare, Irland

Der schönste Tag in unserem Leben. Hach! Was war das noch Mal?
Es gibt noch so viel zu tun, bis Frauen mehr aus sich heraus strahlen können, nicht nur bei ihrer Hochzeit und unabhängig von ihrem äußeren Erscheinungsbild. Unterdrückung hat hunderte Facetten.


                                                           Casablanca, Marokko

Apropos schönster Tag! Hab ich mir einmal selbst ins Stammbuch geschrieben: Jeden Tag ein bisschen Freude haben und für Freude sorgen! Das versuche ich zu befolgen, ziemlich schwer manchmal. Aber es hilft. Für ein gutes Lebensgefühl, Falten und Dellen hin oder her.
Fangen wir an, ein wenig mehr darauf zu schauen, was uns wirklich gut tut. Innen, nicht nur außen!


Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...